Zwei Mufflons laufen über einen Waldweg

Zehn Jahre Streit um Bielefelder Mufflons

Stand: 26.07.2022, 11:20 Uhr

Der Streit um eine Herde Mufflon-Schafe im Teutoburger Wald ist noch immer nicht beendet. Der Waldbesitzer will den Abschuss – die Stadt Bielefeld wehrt sich.

Seit zehn Jahren sorgt eine Herde Mufflon-Schafe für Streit zwischen der Stadt Bielefeld und der Klasingschen Stiftung. Ihr gehört der Wald, in dem die rund zehn Mufflons leben. Der Grund: Die Schafe würden den Baumbestand nachhaltig beschädigen.

Stadt Bielefeld: Abschuss ungerechtfertigt

Mufflon-Widder mit zwei Weibchen auf einer Wiese.

Mufflons kommen ursprünglich aus Anatolien, wurden aber als Jagdwild in Europa ausgewildert.

Dass die Mufflons hauptsächlich für Schaden am Baumbestand verantwortlich sind, hat die Stadt Bielefeld jetzt erneut zurückgewiesen. Viel mehr seien die Fichten und Eschen durch die Klimakrise, die Hitze und den Borkenkäfer gefährdet. Auch aus der Bevölkerung gab es Widerstand gegen das Vorhaben der Stiftung. Eine Petition gegen den Abschuss der Tiere hatten knapp 100.000 Menschen unterzeichnet.

Langjährige Waldbewohner

In den 1960er Jahren wurde die kleine Herde im Teutoburger Wald angesiedelt und lebt seit über 50 Jahren dort.

2019 hatte das Oberverwaltungsgericht Münster noch zugunsten der Klasingschen Familienstiftung entschieden. Eine Revision am Bundesverwaltungsgericht wurde damals abgelehnt. Die Stadt habe rechtswidrig gehandelt, als sie den Abschuss ablehnte.

10 Jahre Streit um Mufflons in Bielefeld

00:46 Min. Verfügbar bis 26.07.2023


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