Einbrecher schlagen in NRW seltener zu

Einbrecher schlagen in NRW seltener zu

  • Zahl der Wohnungseinbrüche in NRW deutlich gesunken
  • Experten sehen mehrere Ursachen
  • Polizei setzt auf Algorithmen

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in NRW ist im ersten Halbjahr 2018 auf den niedrigsten Stand seit sechs Jahren gesunken. Das Landeskriminalamt (LKA) habe von Januar bis Juni knapp 17.900 Einbrüche verzeichnet, berichtete die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag (15.07.2018). Das seien rund 22 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum gewesen. In etwa der Hälfte der Fälle sei es beim Einbruchversuch geblieben.

Die Aufklärungsquote, die sich in diesem Jahr zwischen 11 und 22 Prozent im Monat bewegte, schnellte im Juni auf 50 Prozent empor. Dies könnte an der Aufklärung einer großen Einbruchserie liegen, die in der Statistik ihren Niederschlag fand.

"Mobile Täter im Visier"

Nach Erkenntnissen der Polizei werden Wohnungseinbrüche vor allem von professionellen mobilen Banden aus Südosteuropa begangen. Dagegen waren die Ermittler mit dem Konzept "Mobile Täter im Visier" vorgegangen. Fast 1.000 reisende Serieneinbrecher wurden so identifiziert.

Mit der Aktion "Riegel vor" hatte die Polizei zudem für eine bessere Sicherung der Wohnungen geworben. Tatsächlich hatte die Branche über steigende Ausgaben für den Einbruchschutz berichtet.

"Big Data" soll bei der Vorhersage helfen

Mit neuartigen Einbruch-Vorhersagen will die Polizei die Zahl weiter senken. Computer sollen mit Hilfe von Algorithmen Tatserien erkennen und die Polizei rechtzeitig auf die richtige Spur führen. "Predictive Policing" heißt das Zauberwort - vorausschauende Polizeiarbeit - bei der nordrhein-westfälischen Polizei unter dem Namen "Skala" bekannt.

Stand: 15.07.2018, 09:56

Aktuelle TV-Sendungen