Nach Warnstreik: Weiter Störungen im NRW-Bahnverkehr

Nach Warnstreik: Weiter Störungen im NRW-Bahnverkehr

  • Massive Warnstreiks bei der Bahn am Montag
  • DB-Regioverkehr in NRW war komplett eingestellt
  • Störungen den ganzen Tag über erwartet

Der vierstündige Warnstreik bei der Deutschen Bahn hat am Montag (10.12.2018) zu zahlreichen Ausfällen und Verspätungen geführt. Die Probleme können noch bis zum späten Montagabend andauern. Für Dienstag rechnet die Bahn wieder mit einem regulären Zugverkehr.

Laut Bahn waren "alle Linien" in NRW von dem Ausstand betroffen. Der Betrieb stand weitgehend still. Es fuhren im Berufsverkehr zwischenzeitlich keine DB-Regionalzüge mehr. Der Fernverkehr wurde bundesweit eingestellt.

Warnstreiks: Zugverkehr weitgehend lahmgelegt

WDR 5 Morgenecho - Beiträge | 10.12.2018 | 05:28 Min.

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Fahrplan-App mit streikbedingten Fehlern

Verspätungen und Zugausfälle drohen Bahnreisenden den ganzen Tag über. Ein Bahn-Sprecher räumte auch streikbedingte Fehler auf der Fahrplan-App ein und bat die Reisenden um Entschuldigung. Neue Streiks sind laut Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) vorerst nicht geplant.

Etwa 25 zentrale Stellwerke wurden zwischen 5 und 9 Uhr allein in NRW bestreikt. "Wenn keine Signale und Weichen gestellt werden, kann auch kein Zug fahren", sagte ein Bahnsprecher in Düsseldorf. Dadurch wurde auch der Zugbetrieb von privaten Bahn-Wettbewerbern gestört.

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Störungen sollen andauern

Auch nach Streikende herrschte an den vielen Bahnhöfen noch Chaos. Am Düsseldorfer Hauptbahnhof gab es die Lautsprecher-Durchsage, dass es noch bis zum Montagabend zu Beeinträchtigungen komme.

Ratlos und uninformiert

Köln, 10.12.2018: Reisende stehen im Hauptbahnhof vor dem Auskunftschalter.

Warnstreik bei der Deutschen Bahn: Folgen in Köln

Auf den NRW-Bahnhöfen wie in Aachen standen Reisende herum und wirkten teils ziemlich ratlos. Vereinzelt fuhren trotz Streiks Züge. Von Siegen in Richtung Hagen lief es zwischenzeitlich zumindest einigermaßen nach Plan.

Sowohl S-Bahnen, Regional- und Fernverkehr sowie die Güterbahn waren betroffen. Weitere Streikschwerpunkte lagen am frühen Montagmorgen in Süddeutschland - in Bayern wurde der Zugverkehr komplett eingestellt.

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Fernverkehrstickets werden erstattet

Die Bahn teilte mit, Fernverkehrstickets mit Gültigkeit vom Montag könnten bis einschließlich Sonntag (16.12.2018) genutzt werden.

Tarifverhandlungen abgebrochen

Die EVG hatte am Samstag (08.12.2018) die Tarifverhandlungen mit der Bahn abgebrochen und Warnstreiks angekündigt. Die Bahn sprach von einer völlig überflüssigen Eskalation.

Stand: 10.12.2018, 18:01

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