Waldbrandgefahr in NRW: Bußen für Rauchen und Grillen

Warnschild Waldbrandgefahr

Waldbrandgefahr in NRW: Bußen für Rauchen und Grillen

Von Claudia Wiggenbröker

  • Hohe Temperaturen und kaum Regen
  • Waldbrandgefahr liegt bei Stufe 3 und 4
  • Bußgelder fürs Rauchen und Grillen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt am Ostersonntag (21.04.2019) vor Bränden auf Wald- und Grasflächen. Laut dem Waldbrandindex des Wetterdienstes liege die Gefahr in Nordrhein-Westfalen bei Stufe 3 von 5. Am Niederrhein werde die Gefahr sogar auf Stufe 4 eingeschätzt.

"Wir haben durchweg hohe Temperaturen und ungeschützte Sonneneinstrahlung. Zudem hat es seit Tagen nicht mehr geregnet", sagte DWD-Meteorologin Yvonne Tuchscherer am Freitag. Mit Regen sei vorerst nicht zu rechnen.

Am Samstag (20.04.2019) hat es bereits im Hildener Stadtwald gebrannt. 170 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die Flammen zu löschen. Nach den sommerlichen Temperaturen der vergangenen Tage brennt das trockene Unterholz besonders schnell. Die Brandursache ist noch unklar.

Strafe fürs Rauchen und Grillen im Wald

Die Versicherung R+V hat statistisch erfasst, dass Waldbrände häufig durch Menschen verursacht werden - beispielsweise, wenn glimmende Zigarettenstummel in den Forst geworfen werden. Raucher, die sich von Anfang März bis Ende Oktober mit Zigarette im Wald erwischen lassen, müssen mit 80 Euro Bußgeld rechnen.

Auch Grillen kann zu einem teuren Vergnügen werden: Das Braten von Würstchen und Co. ist nur in gekennzeichneten Flächen erlaubt. Wer trotzdem in anderen Bereichen direkt im Wald oder mit einem Abstand von weniger als 100 Metern zum Waldrand grillt, risikiert eine Strafe: Die Stadt Köln verhängt beispielsweise Bußgelder von bis zu 500 Euro, wenn Grillkohle einen Brand verursacht.

Wer dennoch nicht aufs Grillen im Freien verzichten will, kann auf den Webseite seiner Stadt in der Regel erfahren, an welchen öffentlichen Orten Grillen erlaubt ist.

Stand: 21.04.2019, 15:24

Aktuelle TV-Sendungen