Wälder in NRW stehen wegen Dürre vor dem Kollaps

Wälder in NRW stehen wegen Dürre vor dem Kollaps

  • Dürre schädigt NRW-Wälder
  • Bereits Millionen Bäume tot
  • Viele Landesteile betroffen

Der zweite Dürresommer in Folge könnte für die Waldgebiete in NRW dramatische Auswirkungen haben. Nach Angaben des Landesbetriebs Wald und Holz sind seit Anfang 2018 bereits fünf Millionen Bäume durch die Trockenheit abgestorben oder einem Sturm zum Opfer gefallen. Je nachdem wie lange die aktuelle Trockenperiode anhält, könnte sich diese Entwicklung noch beschleunigen.

Waldsterben 2.0 - Wie schlimm ist es wirklich?

WDR RheinBlick 26.07.2019 25:25 Min. Verfügbar bis 26.07.2020 WDR Online

Download

Kommunen müssen roden

Einige Beispiele: In Ahaus sollen in den kommenden Wochen 70 Bäume gefällt werden, wie am Montag (22.07.2019) bekannt wurde. In Lüdinghausen sind es rund 100. Auch wenn die Bäume noch nicht völlig tot sind, müssen die Kommunen eingreifen: Die Kronen sterben als Erstes ab und werden instabil. Herabstürzende Äste können Fußgänger schwer verletzen.

Kölner Stadtwald zu 40 Prozent gefährdet

Auch im Kölner Stadtwald müssen zurzeit weite Fläche gerodet werden. Rund 40 Prozent des Altbaum-Bestands sind nach Aussage von Stadtförster Michael Hundt akut gefährdet.

Trockenheit und Borkenkäfer setzen Waldbauern unter Druck

WDR 5 Profit - Topthemen aus der Wirtschaft 02.07.2019 12:38 Min. Verfügbar bis 01.07.2020 WDR 5

Download

Die geschwächten Bäume könnten sich nicht mehr gegen Schädlinge, Pilze und Bakterien wehren: Wahrscheinlich müsse das große Naherholungsgebiet nach mehr als 100 Jahren wieder ganz von vorne anfangen, befürchtet Hundt.

Holzpreis am Boden

Ähnliche Meldungen gibt es auch aus dem Sauerland - dort könnte das befürchtete Waldsterben für viele Nutzholzbetriebe das Aus bedeuten. Schon jetzt sind die Marktpreise für Holz massiv gefallen.

Bleibt der Regen weiter aus, wird das Überangebot weiter steigen. Betroffen sind vor schnell wachsende Baumarten wie Birken und Fichten, die wegen ihres flachen Wurzelwerks nur relativ kurze Trockenperioden überstehen können.

Düsseldorf plant für die Zukunft

In Düsseldorf will die Stadtverwaltung nun auf den erwarteten Klimawandel reagieren: Mit wissenschaftlicher Hilfe hat die Stadt eine Liste von Baumarten erstellt, die besonders gut mit der erwarteten Erderwärmung zurecht kommen.

Auf der "Zukunftsbaumliste" stehen in Deutschland bekannte Namen wie Eiche und Feldahorn, aber auch Exoten wie der Ginkgo.

Hitzeresistente Pflanzen Servicezeit 09.07.2019 04:04 Min. UT Verfügbar bis 09.07.2020 WDR Von Anja Koenzen

Stand: 22.07.2019, 16:14

Kommentare zum Thema

7 Kommentare

  • 7 BBI 24.07.2019, 09:19 Uhr

    Wer sagt, dass die Dürre nach diesem Jahr zuende ist? In Kalifornien dauerte die große Dürre von 2011 bis 2017, und sowas wird sich da wiederholen. Wenn hier wirklich ein Umschlagpunkt bei den Wettermustern erreicht ist , dass die feuchten Westwinde dauerhaft für lange Zeiten unterbrochen werden, dann hat eben Deutschland regelmäßig ein absolut sommertrockenes, heißes, mediterranes Klima. Wie sonst in Spanien oder Süditalien.

  • 6 Waldbauer 23.07.2019, 17:26 Uhr

    @Hugo 15:15 Uhr : Das war SPASS, Ironie. Glaubst du wirklich, dass das alles bis Weihnachten wieder grün ist ? Ich fass es nicht ! Wann bist du das letzte Mal im Randsauerland gewesen? Vor Jahren? Ja, da war noch alles grün. Manomanoman !

  • 5 Marika 23.07.2019, 15:27 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 4 Gigo 23.07.2019, 15:11 Uhr

    Freie Sicht aufs Mittelmeer endlich

    Antworten (1)
    • Martin 24.07.2019, 06:46 Uhr

      Endlich :o)

  • 3 André 23.07.2019, 11:45 Uhr

    >Der zweite Dürresommer in Folge könnte für die Waldgebiete in NRW dramatische Auswirkungen haben. < --- KÖNNTE ??? Er wird Folgen haben, er hat schon jetzt !!! Die Gem. Möhnesee z.B. muss ihren gesamten Fichtenbestand fällen. In anderen Gebieten ist es ähnlich.

  • 2 Waldbauer 23.07.2019, 11:26 Uhr

    Blödsinn, alles Panikmache von ein paar pubertierenden Kids ! Spätestens Weihnachten ist das alles wieder grün !

    Antworten (1)
    • Hugo 23.07.2019, 15:15 Uhr

      Genau richtig die sollten alle mit der.polizei zur Schule.gebracht werden

  • 1 André 23.07.2019, 11:24 Uhr

    „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet Ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“ --- Anscheinend brauchen wir gar nicht mehr roden, da ist schon in 2 Jahren nichts mehr da. Erst die Fichten, dann die Buchen, dann ..... .

Aktuelle TV-Sendungen