Sturmtief: Nur noch vereinzelte Störungen im Bahnverkehr

Sturmtief: Nur noch vereinzelte Störungen im Bahnverkehr

  • Bahn hat Unwetterschäden weitgehend behoben
  • Vereinzelt noch Zugausfälle und Verspätungen
  • "Burglind" sorgte für hohe Schäden im Land

Nach dem Sturmtief "Burglind" fahren die Züge der Deutschen Bahn wieder weitgehend normal. Nachdem am Donnerstagmorgen (04.01.2018) noch etliche Zugverbindungen und S-Bahnen ausfielen, gab die Bahn am Mittag Entwarnung. Die Unwetterschäden zwischen Siegburg/Bonn und Au (Sieg) seien beseitigt, hieß es. Die Züge der Linie RE 9 fahren ebenso wieder planmäßig wie die S 12, S 13 und S 19.

Auf der Linie der RB 33 kommt es noch zu Ausfällen zwischen Aachen Hbf und Herzogenrath, die Züge der Linie RB 25 fallen zwischen Gummersbach und Meinerzhagen/Lüdenscheid aus. Ein Bus-Ersatzverkehr ist eingerichtet.

Sturm legte Bahnstrecken lahm

Ein Baum ist auf einen Zug gestürzt

Entgleister Zug bei Selm

Orkanböen von um die 120 Stundenkilometer hatten am Mittwoch in großen Teilen von Nordrhein-Westfalen große Schäden verursacht. Zwischen Lünen und Selm im Münsterland war eine Regionalbahn gegen einen entwurzelten Baum geprallt und entgleist. Die rund 70 Fahrgäste blieben unverletzt. Der Zug wurde noch am Mittwoch wieder auf die Schiene gesetzt und geborgen.

In Freudenberg war ein Mann verletzt worden, als er mit seinem Auto gegen einen umgestürzten Baum fuhr. Im Siegerland musste die Feuerwehr neben Bäumen auch Werbeschilder und Telefonhäuschen von der Straße räumen.

Viele Einsätze im Rheinland

Besonders stark wurde der Südwesten des Landes getroffen. Der Straßenbahnverkehr in Köln war wegen beschädigter Stromleitungen stundenlang eingeschränkt.

Evakuierung im Neubaugebiet

Bei der Polizei in Aachen waren nach eigenen Angaben am frühen Mittwochmorgen innerhalb von etwa einer Stunde über 250 Notrufe eingegangen. In Würselen mussten in einem Neubaugebiet zehn Häuser evakuiert werden. Dort hatte ein alter Pappelbaumbestand mehrere Dächer durchschlagen. In mehreren Orten der Eifel, darunter Monschau, fiel zwischenzeitlich der Strom aus.

Autobahnen im Ruhrgebiet blockiert

Ein LKW auf der Autobahn, dessen Dach abgedeckt wurde

Auch im Ruhrgebiet waren Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz. Ein Baum stürzte auf die Autobahn 59 bei Duisburg. Auf der A1 bei Hagen verlor ein Lkw sein Dach.

In Essen, Hagen, Bochum und Mülheim standen Straßen unter Wasser. In Dortmund wurde das Dach eines Firmengebäudes verweht. In Hohenlimburg rutschte ein ganzer Hang samt Bäumen auf eine Straße.

Stand: 04.01.2018, 14:00

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