Urteil zu Campingplatz-Explosion in Lüdinghausen

Im Vordergrund stehen Campingwagen, im Hintergrund Feuer.

Urteil zu Campingplatz-Explosion in Lüdinghausen

  • Sechs Jahre Haft für Lüdinghausener
  • Eigene Wohnwagen gesprengt
  • Niemand verletzt

Wegen Brandstiftung und Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion hat das Landgericht Münster am Donnerstag (10.10.2019) ein Mann aus Lüdinghausen zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Der 55-Jährige hatte im März auf einem Campingplatz in Lüdinghausen eine Gasflasche in einem seiner Wohnwagen aufgedreht, eine Kerze angezündet und so absichtlich die Explosion ausgelöst. Dabei waren die beiden Wohnwagen des Verurteilten zerstört worden. Weitere Schäden gab es nicht, niemand war verletzt worden.

Er habe aus Verzweiflung und Einsamkeit einen Schlussstrich unter seine Zeit in Lüdinghausen ziehen und woanders neu anfangen wollen, so die Richter am Donnerstag. Bekannte schildern den 55-jährigen als friedliebenden Mann, der viele Nackenschläge erlitten habe. Er selber hatte vor Gericht wiederholt betont, er habe niemanden verletzen oder schädigen wollen. Die Explosion sei Folge einer Kurzschluss-Aktion gewesen.

Prozess Explosion auf Campingplatz Lüdinghausen Lokalzeit Münsterland 03.09.2019 01:28 Min. Verfügbar bis 03.09.2020 WDR Von Andras Lorek

Stand: 10.10.2019, 18:02

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