Adveniat-Spendenaktion in Münster gestartet

Ein Bischof im Ornat umrahmt von zwei Messdienern

Adveniat-Spendenaktion in Münster gestartet

Mit einem Gottesdienst in Münster ist die bundesweite Spendensammlung des Adveniat-Hilfswerks für Lateinamerika gestartet. Das Motto in diesem Jahr: "ÜberLeben in der Stadt".

Menschen stehen vor Bänken in einer Kirche

Gut besuchter Gottesdienst in Münster

Hunderte Gläubige waren am Sonntag zur Eröffnung der diesjähigen Spendenaktion des Adveniat-Hilfwerks der katholischen Kirche in den Paulus-Dom in Münster gekommen, auch um zu spenden, für die vielen Millionen Menschen, die in den Megaststädten in Lateinamerika in großem Elend leben und jetzt zusätzlich unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie leiden. Sie stehen im Fokus der diesjährigen Spendenaktion.

Erzbischof von Manaus zu Gast in Münster

Drei Särge auf einem Friedhof in der brasilianischen Amazonas-Metropole Manaus. Angehörige mit Mund- und Nasenschutzmaske verabschieden sich.

Trauer um Corona-Tote in Manaus

"Die aktuelle Weihnachtsaktion führe die Ungerechtigkeiten in den Städten in Lateinamerika und den Kampf so vieler Menschen um das tägliche Überleben vor Augen", sagte der Bischof von Münster, Felix Genn. An dem Gottesdienst nahm auch der Erzbischof von Manaus in Brasilien, Leonardo Ulrich Steiner, teil. Er berichtete, wie sehr die Corona-Pandemie die Millionen-Stadt Manaus getroffen hat. "Die Bilder der überfüllten Kliniken und der vielen offenen Gräber gingen um die Welt. Bis zu 500 Menschen starben tagtäglich allein in Manaus."

Armut und Gewalt

Nach Angaben des Adveniat-Hilfswerks leben inzwischen 80 Prozent der Menschen in Lateinamerika und der Karibik in Städten. Viele seien vom Land geflüchtet, in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Tatsächlich sei das Leben der Indigenen, Kleinbauern und Klimaflüchtlinge von Armut, Gewalt sowie fehlender Gesundheitsversorgung und Schulbildung geprägt.

Das Adveniat-Hilfswerk hat im vergangenen Jahr rund 2.000 Hilfsprojekte in Lateinamerika mit 35 Millionen Euro unterstützt. Die Spenden, die bei der Weihnachtsaktion in diesem Jahr zusammenkommen, sollen vor allem den Armen in Mexiko, Paraguay und Brasilien zugute kommen.

Stand: 28.11.2021, 15:05