Ursache für Chemieunfall in Vreden unklar

Sonderkräfte bereiten sich für die Beseitigung vor

Ursache für Chemieunfall in Vreden unklar

In Vreden ist am Montag in einem metallverarbeitenden Betrieb die Chemikalie Natriumhydrosulfit ausgetreten. Die Ursache ist bislang unklar.

Die Feuerwehr hatte öffentlich Alarm ausgerufen und die Anwohner aufgefordert, vorsorglich Türen und Fenster geschlossen zu halten. Denn Natriumhydrosulfit ist ein Pulver, das stark riecht, die Schleimhäute reizen und sich bei Kontakt mit Sauerstoff entzünden kann.

Keine direkte Gefahr für Anwohner

Drei Mitarbeiter des Metallbetriebs in Vreden wurden mit Atemwegs-Reizungen vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, konnten aber wieder entlassen werden. Für die Anwohner bestand keine direkte Gefahr. Die Feuerwehr hatte dennoch geraten, auch Lüftungsanlagen auszuschalten und sich nicht im Freien aufzuhalten.

Chemikalie mit Wasser gebunden

80 Feuerwehrleute waren rund vier Stunden lang im Einsatz, um den Stoff mit viel Wasser zu binden und so zu verhindern, dass problematische Dämpfe nach draußen in die Luft gelangen. Das ist offenbar weitgehend gelungen. Die Chemikalie wurde so stark verdünnt, dass sie letztlich gefahrlos abgepumpt werden konnte.

Ursachensuche angelaufen

Der Lagerraum mit dem übergelaufenen Chemikalienbehälter war allerdings schwer zugänglich. Das hat den Einsatz in die Länge gezogen. Jetzt versuchen die Behörden mit dem Unternehmen zu ergründen, was zu der zunächst brenzligen Situation geführt hat. Das könne einige Tage dauern, gab die Stadt Vreden bekannt.

Stand: 12.10.2021, 17:45

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