Leere Briefkästen: Beschäftigte der Post streikten erneut

Ein Schild der mit der Aufschrift "Heute Streik" steht vor einer Deutsche-Post-DHL-Niederlassung.

Leere Briefkästen: Beschäftigte der Post streikten erneut

Und wieder herrschte vielerorts gähnende Leere im Briefkasten: Die Beschäftigten der Deutschen Post haben am Samstag erneut gestreikt. Sie fordern eine Lohnerhöhung.

Die Gewerkschaft Verdi hatte im Tarifstreit mit der Post erneut zu Warnstreiks in NRW aufgerufen. Beschäftigte in Bochum, Lippstadt, Arnsberg, Beckum, Erwitte, Willich, Solingen, Düsseldorf, Paderborn und Münster waren ganztägig in den Warnstreik getreten. Das teilte die Gewerkschaft mit.

Um Wahlunterlagen musste sich aber niemand sorgen – diese wurden priorisiert behandelt, bestätigte die Deutsche Post dem WDR.

Verdi fordert für die rund 140.000 Tarifbeschäftigten der Post eine lineare Lohnerhöhung von 5,5 Prozent. Die Gewerkschaft begründet ihre Tarifforderung unter anderem mit guten Geschäften der Post dank des Online-Paketbooms. Der Bonner Postkonzern hat nach eigenen Angaben bisher noch kein Angebot vorgelegt. Das Unternehmen verweist auf Einbußen bei der Werbepost.

Post: Anteil von liegengebliebenen Sendungen gering

Bereits am Freitag (11.09.2020) hatten Postbeschäftigte in den Regionen Aachen, Köln, Gütersloh und Dortmund die Arbeit niedergelegt. Auch Freudenberg, Minden, Mönchengladbach, Werl und Moers sind laut Gewerkschaft betroffen gewesen. Nach Angaben der Post war der Anteil liegengebliebener Sendungen aber gering.

In NRW arbeiten rund 30.000 Tarifbeschäftigte der Post.

Stand: 14.09.2020, 08:12

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