Der ideale Valentinstag - für die Floristen

Ein Herz und Rosen

Der ideale Valentinstag - für die Floristen

Von Sabine Tenta

  • Valentinstag wird weltweit gefeiert
  • Blumenbranche verkauft deutlich mehr
  • 14.02.2019 ist ideal für die Branche

Der Valentinstag (14.02.2019) ist einer der Hauptverkaufstage für die Blumenbranche. Neben Süßigkeiten werden besonders gerne Blumen verschenkt. Deutschlandweit setzte der Blumenhandel in den letzten Jahren rund um den Valentinstag zwischen 120 und 130 Millionen Euro um, so der Fachverband Deutscher Floristen.

Doch wie gut das Geschäft wirklich läuft, hängt von mehreren Faktoren ab. Dieses Jahr liegt der Valentinstag ideal, meinen zwei Großhändler aus NRW. Und zwar aus drei Gründen.

1. Grund: Kein Karneval

Ein Mann auf dem Rosenmontagszug hält eine Strauß Rosen in der Hand

Rosenmontagszug

Gerne fällt der Valentinstag mal mitten in den Karneval. Insbesondere im Rheinland kann das zu Umsatzeinbußen führen. Auch wenn der Rosenmontag die Blume bereits im Namen trägt und in den Umzügen gerne Sträuße geworfen werden - der Valentins-Umsatz leidet.

Peter Hecker, Geschäftsführer des Blumengroßmarkts Düsseldorf, ist seit vielen Jahren in der Branche tätig. Er sagt: "Valentinstag an einem Rosenmontag oder Veilchendienstag sind ganz schlecht, auch am Freitag nach Weiberfastnacht." Im letzten Jahr fiel der Valentinstag auf den Aschermittwoch. Auch nicht so toll, "aber das ging noch einigermaßen", so Hecker.

2. Grund: Ein Wochentag

Für den Blumengroßmarkt in Dortmund verspricht der diesjährige Valentinstag gute Umsätze, weil er mitten in der Woche liegt: "Da kaufen die Leute schon mal auf dem Weg zur Arbeit oder danach Blumen", weiß Geschäftsführer Herbert Kettermann. Oder auch davor und danach.

Denn das ist die Beobachtung von Peter Hecker aus Düsseldorf: "Unter der Woche werden die ganzen Büroliebschaften mitbedacht. Am Wochenende bekommt nur die Freundin oder die Ehefrau Blumen."

3. Grund: Hoch Dorit

Und das Wetter spielt in diesem Jahr perfekt mit. Mitte Februar könnte der Winter auch noch mal seine Krallen zeigen. Frostige Temperaturen und schlechte Straßenverhältnisse sind alles andere als förderlich fürs Floristengeschäft: "Bei Schnee werden kaum Blumen gekauft, da wollen alle nur schnell nach Hause", so Herbert Kettermann aus Dortmund.

Doch in diesem Jahr sorgt Hoch Dorit mit Sonnenschein und vorfrühlingshaften Temperaturen für beste Bedingungen. Die Menschen gehen nicht nur vor die Tür, sondern haben verstärkt Sehnsucht nach etwas Blühendem.

Stand: 14.02.2019, 06:00

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