Gewerkschaft und Bahn: Vorerst keine neuen Streiks in NRW

Gewerkschaft und Bahn: Vorerst keine neuen Streiks in NRW

  • Bahn und EVG wollen wieder verhandeln
  • Gewerkschaft plant vorerst keine Warnstreiks
  • Bahnverkehr war komplett lahmgelegt

Hoffnung für tausende Bahnpendler in NRW: Nach dem Warnstreik bei der Deutschen Bahn werden am Dienstag (11.12.2018, 14 Uhr in Berlin) die Tarifverhandlungen mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fortgesetzt. Weitere Warnstreiks sind laut EVG vorerst nicht geplant. "Unser oberstes Ziel ist, am Verhandlungstisch ein Ergebnis zu erreichen", sagte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba.

Erster Warnstreik seit dreieinhalb Jahren

Der erste Bahnstreik seit dreieinhalb Jahren hat am Montag vor allem NRW stark getroffen. Zeitweise war der komplette Zugverkehr eingestellt. Insgesamt 25 zentrale Stellwerke wurden nach Bahnangaben bestreikt.

Die Auswirkungen sollen noch den ganzen Tag zu spüren sein. Weil auch Informationssysteme auf der Bahn-Webseite und im DB-Navigator betroffen waren, konnten Kunden nicht ordentlich informiert werden.

Warnstreiks: Zugverkehr weitgehend lahmgelegt

WDR 5 Morgenecho - Beiträge | 10.12.2018 | 05:28 Min.

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Zuversicht bei der Bahn

Die Bahn zeigt sich angesichts der neuen Verhandlungen zuversichtlich: "Wir sind sehr optimistisch und gehen mit großem Einigungswillen in die Gespräche", sagte ein Bahnsprecher am Montag.

Ein EVG-Sprecher sagte, die Bahn habe noch kein neues schriftliches Angebot vorgelegt. "Ich gehe aber davon aus, dass das am Dienstag passieren wird."

Der Tarifkonflikt hinter dem Streik

WDR 5 Profit - Topthemen aus der Wirtschaft | 10.12.2018 | 04:10 Min.

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In dem Tarifkonflikt fordert die EVG 7,5 Prozent mehr Gehalt für die Mitarbeiter und Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen. Die Bahn hatte ein Angebot für eine Entgelt-Erhöhung von insgesamt 5,1 Prozent in zwei Stufen und eine Einmalzahlung von 500 Euro vorgelegt.

Stand: 10.12.2018, 16:10

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