A45-Brücke bei Siegen: Sprengung erfolgreich

A45-Brücke bei Siegen: Sprengung erfolgreich

Am Sonntag ist die nördliche Autobahn-Talbrücke Eisern bei Siegen gesprengt worden. Die A45 wurde dafür ab Samstagnacht zwischen Siegen-Süd und Wilnsdorf vollgesperrt.

Es verlief alles planmäßig. 12.300 Tonnen Beton fielen mit einem lauten Knall in Schutt und Asche, als am Sonntag um 11 Uhr die nördliche Hälfte der A45-Talbrücke Siegen-Eisern in Fahrtrichtung Dortmund gesprengt wurde. Hintergrund ist der sechsspurige Ausbau der Sauerlandlinie. Das Vorhaben gehört zu den größten Bauprojekten des Landesbetriebs Straßen.NRW und kostet 44 Millionen Euro.

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Die A45 Talbrücke Eisern bei Siegen

Was übrig bleibt wird zerkleinert, sortiert und recycelt.

Die Eisernbrücke ist 50 Meter hoch und 340 Meter lang. Sie wurde mit 61 Kilogramm Sprengstoff zu Fall gebracht. Dabei sollte sie aber nicht - wie man es von anderen Sprengungen kennt - in sich zusammenfallen. Nach der gleichzeitigen Zündung von fünf Sprengladungen kippte die Brücke - wie geplant - zur Seite.

Die zweite Hälfte der Brücke wurde so nicht beschädigt. Die Sprengzonen wurden unter anderem durch einen Streuflugschutz aus Maschendraht und Geotextil geschützt.

"Wie aus dem Bilderbuch" - Sprengung der Talbrücke Eisern bei Siegen

Im Siegerland ist am Sonntag eine Hälfte der maroden Autobahn-Talbrücke Eisern gesprengt worden. "Es war eine Sprengung wie aus dem Bilderbuch", sagte Sprengmeister Michael Schneider anschließend erleichtert.

Schaulustige betrachten die Sprengung.

Wenn über 12.000 Tonnen Beton aus 50 Metern ins Tal fallen, verspricht das ein sehenswürdiges Spektakel: Hunderte Schaulustige verfolgten im Siegerland die Sprengung der Talbrücke Eisern.

Wenn über 12.000 Tonnen Beton aus 50 Metern ins Tal fallen, verspricht das ein sehenswürdiges Spektakel: Hunderte Schaulustige verfolgten im Siegerland die Sprengung der Talbrücke Eisern.

Wegen der Sprengung der Brücke war von Mitternacht bis zum Sonntagnachmittag die A45 bei Siegen gesperrt. Die A45 soll auf sechs Fahrstreifen ausgebaut werden. Das Vorhaben gehört zu den größten Straßenbauprojekten in NRW.

Damit die Brücke aus bis zu 50 Metern Höhe im Ganzen zur Seite ins Tal kippt, wurden an allen fünf Pfeilern zeitgleich insgesamt über 60 Kilogramm Sprengstoff gezündet, um die Statik zu zerstören. Dafür wurden 500 Zünder verwendet.

Um die andere Hälfte auf keinen Fall zu beschädigen, sollte die Brücke nicht - wie bei Sprengungen oft gesehen - in sich zusammenfallen. Zu Fall gebracht wurde nur die 327 Meter lange Nordhälfte.

Bis zur Fertigstellung einer neuen Brückenhälfte wird der Verkehr auf den verbliebenden Fahrbahnen in beide Richtungen geführt. Danach soll die andere Hälfte gesprengt werden. Das gesamte neue Bauwerk soll Ende 2024 fertig sein.

Stand: 18.10.2020, 20:16