Teure Herbstferien in Deutschland - wie man bezahlbare Angebote findet

Norderney am Abend.

Teure Herbstferien in Deutschland - wie man bezahlbare Angebote findet

Bald gehen die Herbstferien los. Neben Auslandsreisen ist auch Urlaub in Deutschland gerade beliebt – und teuer. Woran das liegt und wo man noch etwas Bezahlbares finden kann.

Die letzte Schulwoche vor den Herbstferien in NRW ist gestartet und viele fiebern dem Urlaub seit Corona nochmal mehr entgegen. Einige zieht es für ein letztes Bisschen Sommerwärme in den Süden – aber auch bei Reisen in Deutschland ist die Nachfrage wieder groß.

In einigen Bundesländern ist 2G möglich

Im Hinblick auf die Corona-Regeln, ist Urlaub in Deutschland in den Herbstferien gut möglich – mit den gewohnten Einschränkungen. In allen Bundesländern gilt in Hotels und Gastronomie grundsätzlich das 3G-Prinzip - also geimpft, genesen oder getestet - und es gibt einander ähnelnde weitere Auflagen wie Mindestabstand und Maskenpflicht.

Einige Bundesländer stellen es Betrieben frei, auf 2G statt 3G umzustellen – dann gilt also: Wer übernachten will, muss geimpft oder genesen sein. Aktuell ermöglichen laut des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands folgende Bundesländer eine 2G-Regelung: Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Starker Preisanstieg u. a. in Bayern, Sachsen und Niedersachsen

Die mittlerweile gelockerten Corona-Regeln sorgen für eine gestiegene Nachfrage. So wird Urlaub in Deutschland teurer, insbesondere in den beliebten Regionen, erklärt Tourismus-Teamleiterin Marina Ackermann vom Online-Reiseportal "Holidaycheck": "In den beliebten Urlaubsregionen Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg, Sachsen und Niedersachsen liegt der Preisanstieg für eine Hotelübernachtung teilweise bei über 50 Prozent." Verglichen werden die Preise mit den Werten der Herbstferien aus dem Jahr 2019 – also von vor Beginn der Pandemie.

Der Hauptgrund für die hohen Preise ist also die Nachfrage – aber die Corona-Auflagen und Hygienekonzepte der Hotels kämen nochmal obendrauf, sagt Ackermann. Denn wenn Hotels weniger Gäste beherbergen dürfen, gleichen viele das entsprechend preislich aus.

Reisebüro-Inhaberin empfiehlt Eifel, Westerwald und Sauerland

Für Urlauberinnen und Urlauber ist der hohe Preis natürlich oft unerfreulich. Nicole Kück, Inhaberin eines Kölner Reisebüros, hat in den vergangenene Wochen viel Überraschung bei ihren Kundinnen und Kunden erlebt. Als derzeit besonders teure Urlaubsregionen nennt sie etwa Ostsee, Nordsee, den Schwarzwald und Inseln wie Sylt und Amrum.

Blick auf die Stadt Gerolstein

In der Eifel könnte man bei den Preisen noch Glück haben.

Wer günstiger verreisen und in die Natur will, solle es etwa in der Eifel, im Westerwald oder im Sauerland probieren. Städteurlaub sei grundsätzlich etwas bezahlbarer – etwa nach Berlin oder Hamburg.

Tipps für die Hotel- und Ferienhaussuche

Denjenigen, die kurzfristig noch etwas suchen, rät Kück, auch direkt bei regionalen und lokalen Tourismusverbände anzufragen: "Da findet man manchmal kleinere Hotels und Pensionen – oder Ferienhäuser, die über Mundpropaganda laufen."

Auch Zöhre Salim, Tourismuskauffrau in einer Dürener Reise-Agentur, hat einen Tipp: Sie schlägt Reise-Interessierten vor, verschiedene Reisebüros per Mail anzuschreiben und die Angebote dann zu vergleichen. So komme man meistens an einen guten Preis.

Auch die Skisaison in Deutschland könnte teuer werden

Grundsätzlich könnten die aktuell hohen Preise aber wohl leider erstmal auf einem hohen Niveau bleiben. Marina Ackermann von "Holidaycheck" rechnet bis 2022 mit einer "erhöhten Nachfrage" – das würde dann also auch die Skisaison in Deutschland treffen.

Stand: 04.10.2021, 20:15

Weitere Themen

Aktuelle TV-Sendungen