Sperrung zeigt Wirkung: Ruhiges Wochenende an Münsters Aasee

Das Ordnungsamt Münster kontrolliert am Freitag Besucher am Aasee

Sperrung zeigt Wirkung: Ruhiges Wochenende an Münsters Aasee

Die Sperrung der Wiese am Aasee hat offenbar Wirkung gezeigt: Am Wochenende blieb es ruhig. Nach den Ausschreitungen der vergangenen Wochen hatte die Stadt die Regeln verschärft.

Um 21 Uhr war Schluss: Polizisten forderten die letzten Picknicker und Sonnenanbeter auf, die Flächen rund um die Aasee-Kugeln zu verlassen - und dem wurde auch nachgekommen. "Die gemeinsame Strategie von Stadt und Polizei ist aufgegangen. Es hat sich gelohnt, dass wir mit starken Kräften vor Ort waren", zieht Polizeipräsident Falk Schnabel eine positive Wochenend-Bilanz.

Am Freitag blieb es am Aasee ruhig. Das Ordnungsamt kontrolliert, musste aber nicht eingreifen.

Die Wiese am Aasee blieb weitgehend leer

Bereits am frühen Abend hatten Einsatzkräfte damit begonnen, verdächtige Fahrzeuge auf den Einfallstraßen in Münster zu kontrollieren. An den vergangenen Wochenenden waren zahlreiche Angehörige der Raser- und Poserszene aus dem Umland nach Münster gekommen.

Alternative Party-Hotspots im Blick

Einige Feiernde wichen vom Aasee in Richtung Hafen und Hansaviertel aus. Damit hatte die Polizei gerechnet und zeigte auch dort Präsenz, um ausufernde Massenpartys gar nicht erst aufkommen zu lassen. Am Hafenplatz stellten Einsatzkräfte 150 bis 200 Personen fest. 50 von ihnen stuften sie als potenzielle Störer ein, es blieb aber friedlich. Insgesamt erteilte die Polizei am Wochenende 34 Platzverweise, es kam zu drei Strafanzeigen, eine Person wurde in Gewahrsam genommen - eine deutlich bessere Bilanz als an den vergangenen Wochenenden, wie die Polizei mitteilt.

Polizeipräsenz auch in den kommenden Wochen

Das "Verweilverbot" an den Aaseekugeln und den Aaseeterassen freitags und samstags von 21 Uhr bis sechs Uhr bleibt vorerst bis zum 18. Juli bestehen. Ausgenommen davon ist die Gastronomie. Für Verstöße gegen das Verweilverbot hat die Stadt ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro festgelegt. "Wir werden auch an den kommenden Wochenenden mit deutlicher Präsenz im Stadtgebiet unterwegs sein", kündigte Polizeipräsident Falk Schnabel an.

Stand: 21.06.2021, 07:06

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