Weiberfastnacht: Karnevalisten bevölkern die Karnevalshochburgen

Der Karnevals-Auftakt wird von dem Krieg in der Ukraine überschattet. Manche Kneipen haben ihre Partys für Weiberfastnacht abgesagt. Dennoch sind viele Karnevalisten unterwegs, um zu feiern.

Zu sehen sind viele Menschen auf einer Tribüne, die Karneval feiern.


Den Straßenkarneval eröffnet das Kölner Dreigestirn mit dem traditionellen Countdown und drei Mal "Kölle Alaaf" auf dem Alter Markt. "Die Ereignisse der vergangenen Nacht sind natürlich auch an uns nicht spurlos vorbei gegangen", sagt Jungfrau Gerdemie (Björn Braun) zu dem russischen Angriff auf die Ukraine.


Den Straßenkarneval eröffnet das Kölner Dreigestirn mit dem traditionellen Countdown und drei Mal "Kölle Alaaf" auf dem Alter Markt. "Die Ereignisse der vergangenen Nacht sind natürlich auch an uns nicht spurlos vorbei gegangen", sagt Jungfrau Gerdemie (Björn Braun) zu dem russischen Angriff auf die Ukraine.

"Wir schunkeln nicht an den Sorgen der Menschen vorbei. Aber wir lassen uns auch nicht die Grenzen des Frohsinns von Menschen bestimmen, die Freiheit und Frieden mit Füßen treten", ruft Gerdemie von der Bühne.

Manche werden sich nach den Nachrichten am Morgen zur Weiberfastnacht entschlossen haben, zu Hause zu bleiben.

Dennoch sind in der Kölner City einige Tausend Kostümierte unterwegs.

Die Gedanken vieler Jecken sind an diesem Tag sicherlich bei den Menschen in der Ukraine.

Laut dem Festkomitee des Kölner Karnevals ist es das falsche Signal, alle Feierlichkeiten abzusagen: "Heute beginnt der Straßenkarneval, das bedeutet für die Jecken in Köln hauptsächlich individuell feiern, draußen oder in der Kneipe."

Nach zwei Jahren Pandemie sei die Sehnsucht danach sehr groß - und das Absagen mit so kurzem Vorlauf rein organisatorisch auch gar nicht möglich. "Es wäre aus unserer Sicht auch das falsche Signal", heißt es in einem Statement des Festkomitees des Kölner Karnevals. Alle Feierlichkeiten für Rosenmontag hat das Komitee hingegen abgesagt.

Stattdessen soll es am Montag eine Friedens-Demo geben, bei denen auch die Persiflage-Wagen in Form einer Ausstellung auf verschiedenen Plätzen in Köln gezeigt werden.

Bereits am Donnerstag haben mehrere Hundert Menschen auf dem Neumarkt in Köln gegen den Angriff Russlands auf die Ukraine demonstriert.„

Moritz Peters, Sitzungspräsident der Großen Monheimer Karnevalsgesellschaft, sagt beim Rathaussturm: "Uniformen gehören allein in Hände von Karnevalisten". So ist es!

Das Foto erinnert an den 11.11.2021: Die Partymeile am Zülpicher Platz in Köln ist voller kostümierter Jecken.

Alle Feiernden müssen geimpft und geboostert sein.

Und wer in eine Kneipe will braucht zudem einen aktuellen negativen Corona-Test.

Einige feiern lieber privat in Wohnungen.

Ein Bützchen - und für einen Augenblick ist die Welt vergessen.

Ein Erinnerungsbild vor dem Kölner Dom - fotografiert von einem hilfsbereiten Domschweizer.

Mit den 80er-Jahre-Trainingsanzügen geht es sportlich in die "Brauchtumszone" - in Köln ist das die ganze Stadt.

Frisch getestet geht es ab ins Getümmel.


Auf der großen Bühne auf dem Alter Markt treten die Top-Stars des Kölner Karnevals auf.

Auf der Tribüne schunkeln friedlich Clowns, Kühe und Leoparden. Hier ist es einigermaßen voll, aber ...

... insgesamt sind wenige Jecken in Köln unterwegs. Dennoch sind viele Mitarbeiter von Polizei und Ordnungsämtern unterwegs, um für Sicherheit zu sorgen.

Auch in anderen Städten wird gefeiert. Ein bisschen. Normalerweise drängeln sich vor dem Düsseldorfer Rathaus die Möhnen. Die diesjährige Altweiberparty fällt klein aus.

Viel weniger Jecken als sonst sind in die Landeshauptstadt gekommen.


Einige möchten ein bisschen feiern und haben sich prächtig kostümiert. Manche als Möhnen...

... andere als Wikinger.

Diese fröhlichen Luftballons müssen sich um Sicherheitsabstand wegen der Pandemie keine Sorgen machen.

Einer der Treffpunkte für das närrische Volk ist die Treppe am Rhein an der Altstadt.

Am Nachmittag füllen sich auch die Straßen in der Düsseldorfer City.

In der Stadt der Mode glitzern die Jecken um die Wette.

Eine schöne Idee für Leichlinger Kinder hatte der Verein "KG Pappnas un Familich": Die "Kamelle auf dem Schulhof Tour" bringt den Karneval direkt auf den Schulhof der Leichlinger Schulkinder.

Michael Kramp, Sprecher des Kölner Festkomitee Michael Kramp: "Natürlich sind alle Gedanken von jedem kölschen Jeck, der sich heute morgen geschminkt hat und dabei Radio gehört hat, bei den Menschen der Ukraine, die Angst haben um ihr Leben. Andererseits muss man sehen, Karneval ist quasi schon im Gange."

Bleibt die Frage, ob und wie die Karnevalisten den Rest der Session feiern möchten - oder eben auch nicht.

Peace!

Stand: 24.02.2022, 17:17 Uhr