Sollten Kita-Kinder absichtlich vergiftet werden?

Symbolbild: Kita-Kinder sitzen am Tisch und essen

Sollten Kita-Kinder absichtlich vergiftet werden?

Von Frank Menke

  • Essen in Leverkusener Kita vergiftet
  • Speisen für die Kinder rochen nach Chemikalien
  • Träger stellt Anzeige gegen Unbekannt

In einer Leverkusener Kindertagesstätte ist offenbar zweimal das Essen vergiftet worden. "Die Kinder sind mit dem Essen nicht in Kontakt gekommen, weil das Kita-Team die Verunreinigungen vor der Essensausgabe bemerkt hat. Die Meldekette hat funktioniert", sagte Nadja Georgi, Fachbereichsleiterin des evangelischen Kita-Trägers, dem WDR am Mittwoch (27.03.2019).

Laut Polizei Leverkusen kam es zu den Vorfällen an zwei Tagen im Januar und Februar. Einer Mitarbeiterin der Küche sei aufgefallen, dass die Speisen für die Kinder nach Chemikalien rochen. Deshalb wurde das Essen rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen.

Verdacht der vorsätzlichen Vergiftung

Es besteht der Verdacht, dass die Kinder mit Vorsatz vergiftet werden sollten, womöglich sogar von einem Mitarbeiter der Kita. Laut Fachbereichsleiterin Georgi haben Laboruntersuchungen des Caterers ergeben, dass das Essen gezielt verunreinigt worden sei. In den Speisen seien Bestandteile eines Reinigungsmittels nachgewiesen worden, das in der Kita benutzt wurde.

Anzeige gegen Unbekannt

Laut Diakoniepfarrer Hans Höroldt, Geschäftsführer des Kita-Verbundes des evangelischen Kirchenkreises, wurde Anzeige gegen Unbekannt gestellt sowie das Landesjugend- und Gesundheitsamt über die Vorfälle informiert. Die Ausgabe der Speisen wird nun streng kontrolliert: "Wir haben das Sechs-Augen-Prinzip bei der Entgegennahme des Essens organisiert. Wir geben auch täglich Proben des Essens in ein entsprechendes Labor zur Überprüfung", sagte Höroldt dem WDR.

Stand: 27.03.2019, 20:11

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