Neues Gutachten zum Fischsterben im Aasee in Münster

Neues Gutachten zum Fischsterben im Aasee in Münster

Von Petra Brönstrup

  • Neues Gutachten zum massenhaften Fischsterben
  • Stadt Münster ohne Schuld
  • Extremes Wetter verursachte Umkippen des Aasees

In Münster wurde am Montag (10.12.2018) ein neues Gutachten zum massenhaften Fischsterben im Aasee vor vier Monaten präsentiert. Die extreme Wetterlage in diesem Sommer mit großer Hitze und langanhaltender Trockenheit habe zum Umkippen des Sees geführt.

Das sagte Dietrich Borchardt vom Helmholtz-Institut in Magdeburg. Die Stadt Münster hatte ihn mit dem Gutachten beauftragt.

Großer Fischbestand problematisch

Der Hydrobiologe bestätigte damit die bisherigen Aussagen der Stadt. Für problematisch hält Borchardt allerdings den extrem hohen Fischbestand zum Zeitpunkt der Katastrophe. So viele Fische seien normalerweise in tropischen Gewässern zu finden, nicht jedoch in einem künstlich angelegten See in Deutschland, der dem Hochwasserschutz dient.

Frühwarnkonzept in Arbeit

Der Gewässerexperte will nun für die Stadt in einem ersten Schritt ein Konzept für ein Frühwarnsystem erarbeiten, damit es nicht noch einmal zu einem solchen Fischsterben kommt. Bis März sollen dann erste Vorschläge vorliegen, wie es am See weitergehen kann.

Tote Fische werden aus dem Aasee geholt

Mehr als 20 Tonnen tote Fische wurde im August 2018 aus dem Aasee geborgen

Darüber hinaus will der Fachmann den Grund des Sees genauer unter die Lupe nehmen. Denn hier, in den Ablagerungen vermutet er weiteres Risikopotenzial.

Fischsterben: Dauermesseinrichtung Maßnahme für Zukunft

WDR 2 13.08.2018 03:19 Min. WDR 2

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Kommunalpolitiker haben das letzte Wort

Das komplette Gutachten mit Handlungsempfehlungen für die Zukunft soll Ende Mai 2019 fertig sein. Danach ist die münstersche Kommunalpolitik gefragt. Sie muss entscheiden, wie es mit dem Aasee in Münster künftig weitergeht und zu welchem Preis.

Stand: 10.12.2018, 19:32

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