Weniger Blutspenden: DRK besorgt um Bestände

Mann liegt auf einer Liege und lässt sich Blut abnehmen

Weniger Blutspenden: DRK besorgt um Bestände

  • DRK besorgt um Blutspende-Bestände
  • 2018 gab es 20.000 Spenden weniger als 2017
  • Es fehlen vor allem junge Spender

Weniger Spender, leere Lager, mangelnde Katastrophenvorsorge im Jahr 2018: Das Deutsche Rote Kreuz sorgt sich um die Blutspende-Bestände in NRW. "Über weite Strecken des Jahres haben wir es nicht geschafft, die eigentlich notwendige Menge an Blutkonserven zur Verfügung zu stellen", sagte der Sprecher des Blutspendedienstes West vom DRK, Stephan David Küpper.

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Vor allem in den heißen Sommermonaten und während der Fußball-WM gab es demnach zeitweise bis zu 1.000 Konserven pro Tag zu wenig. Noch vor der abschließenden Auswertung aller Daten geht das DRK von rund 615.000 Spendern in 2018 aus - 20.000 weniger als im Jahr davor.

2018 mussten andere Regionen aushelfen

Sinkende Spendenbereitschaft treibt den Blutspendedienst schon seit Jahren um. Um die Versorgung der Kliniken zu gewährleisten, habe man 2018 daher zeitweise auf DRK-Konserven in anderen Regionen zurückgegriffen.

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Zwar sei es den Ärzten in den vergangenen Jahren gelungen, den Verbrauch durch bessere Methoden und mehr Weitsicht zu senken. Doch sinke die Zahl der regelmäßigen Spender schneller als der Bedarf. Ein Grund sei die Altersstruktur der Stamm-Blutspender: Es fehle an jungen Menschen, die bereit seien, immer wieder Blut zu geben.

Der DRK-Blutspendedienst West deckt nach eigenen Angaben etwa 70 Prozent des Gesamtbedarfs in NRW und ist auch zuständig für Rheinland-Pfalz und das Saarland. Größere Blutspendedienste finden sich zudem an den Unikliniken und in einigen kommunalen Blutspendezentren.

Stand: 14.01.2019, 08:09

Kommentare zum Thema

2 Kommentare

  • 2 Siegfried Rechlin 14.01.2019, 20:17 Uhr

    Ich höre immer, dass das DRK weniger Blutspender beklagt. Viellicht sollte man einmal drüber nachdenken wie man an junge Menschen heran tritt. Ich habe "580" mal Blut und Blutplasma gespendet und insgesamt über 8.100,00€ erhalten! Wobei ich "jede" Woche 500ml Blutplasma gespendet habe. Ich habe allerdings im Plasmazentrum Bochum gespendet. Ich kann kann nur sagen, da war es immer voll und vor allem sehr viel junge Leute und auch sehr viele Frauen! Vielleicht liegt es auch daran, dass man dort eine Aufwandsentschädigung von 15€ Plus einiges an Prämien bekommt. Ich finde, da kann man auch einmal drüber berichten. Auch in verschiedenen Kliniken kann man penden! Ich finde die Beiträge vom DRK doch sehr stark einseitig. MfG von einem fleißigen Spender.

  • 1 Ex-Blutspender 14.01.2019, 17:53 Uhr

    Das DRK sollte sich an die eigene Nase fassen, denn man hat mit den Verfahrensänderungen der letzten Jahre doch etliche treue Blutspender*innen vergrault. Ich weise auf die Kommentare zu diesem Blog-Beitrag hin: https://blog.blutspendedienst-west.de/beitraege/blog/neuer-spenderfragebogen-erklart

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