Elektrischer Rettungswagen in Bad Salzuflen

Elektrischer Rettungswagen vor der Rettungswache in Bad Salzuflen

Elektrischer Rettungswagen in Bad Salzuflen

Der Rettungsdienst im Kreis Lippe testet, ob sich der weltweit erste 5-Tonnen-Elektro-Rettungswagen (e-RTW) im Alltag bewährt.

Wäre das Martinshorn des Testfahrzeugs nicht ohrenbetäubend laut, man würde es kaum um die Ecke kommen hören. Der 5-Tonner surrt nur leicht bei der Fahrt. Das ist besonders für die Patientinnen und Patienten angenehmer als die Fahrgeräusche, die ein herkömmlicher Diesel-Rettungswagen macht, sagen die Rettungskräfte.

Mit einer Batterie-Ladung 200 Kilometer

Rund 200 Kilometer können die Retter mit dem e-RTW fahren, dann muss er wieder an die Steckdose. Für den normalen Einsatz reicht das aus, denn der Wagen soll in Zukunft nicht nur an der Wache, sondern auch während der Wartezeiten an Krankenhäusern aufgeladen werden.

Ersatz-Rettungswagen für alle Fälle

Und was passiert, wenn dem Elektro-Rettungswagen doch einmal der Saft ausgeht? Als das Fahrzeug im vergangenen Jahr im Kreis Steinfurt getestet wurde, fuhr zur Sicherheit bei jedem Einsatz ein herkömmlicher RTW direkt hinterher.

Der Lipper Rettungsdienst verzichtet allerdings darauf. Die Probefahrten in anderen deutschen Städten hätten gezeigt, dass der e-RTW sehr betriebssicher sei. Und falls doch mal etwas passieren sollte, ist an der Rettungswache ein Ersatzfahrzeug stationiert.

Stand: 22.10.2021, 06:00