Höchste Waldbrandstufe in NRW

Höchste Waldbrandstufe in NRW

  • Waldbrandgefahr in NRW weiterhin hoch
  • Örtlich wird höchste Warnstufe erreicht
  • Entwarnung ist vorerst nicht in Sicht

Der vom Deutschen Wetterdienst erstellte Waldbrandgefahrenindex (WBI) erreicht auch in den nächsten Tagen in vielen NRW-Regionen die Stufe vier von fünf. Örtlich wird am Donnerstag (26.07.2018) auch mit sehr hoher Waldbrandgefahr von Stufe fünf gerechnet.

Sehr hohe Gefahr besteht nach DWD-Angaben dann im Gebiet zwischen Münster, Bielefeld, Lippstadt (Kreis Soest), Verl (Kreis Gütersloh) und dem östlichen Ruhrgebiet.

Der NRW-Landesbetrieb Wald und Holz warnte bereits am Montag (23.07.2018) vor hoher Waldbrandgefahr. Es sei besondere Vorsicht erforderlich, um durch umsichtiges Verhalten Waldbrände zu vermeiden.

Hinweise zur Vermeidung von Waldbränden

  • Halten Sie sich an das gesetzliche Rauchverbot im Wald – es gilt vom 01. März bis zum 31. Oktober.
  • Beachten Sie das Verbot offenen Feuers im Wald und im Abstand von 100 Metern vom Wald.
  • Nehmen Sie Glas mit aus dem Wald – Der Brennglaseffekt kann Waldbrände auslösen.
  • Lassen Sie Waldwege und Waldzufahrten frei – sie dienen als Rettungswege.
  • Stellen Sie Ihr Kraftfahrzeug nur auf befestigten Flächen ab – der heiße Auspuff / Katalysator kann trockenes Gras in Brand setzen.
  • Drücken Sie Ihre Zigaretten aus. Glimmend weggeworfene Kippen lösen immer wieder Waldbrände aus.

Quelle: NRW-Landesbetrieb Wald und Holz

"Es wurde in allen 16 Regionalforstämtern in NRW eine Rufbereitschaft eingerichtet", sagte Michael Blaschke vom Landesbetrieb Wald und Holz am Dienstag (24.07.2018). "Damit ist immer ein Ortskundiger greifbar, der die Feuerwehr zum Brandherd führen kann." 27 Prozent der Fläche von NRW bestehe aus Wald.

In den vergangenen Wochen gab es in NRW aufgrund der Trockenheit mehrere Brände. Allein in Altena (Märkischer Kreis) sind Mitte Juli rund 10.000 Quadratmeter Wald abgebrannt.

Feuerturmwächter im Ruhrgebiet

"Am brenzligsten ist die Lage derzeit am Niederrhein, weil dort die Böden besonders trocken sind", sagte Blaschke. "Dort wird überlegt, ob Waldstücke gesperrt werden sollen."

Auch die Feuerturmwächter im Ruhrgebiet auf ihren drei rund 40 Meter hohen Türmen des Forstwirtschaftsverbands "Ruhr Grün" im Dauereinsatz. Gerade ältere Bäume hätten Probleme mit der Trockenheit. So würden manche Buchen im mittleren Ruhrgebiet schon Blätter verlieren oder ganz absterben, heißt es vom Forststützpunkt Emscherbruch des Regionalverbandes Ruhr.

Überwachungsflüge möglich

Beobachtet werden kann die Lage auch aus der Luft: Für Überwachungsflüge sind in NRW die Bezirksregierungen zuständig. Solche Flüge würden jedoch erst durchgeführt, wenn flächendeckend die höchste Gefahrenstufe fünf erreicht sei, teilte die Bezirksregierung Düsseldorf am Dienstag dem WDR mit.

Genügend Feuerwehrleute

Um Waldbrände zu bekämpfen, stehe der Feuerwehr in NRW ausreichend Personal zur Verfügung, sagte Christoph Schöneborn vom Landesfeuerwehrverband NRW. Vor allem auf dem Land sei die Freiwillige Feuerwehr gefragt. Löschflugzeuge habe die Feuerwehr zwar nicht, aber es gebe genug Personal vor Ort. Auch das NRW-Innenministerium sieht das Land für die Bekämpfung größerer Waldbrände gut aufgestellt.

Stand: 25.07.2018, 12:06

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