Stahlarbeiter streiken auch in Duisburg

Stahlarbeiter halten ein Banner während ihres Warnstreikes in die Höhe

Stahlarbeiter streiken auch in Duisburg

  • IG Metall rief zu Warnstreiks auf
  • Kundgebungen in Duisburg und Siegen
  • Gespräche in der Stahlindustrie verschoben

Im Tarifkonflikt der nordwestdeutschen Stahlindustrie sind am Montag (11.03.2019) Stahlkocher in den Thyssen-Krupp-Werken unter anderem in Bochum und Dortmund in Warnstreik getreten. Erstmals hatte die IG Metall Beschäftigte an allen Standorten in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen aufgerufen, die Arbeit niederzulegen.

In Siegen beteiligten sich Mitarbeiter von Thyssen Krupp und der Deutschen Edelstahlwerke an einem Demonstrationszug. Auch in Duisburg zogen Stahlarbeiter zu einer Kundgebung.

Verhandlungen stocken

Hintergrund ist die fünfte Runde der Tarifverhandlungen, die ursprünglich am Montagabend in Düsseldorf starten sollte, wegen eines Krankheitsfalls aber verschoben werden musste. Die IG Metall fordert für die rund 72.000 Stahlkocher in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen sechs Prozent mehr Geld sowie ein Urlaubsgeld von 1.800 Euro, das auch in freie Tage umgewandelt werden kann.

Die Arbeitgeber haben bisher eine Erhöhung von 2,5 Prozent bei einer Laufzeit von 27 Monaten angeboten.

Falls bei den Arbeitgebern keine Bereitschaft zur Einigung bestehe, werde "eine weitere Eskalation in der Tarifrunde nicht zu verhindern sein", hatte Knut Giesler, IG Metall-Bezirksleiter NRW und Verhandlungsführer der Gewerkschaft, bereits am Mittwoch angekündigt.

Duisburg: Wir sind Stahl NRW2Go 01.01.2017 00:36 Min. Verfügbar bis 30.12.2099 WDR

Stand: 11.03.2019, 16:01

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