Bielefeld: Finanzielle Anreize gegen Ärztemangel

Symbolbild: Heilpraktikerin, Osteopathin und Physiotherapeutin, behandelt in ihrer Praxis ein junges Mädchen.

Bielefeld: Finanzielle Anreize gegen Ärztemangel

  • Förderung in schlechter versorgten Stadtteilen
  • Verwaltung soll Bürgschaften übernehmen
  • Erster Antrag liegt bereits vor

Der Rat der Stadt Bielefeld will die Versorgung mit niedergelassenen Ärzten verbessern. Die Politiker haben am Donnerstagabend (14.03.2019) ein entsprechendes Konzept beschlossen. Es sieht vor, dass die Verwaltung Bürgschaften an Ärzte vergeben kann, die sich in schlechter versorgten Stadtteilen ansiedeln.

Bürgschaft soll Anreiz sein

Die Stadt unterstützt Mediziner damit etwa beim Kauf des Grundstücks oder bei der Praxismiete. Anspruch auf die städtische Bürgschaft haben Ärzte, die gemeinsame Praxen, wie ein Medizinisches Versorgungszentrum, errichten wollen.

Hilfe bereits nötig

Einen Antrag gibt es bereits: Drei Hausärzte wollen im Bielefelder Osten eine Gemeinschaftspraxis eröffnen. Da die drei Ärzte aber über 60 Jahre alt sind, hatten sie die Stadt gebeten, finanziell einzuspringen, falls das Projekt scheitern sollte. Dass neue Hausärzte zusätzlich Prämien erhalten sollen, wie in anderen Kommunen üblich, hat der Bielefelder Rat abgelehnt.

Was tun gegen Ärztemangel?

WDR 5 Politikum - Gespräch 14.03.2019 05:20 Min. WDR 5

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Stand: 15.03.2019, 08:49

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