Anklage gegen mutmaßlichen Wehrhahn-Bomber erhoben

Anklage gegen mutmaßlichen Wehrhahn-Bomber erhoben

  • Anklage gegen mutmaßliche "Wehrhahn-Bomber" erhoben
  • Zehn Verletzte und ein totes ungeborenes Baby nach Bombenanschlag
  • Vorwurf: versuchter Mord in zwölf Fällen

Gegen den mutmaßlichen Attentäter von Düsseldorf-Wehrhahn ist Anklage erhoben worden, wie die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft am Donnerstag (07.12.2017) bekannt gab. Dem mutmaßlichen Attentäter, einem Rechtsradikalen, wird zwölffacher versuchter Mord aus Fremdenhass vorgeworfen: Die Opfer waren überwiegend jüdische Einwanderer und Russland-Deutsche.

Ungeborenes Baby starb

Am 27.07.2000 war an der S-Bahnhstation Düsseldorf-Wehrhahn eine Bombe explodiert, die zehn Menschen verletzte und ein ungeborenes Baby im Mutterleib mit einem Metallsplitter tötete. Kurz danach war Ralf S. verhaftet worden, die Beweise gegen den als Waffennarr und Rechtsextremen bekannten Militaria-Händler reichten für eine Anklage aber nicht aus.

Tipp vom Mithäftling

Im Februar 2017 wurde er wieder verhaftet: Ein früherer Mithäftling hatte der Polizei erklärt, der Verdächtige habe ihm den Bombenanschlag gestanden. Daraufhin wurden die Ermittlungen wieder aufgenommen, die zur Verhaftung führten. Der Mann schweigt bisher zu den Vorwürfen.

Stand: 07.12.2017, 21:11