IHK: Flughafen Paderborn/Lippstadt finanziell benachteiligt

FlughafenPaderborn/Lippstadt

IHK: Flughafen Paderborn/Lippstadt finanziell benachteiligt

Mehrere Industrie- und Handelskammern sehen eine finanzielle Benachteiligung der Flughäfen Paderborn/Lippstadt, Dortmund und Weeze. Sie fordern eine Gleichbehandlung der NRW-Airports.

Die Industrie- und Handelskammern in Arnsberg, Bielefeld, Detmold, Duisburg und Dortmund haben sich in einem Brief an NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst gewandt und fordern eine gleichberechtigte Unterstützung aller sechs Flughäfen in NRW.

Das Land habe zugesagt, sich an den Rettungskosten des Bundes auch für die drei Flughäfen Paderborn/Lippstadt, Dortmund und Weeze in Höhe von insgesamt zehn Millionen Euro zu beteiligen. Dies sei dringend erforderlich, um den Flughäfen beizustehen und ihre Vorleistungen zu entschädigen.

IHK-Kritik: Hilfsgelder nur für wenige Flughäfen

Auf rund 700 Millionen Euro beziffert der Flughafenverband ADV die sogenannten Vorhaltekosten für das Offenhalten der Airports in Deutschland im Frühjahr 2020. So sollen etwa Rückholungen gestrandeter Urlauber oder die medizinische Lieferkette gewährleistet werden.

400 Millionen Euro sollen jeweils zur Hälfte durch Bund und Länder erstattet werden – allerdings nur für die Airports Köln, Berlin und München, an denen der Bund beteiligt ist, und weitere zwölf Airports, kritisiert die IHK Ostwestfalen in Bielefeld.

Der Flughafen Münster/Osnabrück gehöre dazu - Paderborn/Lippstadt, Dortmund und Weeze nicht. Grund dafür sei eine rund 30 Jahre alte Zuständigkeitsliste der Deutschen Flugsicherung.

Paderborn/Lippstadt steckt in Insolvenz

Das Geld hätte der Flughafenbetreiber gut gebrauchen können: Wegen der Millionenverluste hatte der Flughafen Paderborn-Lippstadt schon vergangenen September Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt.

Stand: 01.03.2021, 15:20