Trauer in NRW um Werner Müller

Ex-Minister und Manager Werner Müller gestorben

Trauer in NRW um Werner Müller

Von Christian Wolf

  • Werner Müller war eng mit Nordrhein-Westfalen verbunden
  • Politik und Wirtschaft trauern um den 73-Jährigen
  • Ex-Kanzler Schröder lobt Müller

Nach dem Tod des früheren Bundeswirtschaftsministers und Industriemanagers Werner Müller wird in NRW an dessen Wirken erinnert. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) würdigte Müller als "großen Unternehmenslenker" und "Herzstück der Industriekultur des Ruhrgebiets".

Werner Müller, wird von Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet

Müller und Laschet bei der Verleihung des Verdienstordens des Landes NRW

Er habe die RAG-Stiftung erdacht, die für die Zukunft sichere, dass alle Kosten der Steinkohle auf alle Ewigkeit nicht vom Steuerzahler zu bezahlen seien, sondern aus sich selbst getragen würden. "Von seinem innovativen Erbe werden noch viele Generationen leben." 2018 hatte Laschet Müller mit dem Verdienstorden des Landes NRW ausgezeichnet.

NRW-Ministerpräsident Laschet zum Tod von Werner Müller 01:13 Min. Verfügbar bis 16.07.2020

Schröder lobt Müller

Ex-Minister und Manager Werner Müller gestorben

Unter Gerhard Schröder war Müller Bundeswirtschaftsminister

Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder bezeichnete den früheren Bundesminister als "großen Wirtschaftslenker". Es habe "noch nie jemanden gegeben", der Wirtschaft und Politik so gut gekannt habe. "Dadurch konnte er Menschen überzeugen und aus Kontrahenten Partner machen - eine unglaubliche Leistung in Zeiten härtester Auseinandersetzungen."

Industrie würdigt Müllers Arbeit

Ex-Minister und Manager Werner Müller gestorben

Von 2012 bis 2018 war Müller Vorsitzender des Aufsichtsrats der Evonik Industries AG

Evonik-Chef Christian Kullmann sagte: "Werner Müller hat Evonik gegründet, geleitet und maßgeblich zu dem gemacht, was der Konzern heute ist. Ohne Werner Müller würde es Evonik nicht geben. Wir sind ihm bleibend dankbar und verneigen uns in tiefer Trauer vor seinem Lebenswerk."

Bernd Tönjes, Müllers Nachfolger als Vorsitzender der RAG-Stiftung, sagte: "Als Gründungsvater der RAG-Stiftung hat er das Schicksal tausender Bergleute sowie der Bergbauregionen maßgeblich zum Guten gelenkt." Müller habe die berechtigten Interessen aller Beteiligten im Blick gehabt.

Respekt von aktiven Bundespolitikern

Auch im politischen Berlin wurde um den Ex-Wirtschaftsminister getrauert. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer sprach von einer "traurigen Nachricht". Sie habe Müller in der gemeinsamen Arbeit in der RAG-Stiftung "auch als Mensch sehr schätzen gelernt".

Der aktuelle Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier schrieb bei Twitter über seinen Vorgänger:

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Korrektur (18.07.2019, 11:32 Uhr): In einer früheren Version hatten wir eine übermittelte Aussage Martin Albers und nicht Bernd Tönjes zugewiesen. Evonik hatte seine Angaben und wir den Fehler korrigiert.

Stand: 16.07.2019, 12:43

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