Aufräumarbeiten nach Tornado im Kreis Viersen

Aufräumarbeiten nach Tornado im Kreis Viersen

  • Aufräumarbeiten nach Unwetter in NRW
  • In Viersen richtete ein Tornado schwere Schäden an
  • Mindestens zwei Verletzte
  • Unwetterschäden auch in Gangelt

Nach dem Unwetter haben im Kreis Viersen am Donnerstagmorgen (17.05.2018) die Aufräumarbeiten begonnen. Am Mittwochabend hatte ein Tornado schwere Schäden mit Verletzten angerichtet.

Häuser sind schwer beschädigt

Gegen 18 Uhr war der Tornado über die Ortschaften Viersen-Boisheim, Nettetal-Schaag, Schwalmtal-Dilkrath, Schwalmtal und teilweise über Niederkrüchten gezogen. Der Sturm habe eine Schneise der Verwüstung verursacht, teilte der Kreis Viersen mit.

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Nach Angaben der Stadt Viersen wurden in einem Wohnviertel des Stadtteils Boisheim rund 50 Häuser abgedeckt. Insgesamt sollen rund 150 Anwohner betroffen sein. Die Dächer wurden in der Nacht von Dachdeckern zunächst mit Planen gesichert. Auch die ersten Versicherungsvertreter waren schon da. Einsturzgefährdet ist keines der Gebäude. Alle Menschen konnten in ihren Häusern bleiben.

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Meldung von Verletzten

Bei dem Tornado wurden zwei Menschen verletzt. In Nettetal wurde ein Mann von herabstürzenden Äste getroffen. Ein Feuerwehrmann erlitt einen Stromschlag. Feuerwehr und THW waren teilweise mit mehr als 400 Einsatzkräften vor Ort. Außerdem wurde ein lokaler Einsatzstab für außergewöhnliche Lagen einberufen.

Sperrungen auf Straße und Schiene

Die Bahnlinie Mönchengladbach-Venlo musste laut Polizei gesperrt werden. Auch mehrere Straßen waren in der Nacht wegen umgeknickter Bäume blockiert. Die Autobahn 61 musste zwischen Süchteln und Kaldenkirchen-Süd in Richtung Venlo zeitweise gesperrt werden.

Tornado wütet am Niederrhein

Der Tornado, der am Mittwoch über Viersen gezogen war, hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen: Häuser wurden abgedeckt, Bäume knickten um, Wohnwagen flogen umher.

Wirbelsturm am Niederrhein

Der Tornado hatte sich am Mittwoch (16.05.2018) gegen 18 Uhr im Kreis Viersen gebildet und war ca. 15 Minuten lang unterwegs. Die meiste Zeit zog er über freies Feld, allerdings traf er auch mehrere kleine Orte wie Boisheim, Dilkrath und Schellerbaum.

Der Tornado hatte sich am Mittwoch (16.05.2018) gegen 18 Uhr im Kreis Viersen gebildet und war ca. 15 Minuten lang unterwegs. Die meiste Zeit zog er über freies Feld, allerdings traf er auch mehrere kleine Orte wie Boisheim, Dilkrath und Schellerbaum.

In Boisheim erwischte der Tornado unter anderem einen Wohnwagen.

Die Kraft des Wirbelsturmes war so groß, dass der Wohnwagen mehrere Meter durch die Luft geschleudert wurde und schließlich auf einer Hecke landete.

Auch der Friedhof in Boisheim war betroffen. Dort wurden Statuen zerstört.

Sogar Grabsteine fielen um.

Bäume knickten um wie Streichhölzer...

Autos wurden beschädigt, wie hier durch einen umgestürzten Baum...

...oder hier durch einen Ast, der eine Windschutzscheibe durchschlagen hatte.

Feuerwehren, Polizei und Rettungskräfte waren im Dauereinsatz.

Bis tief in die Nacht musste die Feuerwehr Dächer sichern.

So wie hier sahen viele Häusern aus, die in der Schneise des Tornados lagen: Abgedeckte Schindeln, weggefegte Aufbauten, zerstörte Fenster und Rolladen.

Die Aufräumarbeiten begannen direkt am Mittwochabend und wurden am Donnerstagmorgen fortgesetzt.

Dachdeckerbetriebe waren gefragt wie lange nicht. Insgesamt wurden ca. 50 Häuser beschädigt, rund 150 Menschen sind von den Schäden betroffen. Es gab zwei Verletzte: Einen Feuerwehrmann und einen Autofahrer.

Unwetter auch im Kreis Heinsberg

Auch die kleine Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg wurde am Mittwochabend von einem Unwetter getroffen. Der Starkregen setzte etliche Straßen unter Wasser, wie die Feuerwehr mitteilte. Auch Keller liefen voll. Die Rettungskräfte befreiten die Straßen vom Wasser und schippten den Schlamm von der Fahrbahn. Verletzte gab es nicht. Wie hoch der Schaden ist, war am Morgen noch unklar.

Stand: 17.05.2018, 13:57

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