Unwetter-Ticker von Sonntag (18.07.2021) zum Nachlesen

Bundeskanzlerin Merkel auf einer Brücke im zerstörten Ort Schuld im Landkreis Ahrweiler

Unwetter-Ticker von Sonntag (18.07.2021) zum Nachlesen

  • Merkel im Eifel-Katastrophengebiet
  • Lage an der Steinbachtal-Sperre kritisch
  • Mindestens 159 Todesopfer durch Unwetter
  • Scholz kündigt Soforthilfe für Flutopfer an
  • Merkel besucht Hochwassergebiet in Rheinland-Pfalz
  • Alle Infos im Unwetter-Live-Ticker

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Bundeskanzlerin Angela Merkel und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer haben sich im besonderes von den Unwettern betroffenem Eifel-Katastrophengebiet ein Bild von der Lage gemacht. Die Kanzlerin sagte in Adenau sichtlich bewegt: "Ganz kurzfristig wird hier nicht alles in Ordnung sein."

Merkel drängte auf einen schnelleren Kampf gegen den Klimawandel und forderte verstärkt Anpassungsmaßnahmen: "Wir müssen uns sputen, wir müssen schneller werden beim Kampf gegen den Klimawandel."

Man könne zwar nicht aus einem einzelnen Hochwasser allein auf den Klimawandel schließen, aber sehr wohl aus der Summe der Umweltschäden in Deutschland. "Was wir sonst oft im Zusammenhang mit Afrika sagen - Anpassung an Klimawandel - das wird auch in Deutschland der Fall sein müssen, so schnell wie irgend möglich."

Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Merkel aus Eifel-Katastrophengebiet WDR aktuell 18.07.2021 46:41 Min. Verfügbar bis 18.07.2022 WDR

Man werde deshalb nachdenken müssen, was man beim Hochwasserschutz, in der Landwirtschaft und der Forstpolitik verändern müsse. Man müsse sich verstärkt um die Anpassung an den Klimawandel kümmern.

"Es ist ganz toll, dass die Bundeskanzlerin heute hier ist", sagte Dreyer. Die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung sei sehr groß. Sie betonte, dass viele betroffene Menschen angesichts dieser Katastrophe am Ende ihrer Kräfte seien und sprach von "Dimensionen, die wir noch nie erlebt haben".

Wir berichten aktuell aus den betroffenen Regionen in NRW - alle Infos hier im Live-Ticker:

19.51 Uhr: Laschet erklärt seinen viel kritisierten Heiterkeitsanfall

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat sich noch einmal zu seinem Lachen in Erftstadt geäußert. Im WDR-Fernsehen sagte er, dass er sich über die wenigen Sekunden ärgere - er habe den ganzen Tag emotionale Begegnungen gehabt, die ihn auch wirklich erschüttert hätten. "Das war unpassend, es ist nicht in Ordnung in einem solchen Moment zu lachen", so Laschet. "Wir haben kein Wort von dem verstanden, was der Bundespräsident gesagt hat. Aber es ist trotzdem in einem solchen Moment unpassend, unangemessen". Es tue ihm aufrichtig leid.

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Laschet fordert in seiner Ansprache auch als Konsequenz aus der Hochwasserkatastrophe mehr Vorsorge gegen Extremwetter - Dämme, Rückhaltebecken, Wasserreservoirs, Renaturierungsflächen "auch an den vielen kleinen Flüssen und Bächen überall im Land".

Die Häufigkeit und die Wucht solcher Katastrophen seien auch eine Folge des Klimawandels. "Den müssen wir hier und weltweit schneller und konsequenter bekämpfen. Das Klima gewährt keinen Aufschub", sagte Laschet. Zunächst hatte der Unions-Kanzlerkandidat noch im WDR gesagt: "Weil jetzt so ein Tag ist, ändert man nicht die Politik."

Ansprache des Ministerpräsidenten Armin Laschet WDR aktuell 18.07.2021 06:18 Min. Verfügbar bis 18.07.2022 WDR

18.56 Uhr: Weiterhin akute Lebensgefahr nach Erdrutsch in Erftstadt

In Erftstadt-Blessem besteht nach Einschätzung von Experten in der Nähe einer Abbruchkante weiterhin akute Lebensgefahr. Das teilte Landrat Frank Rock nach einem Gespräch mit den Fachleuten mit. Die Stabilität des Untergrunds müsse weiter überprüft werden. Eine abschließende Einschätzung sei noch nicht möglich.

In Blessem war durch die Fluten ein riesiger Krater entstanden, mindestens drei Wohnhäuser und ein Teil der historischen Burg stürzten ein. Der Ortsteil war evakuiert worden. Die Behörden sprachen ein Betretungsverbot aus. "Angesichts der Zerstörung in Teilen des Ortes, grenzt es an ein Wunder, dass wir bisher keine Todesopfer zu beklagen haben. Das ist ein Stück weit erleichternd", so Rock.

18.11 Uhr: Experten bewerten Lage an der Steinbachtalsperre am Montag neu

An der Steinbachtalsperre bei Euskirchen wollen Fachleute erst am Montag entscheiden, wann die Menschen in den evakuierten Gebieten in ihre Häuser zurückkehren können. Ursprünglich war diese Entscheidung für heute geplant gewesen, allerdings floss das Wasser langsamer ab als erwartet. Die Bezirksregierung Köln teilte mit, dass zwei Drittel des Wassers in der Talsperre abgelassen sein müssen, bis der Zustand als sicher gelten könne. Aus der Talsperre wird Wasser abgelassen, um Druck von dem Damm zu nehmen. Die Orte Swisttal und Rheinbach unterhalb der Steinbachtalsperre waren evakuiert worden.

18.10 Uhr: Öl bei Hochwasser in Wuppertalsperre geflossen

Durch das Hochwasser der vergangenen Tage ist es zu einer Verschmutzung der Wuppertalsperre im Oberbergischen Kreis gekommen. Nach Informationen der Bezirksregierung Köln waren mehrere Betriebe im südlich gelegenen Hückeswagen überflutet worden. Dabei waren verschiedene Stoffe, darunter auch Öl, ausgetreten. Über die Wiebach-Vorsperre floss das Öl dann in die Hauptsperre. Derzeit werden Luft und Wasserproben genommen und untersucht. Der Wupperverband untersagt deshalb derzeit die Freizeitnutzung der Talsperre. Bootstouren, Angeln, Baden und Tauchen sind verboten.

18.09 Uhr: Innenminister Horst Seehofer besucht THW-Einsatzkräfte

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) besucht am Montag die von der Unwetter-Katastrophe besonders betroffenen Gebiete in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz - unter anderem die Steinbachtalsperre. Der Minister will sich ein Bild von der Arbeit des Technischen Hilfswerks (THW) machen. Die Organisation hat den Angaben zufolge 2500 Helferinnen und Helfer in den Hochwassergebieten im Einsatz, um Menschen in Sicherheit zu bringen, Keller abzupumpen, die Stromversorgung sicherzustellen und um Schuttberge abzutragen.

18.00 Uhr: Keine Schuldzuweisung aus Wassenberg Richtung Niederlande

Der Bürgermeister von Wassenberg hat eine Schuldzuweisung beim Dammbruch in Richtung der niederländischen Behörden zurückgewiesen. "Für mich steht völlig außer Frage, dass die niederländischen Behörden die aus ihrer Sicht gebotenen Schutzmaßnahmen getroffen haben", sagte Bürgermeister Marcel Maurer der Deutschen Presse-Agentur. Der Deich im Stadtteil Ophoven sei gebrochen, weil er durchfeuchtet war, und nicht, weil die Schleuse im Nachbarland geschlossen wurde. Das habe keine unmittelbare Auswirkung gehabt.

17.56 Uhr: Stolberg teilweise ohne Trinkwasserversorgung

Im Zentrum von Stolberg bei Aachen müssen die Bürger noch tagelang ohne Trinkwasser aus den Leitungen auskommen. Nach Auskunft der Feuerwehr dauert es auf einem Teil der Rathausstraße noch drei bis vier Tage, bis Techniker an die Leitungen können, um die Trinkwasserversorgung zumindest provisorisch wiederherzustellen. Trinkwasserbehälter sollen den Menschen im Alltag helfen. Andere Teile der 57 000-Einwohner-Stadt konnten hingegen wieder an die Trinkwasserversorgung angeschlossen werden. Das Wasser aus den Leitungen sollte aber abgekocht werden, weil Schmutzwasser in das System gelangt sein könnte.

17.47 Uhr: Solidarität und Aufmunterung in Ahrweiler

Es ist ein Moment, der für sich steht. Ein Männerchor aus Ahrweiler singt inmitten der Trümmer für Zusammenhalt.

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16.41 Uhr: Bahn beziffert Schäden, Fernverkehr stabilisiert sich

Folgen des Unwetters an der Ahr - zwischen Euskirchen und Bad Münstereifel.

Folgen des Unwetters an der Ahr - zwischen Euskirchen und Bad Münstereifel.

Die Bahn hat ein erstes Lagebild zu Schäden durch das Unwetter veröffentlicht. Demnach sind 80 Stationen und Haltepunkte in NRW und Rheinland-Pfalz von Wasser, Schlamm und Geröll beschädigt. Es sind Gleise auf mehr als 600 Kilometern Länge betroffen. 2.000 Mitarbeitende der Bahn in den Krisenregionen seien seit Mittwoch rund um die Uhr im Einsatz.

Der Nahverkehr bleibt stark beeinträchtigt. Berufspendler:innen müssen sich zum Start in die neue Woche noch auf erhebliche Einschränkungen einrichten. Allein in NRW sind derzeit noch rund 30 Linien von Ausfällen, Teilausfällen und Umleitungen im Regional- und S-Bahnverkehr betroffen.

Im internationalen Fernverkehr ist seit heute wieder die Fahrt mit dem ICE nach Brüssel möglich. Züge aus Hamburg halten vereinzelt wieder in Düsseldorf. Bonn ist wieder an den Fernverkehr angeschlossen. Zum Start in die neue Woche geht die Deutsche Bahn von einer weiteren Normalisierung des Fernverkehrs für Ziele in NRW aus.

16.27 Uhr: Scholz spricht von großer Anstrengung für Wiederaufbau

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hält eine große Anstrengung von Bund und Ländern für den Wiederaufbau nach der Unwetter-Katastrophe nicht nur in NRW und Rheinland-Pfalz für nötig. "Es geht eher um Milliarden", sagt der SPD-Kanzlerkandidat bei einem Besuch in Berchtesgaden. "Es ist eine nationale Aufgabe." Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagt bei dem gemeinsamen Auftritt ebenfalls Hilfe für die Menschen in seinem Bundesland zu.

16.00 Uhr: Malteser helfen Betroffenen

Die Malteser werden Betroffene des Hochwassers beim Wiederaufbau unterstützen. "Wir richten eine Stabsstelle ein, die in Abstimmung mit den örtlichen Behörden die Betroffenen beim Wiederaufbau unterstützt und vor allem finanzielle Hilfe leisten wird", kündigte der Präsident des Malteser Hilfsdienstes, Georg Khevenhüller, an.

Er appellierte an die Bevölkerung, Geld zu spenden. Die Hochwasser-Katastrophe habe unterschiedliche Geschwindigkeiten: "Während wir an vielen Stellen noch retten und betreuen, möchten wir an anderer Stelle, wo die Menschen schon aufräumen, ein Signal des Wiederaufbaus geben", begründete der Präsident des Malteser Hilfsdienstes das Engagement.

15.45 Uhr: Aktivisten fordern konkreten Klimaplan von Laschet

Auf Initiative der Kampagnen-Plattform "Campact" haben nach deren Angaben bislang rund 130.000 Bürgerinnen und Bürger den CDU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet aufgefordert, einen konkreten Plan für Wege aus der Klimakrise vorzulegen. "Die Flutkatastrophe ist das Fukushima der Klimakrise", sagte Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz mit Blick auf die Nuklearkatastrophe in Japan vor zehn Jahren. "Damals wurde die politische Dimension des Unglücks verstanden und die Hälfte aller Atommeiler abgeschaltet."

In dem Appell verlangen die Unterzeichner, dass Laschet sich klar und konkret positioniert. Die Forderungen: Spätestens 2030 aus der Verstromung von Kohle aussteigen, den Ausbau der Wind- und Solarenergie deutlich erhöhen, Verbrennungsmotoren bis 2030 abschaffen und einen wirksamen und sozial gerechten CO2-Preis setzen.

15.30 Uhr: Niederlande weisen Kritik zurück

Die niederländischen Behörden haben Kritik aus Deutschland zurückgewiesen. Der Bürgermeisters des nordrhein-westfälischen Wassenberg hatte dem Nachbarland vorgeworfen, eine Schleuse der Rur in Roermond nicht geöffnet zu haben und damit einen Dammbruch provoziert zu haben.

Nach Berechnungen des niederländischen Deichverbands Limburg aber gibt es keinen Zusammenhang. Das Wasser werde an Roermond vorbei durch den Seitenarm Hambeek in die Maas geleitet. Die Rur sei normal abgeflossen.

12.45 Uhr: Mindestens 46 Tote in NRW

Ein Luftbild zeigt die Steinbachtalsperre im Kreis Euskirchen nach den starken Unwettern

Der heftige Dauerregen mit Überschwemmungen und Hochwasser hat dramatische Folgen in NRW. Mindestens 46 Menschen sind hier ums Leben gekommen. Bislang sind insgesamt mindestens 159 Menschen durch das Unwetter in NRW und Rheinland-Pfalz gestorben. Viele Flüsse und Bäche in der Eifel, im Bergischen Land, im Rheinland und Sauerland führen weiterhin Hochwasser.

Und die massiven Regenfälle hören nicht auf: Am Samstagabend trafen schwere Unwetter Teile Bayerns, die Sächsische Schweiz und Österreich.

Besonders angespannt ist die Lage in NRW derzeit noch an der Steinbachtalsperre im Kreis Euskirchen, in Mechernich durch geflutete Stollen sowie in Wassenberg durch die Gefahr von Dammbrüchen. In Erftstadt gehen die Bodenuntersuchungen weiter. Im ganzen Land werden nach wie vor Vermisste gesucht.

12.40 Uhr: Lage an der Steinbachtalsperre weiter kritisch

Einsatzkräfte aus Osnabrück und Hannover kommen mit Pumpwagen

Nach dem heftigen Unwetter ist die Lage an der Steinbachtalsperre im Kreis Euskirchen weiterhin unverändert kritisch. Auch wenn die eingesetzten Pumpen ebenso wie der freigelegte und geöffnete Grundablass für eine kontinuierliche Senkung des Wasserspiegels sorgen, kann die Bezirksregierung Köln noch keine Entwarnung geben. Es sei auch noch keine Prognose möglich, wann die Evakuierungsmaßnahmen zurückgenommen werden könnten, hieß es.

Mit Hochleistungspumpen wird Wasser aus der Steinbachtalsperre in Euskirchen abgepumpt

Der Wasserstand sinke langsamer als erwartet, hieß es. Daher könne die für eine endgültige Entwarnung erforderliche Zwei-Drittel-Entleerung nicht wie ursprünglich prognostiziert am Sonntagnachmittag erreicht werden. Tausende Menschen, die nahe der Steinbachtal-Sperre wohnen, mussten wegen der kritischen Lage evakuiert werden.

12.36 Uhr: Zahl der Toten durch Unwetter gestiegen

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Toten im Zusammenhang mit der Unwetterkatastrophe auf 46 gestiegen. Das teilte eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums am Sonntag mit. Damit hat sich die Zahl der Todesopfer deutschlandweit auf 159 erhöht: 112 in Rheinland-Pfalz und ein Todesopfer in Bayern.

11.50 Uhr: In Wassenberg entspannt sich die Lage etwas - aber nicht in Ophoven

Hochwasser in Ophoven

In der Ortschaft Wassenberg (Kreis Heinsberg) entspannt sich allmählich die Hochwasserlage - allerdings nicht in Ophoven: Hier könne die Gefahr von weiteren Dammbrüchen noch nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden, teilte der Kreis am Sonntag mit. Entwarnung gab es indes für die Ortschaft Ohe. Demnach besteht dort nicht mehr die Gefahr, dass Ohe überflutet wird. Zwischenzeitlich sei in Ohe die Stromversorgung überwiegend wieder hergestellt, Anwohner hätten zum Teil ihre Wohnungen aufsuchen können. Eine Vorwarnung für die Evakuierung der Ortschaften Effeld und Steinkirchen hob der Kreis auf. Dennoch sollte von nicht notwendigen Besuchen der betroffenen Hochwassergebieten abgesehen werden.

11.21 Uhr: Trinkwasser in Stolberg weiter abkochen

Nach den schweren Überschwemmungen stehen im Stadtteil Vicht in Stolberg Einrichtungsgegenstände auf der Straße.

In der vom Hochwasser stark betroffenen Stadt Stolberg bei Aachen gibt es Fortschritte bei der Trinkwasserversorgung. Weite Teile der Stadt seien inzwischen wieder mit Trinkwasser versorgt, sagte eine Sprecherin des regionalen Wasserversorgers Enwor der Deutschen Presse-Agentur. Das Wasser aus den Leitungen sollte aber weiterhin abgekocht werden, weil Schmutzwasser in das System gelangt sein könnte - hierzu gebe es Laboruntersuchungen. Kritisch dürfte die Situation noch im Zentrum der 57.000-Einwohner-Stadt entlang der Rathausstraße sein. Hierzu lagen der Sprecherin zunächst aber keine aktuellen Daten vor.

11.06 Uhr: Zahl der Toten in Rheinland-Pfalz abermals gestiegen

Die Zahl der Todesopfer durch die Unwetterkatastrophe in Deutschland ist abermals gestiegen und liegt nun bei 158. Wie das Polizeipräsidium in Koblenz am frühen Sonntagmorgen mitteilte, erhöhte sich die Zahl der Toten in Rheinland-Pfalz um weitere zwei auf 112. Zahlreiche Menschen in Rheinland-Pfalz sowie in Nordrhein-Westfalen gelten weiterhin als vermisst. In NRW waren bis Samstagabend 45 Tote gezählt worden. Zudem kam mindestens ein Mensch bei Überschwemmungen im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land ums Leben.

10.50 Uhr: Anhaltende Verkehrsprobleme in NRW

Weiterhin gibt es in Teilen von NRW größere Verkehrsprobleme – sowohl auf den Straßen als auch im Bahnverkehr.

Auf den Autobahnen gibt es folgende Probleme:

  • A1 Wermelskirchen - Leverkusen Die Autobahn ist in diesem Abschnitt weiter gesperrt. Es laufen Untersuchungen zum Zustand der Straße und Reinigungsarbeiten.
  • A1 Köln-West - Erftstadt In diesem Bereich der Autobahn gibt es gravierende Schäden. Bei Hürth ist eine Brücke defekt. Bei Blessem sind Teile der Autobahn von der Erft mitgerissen worden. Dieser Abschnitt wird länger gesperrt sein. Prognose ungewiss.  
  • A61 Kerpen - Meckenheim Auch in diesem Bereich gravierende Schäden, unter anderem eine umgestürzte Lärmschutzwand. Dieser Abschnitt wird ebenfalls länger gesperrt sein. Prognose ungewiss.  
Auf der Autobahn A 61 Autobahndreieck Erfttal wurde eine Lärmschutzwand weggerissen.

Bei der Bahn gibt es auch erhebliche Schäden. Aktuell sind in Nordrhein-Westfalen 600 km Gleise nicht befahrbar.

  • Die Strecke Köln - Düsseldorf - Essen - Dortmund ist mit Einschränkungen befahrbar. Der Halt in Bochum Hbf entfällt. Teilweise kommt es hier zu Verspätungen und/oder Zug- bzw. weiteren Haltausfällen.  
  • Der Abschnitt Köln - Wuppertal - Hagen - Dortmund ist derzeit nicht befahrbar. Hier kommt es zu Zug- bzw. Haltausfällen.  
  • Umleitung zwischen Köln und Koblenz. Züge fahren über die rechte Rheinseite. Die Schäden auf der Stammstrecke sind erheblich. Es kommt zu Verspätungen und Ausfällen.  
  • Zwischen Köln und Brüssel über Aachen ist der Zugverkehr wieder aufgenommen. Mit Verspätungen ist jedoch weiterhin zu rechnen.

10.40 Uhr: Bisher kein weiterer Dammbruch in Wassenberg

In der Ortschaft Wassenberg-Ophoven sind bislang weitere Dammbrüche ausgeblieben. Das bestätigte Bürgermeister Marcell Maurer am Sonntag dem WDR. Kräfte der Feuerwehr sind im Einsatz und überprüfen den Damm regelmäßig. Maurer zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Lage in Wassenberg entspannt.

Luftbild Ophoven

10.27 Uhr: Menschen in Erftstadt suchen Angehörige

In der vom Hochwasser besonders betroffenen Ortschaft Erftstadt westlich von Köln suchen zahlreiche Menschen nach ihren Angehörigen. Bisher wurden laut Angaben der Stadt bei der am Samstag eröffneten "Personenauskunftsstelle" 59 Menschen gemeldet, deren Aufenthaltsort ungewiss ist. 16 davon kämen aus Erftstadt. Unter den Gesuchten seien auch Bewohner einer Altenpflegeeinrichtung, die am Samstag evakuiert werden musste. Viele Menschen wüssten nicht, wo ihre Angehörigen sein könnten, weil etwa das Telefonnetz zusammengebrochen war, erklärte ein Sprecher des Rhein-Erft-Kreises am Sonntag.

09.19 Uhr: Krisenstab in Erftstadt tagt am späten Vormittag

Blick auf zerstörte Häuser nach Starkregen und Hochwasser in Erftstadt-Blessem

In Erftstadt kommt der Krisenstab der Stadt am späten Vormittag zu einer Sitzung zusammen - erörtert wird die aktuelle Lage nach den Folgen des verheerenden Unwetters. Im Ortsteil Blessem, der evakuiert worden war, wollen Fachleute heute die Stabilität des Untergrunds überprüfen. Sie sollen nach Angaben der Stadt die Abbruchkanten eines Erdrutsches untersuchen. Die Lage sei unverändert angespannt, da noch keine Klarheit zu den Bodenverhältnissen bestehe. In Blessem war durch die Fluten ein riesiger Krater entstanden, mindestens drei Wohnhäuser und ein Teil der historischen Burg stürzten ein.

Die Bergungsarbeiten auf den Bundesstraßen um Erftstadt waren gestern Abend unterbrochen worden und werden heute fortgesetzt. Ein Sprecher der Stadt sagte dem WDR, es grenze an ein Wunder, dass bis jetzt keine Toten gefunden worden seien - weder im Ort noch in den Autos auf der Bundesstraße. Man könne aber weiter nicht ausschließen, noch Tote zu finden. Dem Landkreis lägen 60 Vermisstenmeldungen vor, wobei der Sprecher nicht von Vermissten rede. Manche hätten einfach Schwierigkeiten, Kontakt zu Verwandten herzustellen.

09.03 Uhr: Hochwasserlage in Teilen Bayerns angespannt

Die Hochwasserlage in Teilen Bayerns bleibt angespannt. Betroffen war am Sonntagmorgen besonders der Osten Bayerns vom Berchtesgadener Land bis Passau. Ergiebiger Stark- und teils Dauerregen hatte am Alpenrand sowie im Bayerischen Wald die Wasserstände massiv ansteigen lassen. Im Laufe des Sonntags sollte der Regen in den betroffenen Regionen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) weniger werden.

08.49 Uhr: Israel bietet Hilfe an

Aufgrund der Flutkatastrophe in Deutschland hat Israels neuer Präsident Izchak Herzog sein Beileid ausgesprochen und Hilfe angeboten. In einem Brief an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schrieb Herzog, er übermittle im Namen des Volkes Israel "in dieser Zeit der Zerstörung und des Verlusts unsere Freundschaft und Unterstützung des deutschen Volkes", wie eine Sprecherin am Sonntag bestätigte. Herzog teilte mit, er unterstütze Steinmeiers Überzeugung, dass der Kampf gegen den Klimawandel der richtige Weg sei, um solche Naturkatastrophen in Zukunft zu verhindern. "Israel ist ein Partner bei jeder Bemühung oder Initiative, die darauf abzielt, sich dieser dringenden Herausforderung zu stellen."

08.42 Uhr: Bitte aus Leverkusen: Keine Kleiderspenden mehr

Die Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes im Leverkusener Katastrophenschutzzentrum quillt über. Es könnten keine Spenden mehr angenommen werden, teilte eine Sprecherin mit. Die vom Hochwasser Betroffenen könnten sich dort selbstverständlich heute von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr neu einkleiden.

08.24 Uhr: Aufräumarbeiten in Erftstadt dauern an

Bergungspanzer und Müllkolonne bei Aufräumarbeiten in den Straßen von Erftstadt

In der vom Hochwasser hart getroffenen Kommune Erftstadt dauern die Aufräumarbeiten an. Bergungspanzer sind ebenso im Einsatz wie Pumpwagen und Fahrzeuge der Müllabfuhr. Ein Ende der Arbeiten ist vorerst nicht in Sicht. Durch Ortsteile von Erftstadt waren in den vergangenen Tagen unfassbare Wassermassen geflutet, die Häuser unterspült und sie weggerissen hatten. In riesigen Erdlöchern lagen Autowracks neben Betonteilen der ehemaligen Kanalisation. Halbe Häuser stehen in der Gegend herum, der Rest ist weg.

08.11 Uhr: Brechen Bergwerkstollen nahe der Stadt Mechernich?

Nahe der Stadt Mechernich drohen alte Bergwerkstollen einzubrechen, die teilweise unterflutet sind. Auf einer Fläche von 20.000 Quadratmeter taten sich bereits Erdlöcher mit einem Durchmesser von bis zu zehn mal zehn Metern auf. Feuerwehr und Bundeswehr sind vor Ort, Kontrollpunkte werden eingerichtet. Die Stadt sprach für das Bergschadensgebiet ein absolutes Betretungsverbot aus.

Nach dem Starkregen: Die Katastrophenlage in NRW in Bildern

Es sind Bilder, die fassungslos machen. Sie lassen das Leid der Betroffenen erahnen. Und die gewaltigen Dimensionen der Starkregen- und Hochwasser-Katastrophe in NRW.

Drei Rinder stehen bis zum Bauch in Wasser, ein Mann versucht, sie in Sicherheit zu bringen.

18. Juli 2021: Drei Kühe in Goch sind auf einer Wiese in eine missliche Lage geraten. Die Niers war übergelaufen. Die Feuerwehr lotste die Kühe schließlich auf eine andere Wiese.

18. Juli 2021: Drei Kühe in Goch sind auf einer Wiese in eine missliche Lage geraten. Die Niers war übergelaufen. Die Feuerwehr lotste die Kühe schließlich auf eine andere Wiese.

18. Juli 2021: Die Wasserrettung in Erftstadt sucht weiter nach Vermissten.

18. Juli 2021: In Erftstadt-Blessem sind Menschen zur Polizei gegangen, um sich als "lebend" zu melden. Es bildeten sich lange Schlangen. Wie viele Menschen genau noch vermisst werden, ist unklar.

17. Juli 2021: Was für ein Wust: Nach dem Hochwasser liegen in Bad Münstereifel Strom-, Gas- und Telefonkabel offen.

17. Juli 2021: Auf der A61 im Dreieck Erfttal ist auf fast 100 Metern Länge eine Lärmschutzwand weggespült worden. Gutachter sollen jetzt untersuchen, ob der Untergrund noch stabil genug ist. Dienstag will die Autobahn GmbH einen Überblick über entstandene Schäden geben.

17. Juli 2021: In Altena gestalten sich die Aufräumarbeiten auch drei Tage nach den Unwettern noch schwierig. Im Grennigloher Weg sind 25 Häuser komplett von der Außenwelt abgeschnitten.

17. Juli 2021: Das Problem ist, dass dort ganze Straßen weggebrochen sind. Die Helfer von THW und Feuerwehr müssen deswegen zu Fuß den Berg hinauf.

17. Juli 2021: Die Aufräumarbeiten auf der Bundesstraße 265 bei Erftstadt gehen voran. Auch weil das Wetter ausnahmsweise mitspielt.

17. Juli 2021: Am Morgen hatte die B265 noch ausgesehen wie ein bewachsenes Flussbett. Nur noch die Dächer der Autos waren da zu sehen.

17. Juli 2021: Wie Spielzeug stapeln sich in den Fluten die Lastwagen übereinander.

17. Juli 2021: Um an den Stellen, wo das Wasser schon abgelaufen ist, die Fahrzeuge weg zu räumen, setzt die Bundeswehr Panzer ein.

17. Juli 2021: Im Kreis Heinsberg in der Nähe zur niederländischen Grenze ist derweil noch nicht an Aufräumen zu denken. Nachdem ein Damm der Eifel-Rur gebrochen ist, musste der Ort Ophoven evakuiert werden.

17. Juli 2021: Helfer packen in Ophoven überall mit an.

17. Juli 2021: Drohnenbilder zeigen das ganze Ausmaß der Unwetter-Katastrophe - wie hier in Hagen.

17. Juli 2021: Dort, wo sich das Wasser zurückgezogen hat, bleibt eine Stein- und Gerölllandschaft übrig.

16. Juli 2021: Auch wenn von oben nichts mehr kommt, in Erftstadt ist viel zerstört worden.

16. Juli 2021: Helfer bergen Autos aus der schlammigen Brühe.

15. Juli 2021: Als reißender Strom ergießen sich die Wassermassen in den Tagebau Inden.

16. Juli 2021: Bei den verheerenden Bildern wissen die Betroffenen kaum, wo sie anfangen sollen. Diese Frau packt in Altena an.

16. Juli 2021: In Erkrath stapelt sich Sperrmüll aus Kellern und Garagen. Durch Wasser und Schlamm ist alles unbrauchbar geworden.

16. Juli 2021: In Monschau haben erste Aufräumarbeiten begonnen. Hier ist unter anderem das Pflaster in der Altstadt hochgekommen.

16. Juli 2021: Auch im Nachbarland Belgien spitzt sich die Lage zu. In diesem Fall müssen die Retter nicht nur gegen das Wasser, sondern auch Feuer in einem Haus kämpfen.

15. Juli 2021: In Erftstadt ist die Lage weiterhin dramatisch. Mehrere Häuser und ein Teil der historischen Burg sind eingestürzt.

In Erftstadt-Blessem sind Straßen überflutet.

Ebenfalls in Erftstadt steht ein Friedhof unter Wasser.

Ein trauriges Bild von einem Ort der Trauer.

Nicht die Lkw haben sich in die Erft verirrt ...

... sondern der Fluss hat in der Nähe von Erftstadt die Straße großflächig überflutet.

In Hagen hilft die Bundeswehr bei den Räumarbeiten.

Passanten stehen in der stark betroffenen Stadt an einer mit Geröll übersäten Straße im Ortsteil Hohenlimburg.

Blick auf die Wupper-Talsperre. Aus dem Becken wird Wasser abgelassen, um den Druck auf die Staumauern zu reduzieren.

Ein Anwohner steht im Hagener Ortsteil Hohenlimburg vor seinem zerstörten Auto.

Eine Straße meterhoch unter Wasser - so sah es am Donnerstagmorgen vor einem Haus in Erkrath (Kreis Mettmann) aus.

Ebenfalls hart getroffen hat es den Iserlohner Stadtteil Lasbeck: 36 Wohnungen mussten geräumt werden.

So sah die Sülz in Untereschbach, einem Stadtteil von Overath im Rheinisch-Bergischen Kreis aus.

In Swisstal im Rhein-Sieg-Kreis mussten Menschen per Hubschrauber mithilfe einer Seilwinde gerettet werden.

15. Juli 2021: Chaotisch auch die Lage in Hagen - dort hat das Unwetter besonders mächtig getobt.

Vor den Fenstern eines Hauses im Bergischen Land steht meterhoch das Wasser.

An einem Haus in Bergisch Gladbach sehen die Schäden, die das Hochwasser angerichtet hat, verheerend aus.

In Vicht, einem Stadtteil von Stolberg bei Aachen, hat das Unwetter ebenfalls eine Spur der Verwüstung hinterlassen

Immer mehr, immer weiter - in Mülheim breitete sich die Ruhr aus.

Auch Südwestfalen blieb von dem Unwetter nicht verschont.

Durch Lückerath, einem Stadtteil von Bergisch Gladbach, bahnte sich das Hochwasser seinen Weg.

Für schwere Schäden sorgte der Starkregen auch in Bad Münstereifel.

Am Agger-Ufer in Lohmar wurden Sandsäcke aufgestellt.

So wie hier sah es in vielen Kellern aus - für manch einen wurde der Keller zur Todesfalle.

Auf der Bahnstrecke zwischen Essen und Wuppertal waren die Gleise überflutet.

In Altena im Märkischen Kreis war nach dem Unwetter eine Straße stark beschädigt.

In Euskirchen hängt nach dem Starkregen ein Wohnwagen im Uferbereich der Erft.

Wassermassen auf einer Straße in Stolberg bei Aachen

Alles mit Regen geflutet - und in Rheinbach blieb ein Auto stecken.

Ein Parkplatz nach den starken Regenfällen in Hagen.

Die Bundeswehr rücktean, um den Menschen in Hagen zu helfen.

In Hagen-Dahl hat das Unwetter eine Brücke zerstört.

06.33 Uhr: Weitere Dämme in Wassenberg können brechen

Wie die Stadt am Samstagnachmittag mitteilte, stagnieren die Pegelstände seit dem Samstagmorgen, noch immer könnten Deiche brechen. Sieben Straßen dürfen weiterhin ganz oder teilweise nicht betreten werden. Im Ortsteil Ohe dagegen dürfen alle Bewohner wieder in ihre Häuser zurück. Hier ist sind die Pegelstände gesunken.

In den vergangenen Tagen war schon ein Damm der Rur im Ortsteil Ophoven des Ortes Wassenberg im Kreis Heinsberg gebrochen. Rettungskräfte hatten den Ortsteil Ophoven der Stadt Wassenberg evakuiert - 700 Einwohner wurden in Sicherheit gebracht. Die Rur hat seine Quelle in der Eifel und mündet bei Roermond in den Niederlanden in die Maas.

Burgermeister Marcel Maurer hatte am Freitagabend als Ursache für den Dammbruch im Stadtteil Ophoven das Schließen der Schleusen in Roermond genannt. Dies habe zu einem Rückstau geführt und den Druck auf den deutschen Deich erhöht. Er hatte die niederländischen Behörden gebeten, die Schleusen wieder zu öffnen. Das hatte die niederländische Seite abgelehnt und alle Schuld von sich gewiesen. Bei Hochwasser werde die Schleuse der Rur in Roermond immer geschlossen, um ein Überfluten der Stadt durch von der Maas in die Rur drückende Wassermassen zu verhindern.

06.03 Uhr: Mittlerweile 156 Tote durch Unwetter

Die Zahl der Todesopfer durch die Unwetterkatastrophe in Deutschland ist nochmals deutlich gestiegen und liegt nun bei 156. Wie das Polizeipräsidium in Koblenz am frühen Sonntagmorgen mitteilte, erhöhte sich die Zahl der Toten in Rheinland-Pfalz um weitere zwölf auf 110. Die Behörde äußerte die Befürchtung, "dass noch weitere Todesopfer hinzukommen". Zahlreiche Menschen in Rheinland-Pfalz sowie in Nordrhein-Westfalen galten weiterhin als vermisst. In NRW waren bis Samstagabend 45 Tote gezählt worden. Zudem kam mindestens ein Mensch bei Überschwemmungen im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land ums Leben.

05.15 Uhr Finanzminister Scholz kündigt Soforthilfe für Flutopfer an

Olaf Scholz (SPD), Bundesminister für Arbeit und Soziales, spricht bei einem Pressebriefing zur bevorstehenden IWF/Weltbank-Frühjahrstagung (IMFC) sowie zum virtuellem G20-Treffen der Finanzminister und Notenbank-Gouverneure.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat eine Soforthilfe von mehr als 300 Millionen Euro für die Opfer der Flutkatastrophe angekündigt. Am Mittwoch wolle er dem Bundeskabinett den Plan für die Soforthilfe vorlegen, sagte Scholz der "Bild am Sonntag". Beim vorherigen Flutdesaster sei eine Soforthilfe des Bundes von "deutlich mehr als 300 Millionen Euro" nötig gewesen: "Da wird jetzt sicher wieder so viel gebraucht."

04.10 Uhr: Merkel besucht Hochwassergebiet in Rheinland-Pfalz

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am Sonntagnachmittag die vom Hochwasser betroffenen Gebiete in Rheinland-Pfalz besuchen. Merkel werde sich in der Eifelgemeinde Schuld, die besonders schwer von der Unwetterkatastrophe getroffen wurde, ein Bild von der Lage machen. Im Anschluss ist ein Pressestatement in Adenau geplant - gemeinsam mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und weiteren rheinland-pfälzischen Ministern. Für Montag hat sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz angekündigt.

04.00 Uhr: Unwetter in Teilen Sachsens

Immense Regenfälle verursachten am Samstag auch in Teilen Sachsens heftige Überschwemmungen. In der Sächsischen Schweiz waren mehrere Ortslagen von Städten und Gemeinden nicht mehr erreichbar. Besonders betroffen seien Neustadt, Sebnitz, Bad Schandau, Reinhardtsdorf-Schöna und Gohrisch, informierte das Landratsamt am Abend. Die Bahnstrecke zwischen Bad Schandau und dem tschechischen Decin wurde gesperrt.

03.59 Uhr: Sintflutartiger Regen auch im Berchtesgadener Land

Nach sintflutartigem Regen war die Feuerwehr im Landkreis Berchtesgadener Land in Oberbayern seit Samstagabend mit rund 500 Einsatzkräften im Dauereinsatz. Der Landkreis hat aufgrund des Unwetters den Katastrophenfall ausgerufen. Zwei Menschen starben in dem Hochwassergebiet. Es sei bei einem Todesfall aber noch unklar, ob der dieser in Zusammenhang mit dem Hochwasser stehe, sagte die Sprecherin des Landratsamt Berchtesgadener Land, Alexandra Rothenbuchner.

Hier die Unwetter-Ticker der vergangenen Tage zum Nachlesen:

Stand: 18.07.2021, 20:42

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