Vermögenssteuer: Wer ist davon betroffen?

Vermögenssteuer: Wer ist davon betroffen?

  • SPD will Vermögenssteuer einführen
  • Multimillionäre und Milliardäre betroffen
  • Wirtschaftswissenschaftler warnt vor Aufwand

Was soll die Vermögenssteuer bringen?

Die SPD verspricht sich von der Wiedereinführung Steuereinnahmen von etwa zehn Milliarden Euro im Jahr. Der Verwaltungsaufwand soll fünf bis acht Prozent dieser Summe kosten, also maximal 800 Millionen Euro pro Jahr.

Wer ist betroffen?

Die Steuer soll für Multimillionäre und Milliardäre gelten und ein Prozent des Vermögens pro Jahr betragen. Bei besonders großen Summen sind auch 1,5 Prozent denkbar. Zum Vermögen werden Grundbesitz, Immobilien, Unternehmensanteile und Barvermögen gezählt. Mit hohen Freiberträgen soll laut SPD verhindert werden, dass nicht "Klein-Omas Häuschen" darunter fällt, sondern erst Summen ab mehreren Millionen Euro. Für Betriebsvermögen soll es "Verschonungsregeln im Krisenfall" geben.

Vermögenssteuer: "Das Dümmste, was man machen kann"

WDR 5 Mittagsecho 26.08.2019 05:57 Min. Verfügbar bis 25.08.2020 WDR 5

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Die SPD geht laut dem Eckpunkte-Plan davon aus, dass ein bis zwei Prozent der größten Vermögen unter die neue Regelung fallen würden. Kleine und mittlere Einkommen sollten im Gegenzug steuerlich entlastet werden.

Wie sind die Reaktionen?

Die CDU und FDP lehnen eine Vermögenssteuer ab. Den Linken gehen die Pläne nicht weit genug. Der Freiburger Wirtschaftswissenschaftler Bernd Raffelhüschen sagte im WDR, die Ermittlung des jeweiligen Wertes des Vermögens sei schwer zu erfassen. Effizienter sei es, den Ertrag beim Verkauf des Vermögens zu versteuern, darunter Oldtimer oder Häuser.

Stand: 26.08.2019, 16:11

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