Flugbetrieb in NRW wieder normal

Ein Flugzeug und ein Mann vor dem Flugzeug

Flugbetrieb in NRW wieder normal

  • Flugbetrieb an NRW-Flughäfen wieder normalisiert
  • Ganztägige Warnstreiks des Sicherheitspersonals in Düsseldorf und Köln/Bonn
  • Massive Flugausfälle und Verspätungen am Donnerstag

An den Flughäfen in Düsseldorf und Köln/Bonn läuft wieder alles nach Plan. Der Flugbetrieb am Freitagmorgen (11.01.2019) sei ohne Probleme gestartet, sagte eine Sprecherin des Köln/Bonner Flughafens dem WDR. Auch am Flughafen Düsseldorf werde nach Plan geflogen, sagte eine Sprecherin.

Der Warnstreik des Sicherheitspersonals hatte an den beiden Flughäfen am Donnerstag für Flugausfälle und Verspätungen gesorgt. In Düsseldorf fielen 370 der 580 geplanten Starts und Landungen aus, am Flughafen Köln/Bonn wurden 131 der 199 Flüge gestrichen. Andere Flüge wurden kurzerhand auf Regionalflughäfen in Paderborn-Lippstadt, Weeze und Münster umgeleitet.

Warnstreiks an NRW-Flughäfen

WDR 2 10.01.2019 03:29 Min. WDR 2

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Viele Fluggäste reisen gar nicht an

Warteschlange im Düsseldorfer Flughafen

Schlangen im Terminal

Die Warnstreiks waren am Mittwochmorgen angekündigt worden. "Da die Airlines bereits im Vorfeld Flüge gestrichen und ihre Passagiere informiert haben, reisen die meisten betroffenen Fluggäste gar nicht erst an. Die Terminals sind deutlich leerer als sonst", teilte der Köln/Bonner Flughafen mit. Schlangen gab es trotzdem an den wenigen offenen Kontrollstellen.

20 Euro Stundenlohn

Streikende Sicherheitsmitarbeiter am Düsseldorfer Flughafen

Streikende fordern 20 Euro Stundenlohn

Mit den Warnstreiks wollte das private Sicherheitspersonal, das unter anderem Fracht, Passagiere und Gepäck kontrolliert, ihrer Forderung nach mehr Lohn Nachdruck verleihen. Die Gewerkschaft Verdi fordert 20 Euro Stundenlohn für die bundesweit 23.000 Beschäftigten.

An dem Warnstreik beteiligten sich laut Verdi 380 Beschäftigte in Düsseldorf, in Köln/Bonn waren es 450. Der Flughafenverband ADV kritisierte den Ausstand. Er sei "überzogen, rücksichtslos und unverantwortlich", so Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Die Tarifgespräche werden am 23. Januar in Berlin fortgesetzt.

Stand: 11.01.2019, 07:56

Kommentare zum Thema

4 Kommentare

  • 4 Es ist mir 10.01.2019, 20:13 Uhr

    noch zu wenig gejammer von Betroffenen Fluggäste hier!

  • 3 CWB 10.01.2019, 19:19 Uhr

    es ist doch unfassbar!! Ich selbst durfte/musste die Mächte dieser Organisationen (Kötter/Bundespolizei) erleben. Jetzt diese unfassbaren Forderungen. Gern trägt der normale Bürger all dies!!!

    Antworten (1)
    • es ist doch unfassbar!! 10.01.2019, 20:05 Uhr

      Dass Sie das aufregt! Oder spricht da der Neid?

  • 2 Tom Müller 10.01.2019, 14:58 Uhr

    Natürlich bin ich für eine angemessene Bezahlung der Mitarbeiter an Flughäfen, aber der geforderte Gehaltssprung scheint mir doch arg überzogen zu sein. Abgesehen davon finde ich es absolut unmöglich, Menschen/Familien um ihren Urlaub und das Geld zu bringen! Ich hoffe sehr, dass jemand -oder noch besser viele!! - Verdi auf Schadensersatz verklagt... Denn für den Reiseveranstalter, den Flughafenbetreiber und die Fluglinien mag das höhere Gewalt sein, aber für Verdi??

    Antworten (1)
    • Genau Tom! 10.01.2019, 20:09 Uhr

      Zurück zur Sklaverei! Hauptsache ihr Urlaub ist sicher!

  • 1 Gerhard Möhle 10.01.2019, 13:56 Uhr

    Moin, was ich nicht so recht verstehe ist, wieso Unternehmen wie die Flughäfen den Bedarf der Mitarbeiter nicht richtig einschätzen. Die werden von hoch bezahlten Managern geführt. Die wissen genau, was in ihren Unternehmen los ist. Die Gewerkschaften und der Betriebsrat kennen die Misere und Sorgen der Mitarbeiter und machen die Geschäftsleitungen darauf aufmerksam. Auch die Gewerkschaften werden von fähigen und gut bezahlten Leuten geführt. Alle beide Unternehmen, die Flughafen-Betreiber und die Gewerkschaften sind Dienstleister am zahlenden Kunden, letzten Endes an den Passagieren. Trotzdem verhandeln sie nicht so lange bis sie zu einem Ergebnis kommen das beide Seiten zufrieden stellt, sondern sie lassen es darauf ankommen. Sie treiben dieses: 'Ich will mehr!' 'Nöh, kriegste nicht!'-Machtspielchen so weit bis gestreikt wird. Die zahlenden Kunden müssen darunter leiden und werden auch noch um Verständnis gebeten. Letzten Endes wird ein Kompromiss gefunden, warum nicht gleich so?

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