Bremer Fernsehpreis 2021: Doppelerfolg für den WDR

Der Bremer Fernsehpreis ehrt hervorragendes Regionalfernsehen und wird mit Unterbrechungen seit 1974 vergeben.

Bremer Fernsehpreis 2021: Doppelerfolg für den WDR

Der WDR wird zweimal mit dem diesjährigen Bremer Fernsehpreis für  herausragende Beiträge in der Regional- und Lokalberichterstattung ausgezeichnet.

Désirée Rösch

Gewinnerin Désirée Rösch

In der Kategorie "Moderation" gewinnt Désirée Rösch den Preis für die Ausgabe der WDR Lokalzeit Essen am 25.3.2021. In der Jury-Begründung heißt es: "Wenn Désirée Rösch 'Guten Abend' sagt, weiß man: Der Abend wird gut. Dynamisch, freundlich und unglaublich zugewandt moderiert die Journalistin die Lokalzeit. Ob Corona, ob Koalabär - Désirée Rösch nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer an die Hand und führt sie authentisch durch die Sendung. Interviews sind klar strukturiert, die Fragen auf den Punkt, der Nutzen für die Zuschauerinnen und Zuschauer sehr groß. Kein Wunder, dass Désirée Rösch ein gern gesehener Gast in den Wohnzimmern des Reviers ist."

Lokalzeit Dortmund ausgezeichnet

In der Kategorie "Beste leichte Hand" erhält mit "Besser so: Leben für das Rindvieh" (WDR Lokalzeit Dortmund 15.6.2021) ein weiterer WDR-Beitrag die Auszeichnung. Der Film erzählt die Geschichte der 20-jährigen Erzieherin Julie Siemering, die regelmäßig Tiere aus schlechter Haltung zu sich ins Bergische Land holt und sie somit vor dem Schlachthof rettet. Ein Film, der Mensch und Tier in völliger Harmonie zeigt, im Einklang mit sich und der Natur.

Julie Siemering mit einem ihrer Rinder

Julie Siemering mit einem ihrer Rinder

"Autor Olaf Tack, Kameramann Uwe Gruszczynski und Cutter Jan Eidloth stellen mit diesem Beitrag unser Verhältnis zu sogenannten Nutztieren vollständig auf den Kopf. Warum stehen Kühe auf der Weide herum, ohne dass sich ein Mensch um sie kümmert? Es sei denn, es geht ums Melken. Warum finden wir Katzen schnuckelig, schlachten aber Kühe, ohne mit der Wimper zu zucken? Ein sinnliches Beziehungs-Porträt, das uns nachdenklich macht - spätestens beim nächsten Steak", so die Begründung der Jury. Die Redaktion hatte Christian Beisenherz.

Stolz auf die Preisträger:innen

Gabi Ludwig, Chefredakteurin der WDR-Landesprogramme: "Ich bin wirklich stolz auf alle unsere Preisträger:innen. Désirée Rösch ist eine Top-Journalistin. Was ihr in der Sendung vom März gelingt, ist das Ziel für jede gute Lokalzeit-Moderation. Sie macht neugierig auf die Themen, ist natürlich, empathisch und vermittelt das Gefühl, direkt und unmittelbar mit dem Publikum zu sprechen.

Die Kategorie 'Leichte Hand' erzählt die wunderbare Geschichte über die Kuhflüsterin Julie Siemering – so warm, so echt, so 'Lokalzeit' eben. Das Team stellt dabei die junge Frau und ihre Rinder in den Mittelpunkt, behandelt sie mit Respekt, bewertet nicht, hört ihr zu. Die Zuschauer:innen können so alles miterleben und sich eine eigene Meinung bilden."

Der Bremer Fernsehpreis

Der Bremer Fernsehpreis kürt das Beste im Regionalfernsehen deutschsprachiger Fernseh­programme und wird von Radio Bremen im Auftrag der ARD verliehen. Den Preis gibt es mit Unterbrechungen seit 1974. Zahlreiche prominente Autoren und Autorinnen erhielten ihn bereits, unter anderem auch der heutige Jury-Vorsitzende Frank Plasberg.

Der Jury des Bremer Fernsehpreises 2021 gehörten an:

  • Frank Plasberg (ARD-Moderator und Jury-Vorsitzender)
  • Clare Devlin (Crossmedia-Journalistin beim WDR)
  • Gesa Eberl (Moderatorin bei n-tv und RTL)
  • Hans Helmich (Redakteur bei der Deutschen Welle und Medientrainer)
  • Andreas Jölli (Korrespondent des Österreichischen Rundfunks in Berlin und Publizistik-Dozent)
  • Birgitta Weber (SWR-Abteilungsleiterin Inland, Redaktionsleiterin des ARD-Politikmagazins „Report Mainz“, Dozentin für Moderationsseminare an der Hochschule für Medien in Stuttgart)

Stand: 12.11.2021, 21:45

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