Zwölf Jahre nach Explosion: Abriss von WEKA in Iserlohn

Abriss WEKA-Gebäude in Iserlohn 00:45 Min. Verfügbar bis 20.09.2022

Zwölf Jahre nach Explosion: Abriss von WEKA in Iserlohn

Von Claudia Roelvinck

Jahrelang standen die Brandruinen auf dem Gelände der ehemaligen Chemiefabrik WEKA in Iserlohn. Jetzt beginnt der Abriss.

Im Juli 2009 erschütterten mehrere Explosionen einen ganzen Stadtteil. 300 Feuerwehrleute waren über Stunden im Einsatz, um benachbarte Firmen zu retten. Die Chemiefabrik WEKA wurde vollständig zerstört. Ein Mitarbeiter kam ums Leben.

Zwölf Jahre hat es gedauert, bis die Ruine nun abgerissen wird. Zahlreiche Untersuchungen, Beprobungen und Gutachten sind vorausgegangen. Denn bis heute ist das Grundstück stark mit Schadstoffen belastet.

Schadstoffe: Regenwasser muss aufgefangen werden

Abrissarbeiten der WEKA-Gebäude in Iserlohn

1.000 Tonnen Bauschutt fallen beim Abriss an

Besondere Probleme macht die Substanz PFC aus dem damals eingesetzten Löschschaum der Feuerwehr. Seit dem Brand muss das Regenwasser vom gesamten Gelände aufgefangen und durch einen Spezialfilter geleitet werden, bevor es in die Kanalisation darf.

Auch die etwa 1.000 Tonnen Bauschutt müssen mit 50 Lkw zur einzigen Deponie in NRW gefahren werden, die PFC-belasteten Abfall annehmen darf. Den größten Teil der Kosten übernimmt der Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung. Etwa 20 Prozent muss die Stadt Iserlohn bezahlen. Sie hatte das Grundstück vor einigen Jahren gekauft.

Firmen haben Interesse am sanierten Gelände

Abrissarbeiten der WEKA-Gebäude in Iserlohn

Auch das ehemalige Wohnhaus wird abgerissen

In sechs bis acht Wochen sollen die Gebäudereste und unterirdische Tanks abgerissen sein. Wenn das etwa 4.200 Quadratmeter große Grundstück im Gewerbegebiet saniert ist, will die Stadt es verkaufen. Umliegende Firmen haben schon Interesse gezeigt.

Stand: 20.09.2021, 17:14