Unwetter-Ticker von Mittwoch (14.07.2021) zum Nachlesen

Unwetter-Ticker von Mittwoch (14.07.2021) zum Nachlesen

  • Zwei Feuerwehrmänner gestorben
  • Evakuierungen: Talsperren laufen über
  • Bundeswehr hilft im überfluteten Hagen
  • Alle Infos im Unwetter-Live-Ticker

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23.59 Uhr: Haus in Hagen "akut einsturzgefährdet"

Auch wenn der Regen in Hagen am Abend aufgehört hat, ist die Lage dort weiterhin angespannt. WDR-Reporter Julian Lang berichtet, dass ein Haus "akut einsturzgefährdet" sei. "Die Wassermassen haben da die ganze Wand rausgerissen und dafür gesorgt, dass die Statik da nicht mehr sicher ist." Deswegen sei eine ganze Häuserzeile evakuiert worden.

23.36 Uhr: Wuppertal warnt vor überlaufender Talsperre

Trotz nachlassendem Regen gibt es nach Auskunft der Stadt Wuppertal keine Entwarnung - im Gegenteil. Es bestehe die Gefahr, dass es zu weiteren Überschwemmungen der Wupper im Stadtgebiet kommt. Grund seien die massiven Zuläufe in die Wuppertalsperre, die zu einem überlaufen führen könnten. In der Nacht sollten sich deshalb keine Personen in der Nähe der Wupper aufhalten. Anwohner sollten wenn möglich daserste Obergeschoss aufsuchen. Alle Unterführungen auf der Talsohle würden gesperrt.

23.20 Uhr:Talsperren laufen über - Evakuierungen laufen

Der Dauerregen sorgt zunehmend für Probleme an Talsperren. Im Kreis Euskirchen ist die Steinbachtalsperre bereits übergelaufen. Laut dem Rhein-Sieg-Kreis werden deshalb die Ortsteile Rheinbach-Oberdrees und Niederdrees sofort geräumt.

Auch die Wupper-Talsperre ist zu voll. Dort müssen dringend große Mengen Wasser abgelassen werden. Die Polizei warnt: "Wegen extremer Regenfälle wird die Wupper-Staumauer in Kürze überlaufen. Der Pegel der Wupper wird hierdurch im Stadtgebiet Radevormwald in kurzer Zeit sehr stark anschwellen! Es besteht die akute Gefahr der Überflutung." Die Anwohner der Ortslagen entlang der Wupper im Stadtgebiet Radevormwald werden deshalb aufgefordert, "umgehend den Gefahrenbereich zu verlassen".

Stark- und Dauerregen - Bilder aus NRW

Starkregen und Unwetter sorgen in NRW für große Probleme. Überflutete Straßen, über die Ufer tretende Flüsse und vollgelaufene Keller sorgen für große Schäden.

Eine überflutete Straße in Stolberg.

In Stolberg (Städteregion Aachen) durchquert die Vicht, die auch Vichtbach genannt wird, die Stadt. Aber von einem "Bach" redet heute hier niemand mehr. Die Vicht hat eine zerstörerische Wucht entfaltet.

In Stolberg (Städteregion Aachen) durchquert die Vicht, die auch Vichtbach genannt wird, die Stadt. Aber von einem "Bach" redet heute hier niemand mehr. Die Vicht hat eine zerstörerische Wucht entfaltet.

Das Tal des Leverkusener Stadtteils Schlebusch ist komplett in der Dhünn versunken.

In Wuppertal ist die Lage besonders dramatisch: Die Wupper, die sich über 20 Kilometer mitten durch die Stadt schlängelt, ist stark angestiegen. Einige Straßen entlang des Flusses wurden gesperrt. Anwohner wurden zudem aufgefordert, sich nicht in Kellergeschossen aufzuhalten, sondern sich in höher gelegene Wohnungen zu begeben.

Auch der Berufsverkehr ist betroffen, es gibt starke Behinderungen: So ist die A61 Koblenz - Mönchengladbach ist zwischen Kreuz Meckenheim und Rheinbach in beiden Richtungen gesperrt.

Der Grund der Autobahn-Sperrung: die A61 wurde unterspült.

Auch in Velbert im Kreis Mettmann steht das Wasser in der Nacht auf den Straßen.

Große Schäden werden aus Hagen gemeldet. Gegen Mittag wird dort NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) erwartet.

In der Nacht sind die Straßen in Hagen überflutet.

Die Fortbewegung mit dem Auto ist in Hagen in weiten Teilen unmöglich. Aber auch zu Fuß ist es beschwerlich.

Die Fluten haben mehrere Autos weggeschwemmt und teils stark beschädigt.

Die Menschen in Hagen bekommen Hilfe von der Bundeswehr - sogar Panzer sind hier jetzt im Einsatz.

In Erkrath reicht das Wasser bei vielen Häusern mittlerweile bis zu den Fenstern. Und mit Tempo 30 kann hier auf den Straßen schon lange keiner mehr fahren.

An Fahren ist bei diesem Auto überhaupt nicht mehr zu denken. Der Wagen steht bis zum Dach unter Wasser.

Auch in Dortmund hat der Regen Straßen unter Wasser gesetzt. Autos stecken fest.

Freiwillige in Gevelsberg packen und schleppen tausende Sandsäcke, um Anwohner vor weiteren Wasserschäden zu schützen.

Auch für die Feuerwehr in Hagen gibt es Unterstützung. Selbst aus dem 120 Kilometer entfernten Bielefeld kamen 25 Fahrzeuge.

Die Fußgänger stehen mittlerweile fast knietief im Wasser.

An diesem Haus in Hagen haben die Wassermassen eine Hauswand eingedrückt und fließen durch das Gebäude. 

Diese Straße - ebenfalls in Hagen - wurde überflutet und mit Geröll und Schlamm überschwemmt.

Ein Bagger kämpft verzweifelt gegen die Wasser- und Geröllmengen an.

Und auch die Menschen starten erste Aufräumarbeiten.

In Hagen-Hohenlimburg stand eine Unterführung vollständig unter Wasser.

Die kreisfreie Stadt hat es mit am schlimmsten getroffen. Bereits in der Nacht liefen in Hagen Keller voll, Straßen und Fußgängerzonen wurden überspült. "Die Leute sind verzweifelt", sagte ein Sprecher der Polizei.

Der kräftige Regen lässt auch den Rhein steigen. Der Pegelstand lag in Köln am Mittwochmorgen bei 5,47 Metern - 24 Stunden später liegt er bereits bei 6,89 Metern. Damit ist bereits die Hochwassermarke I - sie liegt bei 6,20 Metern - überschritten. Schiffe dürfen nur noch mit gedrosselter Geschwindigkeit und in der Mitte des Flusses fahren.

In der Domstadt mussten einige Straßen wegen vollgelaufener Unterführungen gesperrt werden.

Und auch in Düsseldorf-Grafenberg haben die Feuerwehrleute alle Hände voll zu tun.

Eine komplette Bundesstraße in Düsseldorf nach Richtung Duisburg wurde überflutet.

In Rheine wurde die Fahrerin aus ihrem Auto von Helfern befreit.

In Unna suchten sich die Wassermassen ebenfalls ihren Weg und überfluteten Straßen, Vorgärten und Hauseingänge.

In Würselen führte der Starkregen sogar zum Einsturz eines Daches in einem Einkaufszentrum. Eine Person wurde leicht verletzt. Die Geschäfte wurden evakuiert.

Auch die historische Altstadt von Kornelimünster muss aufgrund des Unwetters evakuiert werden.

In Erkrath konnte eine Feuerwehrfrau einen Fisch von der Strasse auflesen. Die Düssel tritt an einigen Stellen über die Ufer und die Abwasserkanäle sind überfüllt.

Vollgelaufene Garagen gehören für die Feuerwehr nicnt nur hier in Erkrath derzeit zum Alltag.

Der Schaden für die Besitzer ist groß.

Eine Unterführung in Erkrath steht zur Hälfte unter Wasser.

Ein Campingplatz am Vichtbach in Roetgen-Mulartshütte musste gegen vier Uhr in der Nacht geräumt werden. Auch in Hattingen wurde ein Campingplatz geräumt.

Ein Boot der DLRG hilft in Aachen den feststeckenden und eingeschlossenen Anwohnern.

Die nahe Aachen gelegene Dreilägerbachtalsperre ist so voll, dass sie überzulaufen droht.

Auch dieser Keller in Solingen stand unter Wasser.

In Altena waren am Morgen die wichtigsten Zufahrtstraßen gesperrt. Sie sind voller Schlamm.

An diesem Hang in Altena hat der Starkregen einen Erdrutsch ausgelöst.

Die Bundesstraße 236 bei Altena ist komplett überschwemmt und gesperrt.

Stark vom Unwetter getroffen ist auch Iserlohn. Im Stadtteil Lasbeck strömen Wassermassen von einem Hang in den Ortsteil - mehrere Häuser wurden evakuiert.

Auch der Landwirtschaft bereiten die starken Regenfälle Probleme. Dieser Acker in Pulheim steht nahezu komplett unter Wasser.

In unserem Nachbarland herrscht ebenfalls "Land unter". Hier ein Bild aus dem belgischen Eupen.

22.47 Uhr: Unwetterwarnungen aufgehoben

Gute Nachrichten für alle Betroffenen in den Unwetterregionen von NRW: Der Deutsche Wetterdienst hat am Abend alle Unwetterwarnungen aufgehoben. Zwar kann es noch weiterhin regnen. Aber nicht mehr in dem Ausmaß, wie in den vergangenen Stunden.

22.37 Uhr: Steinbachtalsperre läuft über, Feuerwehr räumt Ortschaften

Spaziergang Steinbachtalsperre in der Eifel

Normalerweise lädt die Staumauer der Steinbachtalsperre zum Spaziergang ein. Nun läuft Wasser drüber

Im Kreis Euskirchen ist die Steinbachtalsperre übergelaufen. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers fließt das Wasser über die Staumauer und bedroht angrenzende Ortschaften mit mehreren Tausend Einwohnern. Im Ortsteil Schweinheim ist der Strom komplett ausgefallen. Die Feuerwehr hat mit der Räumung der betroffenen Gebiete begonnen. Allerdings kommen die Einsatzkräfte nur schleppend voran, da die überfluteten Straßen kaum noch zu passieren sind.

22.23 Uhr: Überschwemmungen in Eschweiler

In Eschweiler nimmt das St. Antonius-Hospital keine Patienten mehr an. Der Grund: Die Stromversorgung ist durch die Wassermassen bedroht. Eine Evakuierung ist aber nicht geplant. Auch sonst gibt es im ganzen Stadtgebiet von Eschweiler Überschwemmungen. Die Rettungskräfte bekommen nun Verstärkung von der Feuerwehr Münster.

22.18: Überflutete Autobahnen in NRW sorgen für Sperrungen und Staus

Das Regen-Unwetter hat auf zahlreichen Autobahnen für überflutete Fahrbahnen gesorgt. Sperrungen und Staus waren die Folge. Am Abend wurde in Köln die A1 zwischen dem Kreuz Köln-West und Köln-Bocklemünd in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Grund war laut Autobahngesellschaft Rheinland ein überfluteter Tunnel. Auch in Höhe des Leverkusener Kreuzes stand die A1 unter Wasser.

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21.59 Uhr: Hautreizungen wegen Chemiepark-Abwässer

Nach dem Überlaufen einer Abwasserbehandlungsanlage in einem Chemiepark in Hürth bei Köln haben Anwohner Hautreizungen erlitten. Wie die Einsatzleitung des Chemieparks mitteilte, hatte der viele Regen zu Einschränkungen an der Anlage geführt. Ein Überlaufen habe nicht verhindert werden können. Dadurch sei es zum Abfluss erheblicher Mengen Niederschlagswassers sowie Abwassers auf eine Straße gekommen.

Ein Sprecher bezifferte die Anzahl der betroffenen Personen mit "ein paar". Der Chemiepark machte zunächst keine Angaben darüber, welche Stoffe die Hautreizungen ausgelöst haben könnten.

21.51 Uhr: Angespannte Lage in Swisttal und Rheinbach

Die anhaltenden Regenfälle bringen die Rettungskräfte im Rhein-Sieg-Kreis an ihre Grenzen. Besonders angespannt ist die Lage in der Gemeinde Swisttal und in Rheinbach. Dort stehen Teile der Innenstadt unter Wasser. Die Feuerwehr hat die Bewohner aufgerufen, sich in die oberen Stockwerke zurückzuziehen. Eine Räumung der Gebäude werde es nicht geben, um ein Verkehrschaos zu verhindern, sagte eine Sprecherin der Kreisverwaltung dem WDR.

21.27 Uhr: Neue Details zum Todesfall in Altena

Dem tragischen Todesfall in Altena ging offenbar die Rettung einer anderen Person voraus. Ein Sprecher der Polizei im Märkischen Kreis sagte, dass der 46 Jahre alte Feuerwehrmann bei der Rettung eines Mannes ums Leben gekommen. Bisherige Ermittlungen hätten ergeben, dass in einem überfluteten Stadtteil ein Mann ins Wasser geraten war. Den Feuerwehrleuten sei es gelungen, ihn zu retten. Beim Wiedereinstieg ins Einsatzfahrzeug sei der Feuerwehrmann ins Wasser gefallen und abgetrieben worden. Kurze Zeit später habe man ihn nur noch tot bergen können.

"Wir sind zutiefst bestürzt und traurig. Unser Mitgefühl gilt allen Angehörigen, Freunden und Kameraden des Verstorbenen", teilte die Polizei mit. Vom Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes hieß es: "Es ist tragisch, wenn wir einen der unseren im Einsatz verlieren."

21.21 Uhr: Busverkehr in Wuppertal eingestellt

Der Pegelstand der Wupper hat laut Stadt mit 3,40 Meter einen Höchststand erreicht. Der normalerweise in einem tiefen Flussbett durch die Stadt laufende Fluss trat an mehreren Stellen über die Ufer. Der Busverkehr wurde eingestellt. Die Stadt warnte die Bewohner vor dem Betreten vollgelaufener Keller und Tiefgaragen. "Es besteht Lebensgefahr!" Zudem warb sie um Verständnis, dass die Feuerwehr zeitweise keine Keller leer pumpen kann. "Es gibt zu viele Einsatzorte und es gibt auch keine Stellen, wo das Wasser hingepumpt werden kann."

Zeitweise hatte in einem Stadtteil auch ein Stromausfall gedroht, von dem mehrere tausend Bewohner betroffen gewesen wären. Die gefährdeten Stromleitungen konnten aber noch rechtzeitig mit einem Kran gesichert werden.

21.09 Uhr: Über 1.700 Einsätze für Kölner Feuerwehr

Köln: Nur das Dach eines Autos schaut noch aus dem Wasser, das eine Bahnunterführung geflutet hat

Nur das Dach eines Autos schaut noch aus dem Wasser an dieser Bahnunterführung

Am späten Nachmittag wurde auch die Kölner Feuerwehr verstärkt gefordert. Bis zum Abend gab es gut 1.000 wetterbedingte Einsätze. Hinzu kamen 700 offene Einsätze, die noch abgearbeitet werden mussten. Es gab vollgelaufene Keller, überspülte Straßen sowie geflutete Unterführungen im gesamten Stadtgebiet.

20.50 Uhr: Autobahn droht abzusacken

Sperrung der A61 nach Unwetter

An der A61 bei Meckenheim ist eine Stützwand eingebrochen. Die Autobahn droht dort abzusacken. Auf der Strecke Mönchengladbach Richtung Koblenz ist die A61 zwischen dem Kreuz Meckenheim und dem Dreieck Sinzig gesperrt.

20.42 Uhr: Verspätungen und Zugausfälle bei der Bahn

Die heftigen Unwetter beeinträchtigen auch den Zugverkehr in NRW. Zwischen Köln und Düsseldorf sowie zwischen Köln und Wuppertal kommt es nach Angaben der Deutschen Bahn zu Verspätungen und Ausfällen. Auf der Strecke zwischen Köln und Koblenz wurde auf beiden Seiten des Rheins der Fernverkehr eingestellt. Auch die Strecke Köln - Aachen ist nicht befahrbar. Die ICE-Züge Frankfurt - Köln - Brüssel fahren nur zwischen Frankfurt und Köln.

20.36 Uhr: Einschätzungen von Wetterexperte Karsten Schwanke

Ein Auto, bis zum Dach im Wasser versunken, steht auf der überfluteten Morper Alle

"Das habe ich noch nicht gesehen", sagt WDR-Wetterexperte Karsten Schwanke über die Regenmengen der letzten 24 Stunden. Denn der viele Regen sei nicht wie sonst üblich punktuell aus einer Gewitterwolke gekommen, sondern auf einer großen Fläche. Zum Teil habe es mehr als 180 Liter pro Quadratmeter gegeben.

20.21 Uhr: Angespannte Lage in deutsch-belgischer Grenzregion

Überflutung im belgischen Eupen bei Aachen

Überflutung im belgischen Eupen bei Aachen

Nicht nur in der Region Aachen kommt es zu Überschwemmungen, auch hinter der Grenze zu Belgien sind die Menschen vom heftigen Dauerregen betroffen. Die belgische Stadt Eupen im Grenzland hat rund 2.000 Menschen in Sicherheit gebracht.

Auf deutscher Seite hat die Stadt Stolberg Verstärkung durch 100 Einsatzkräfte des Landes bekommen. Der Ort Mulartshütte in der Gemeinde Roetgen ist evakuiert. Die meisten Bürger sind im Gemeindehaus untergebracht.

19.53 Uhr: Wichtiges zum Thema Unwetter und Versicherungen

Wenn der Regen nachlässt und das Wasser abfließt, geht es in den Unwetter-Regionen ans Aufräumen. Dann werden auch die Schäden sichtbar. Für Betroffene ist es dann wichtig, einen guten Versicherungsschutz zu haben. Hier einige Informationen dazu:

19.19 Uhr: Laschet reist am Donnerstag nach Hagen

Wenn Spitzenpolitiker im Bundestagswahlkampf in Hochwassergebiete reisen, kommen schnell Erinnerungen an Gerhard Schröder und das Jahr 2002 hoch. Seine Auftritte mit Gummistiefeln sollen im im Wahlkampf geholfen haben. Nun hat sich auch Armin Laschet zu diesem Schitt entschlossen. Nach Angaben der Düsseldorfer Staatskanzlei wird der NRW-Ministerpräsident und Kanzlerkandidat der Union am Donnerstag nach Hagen reisen.

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19.02 Uhr: Hagen ruft Notstand aus

In Hagen wurde nun der Notstand ausgerufen. Wegen des Starkregens sollen die Menschen in die oberen Stockwerke gehen oder versuchen, in die höher gelegenen Stadtteile zu gehen. Laut dem Krisenstab wird in den kommenden zwei Stunden mit einem Hochwasser gerechnet, das nur alle 25 Jahre auftritt. Am Abend hieß es: "Personen, die in unmittelbarer Nähe von Hagener Flüssen (insbesondere der Volme) wohnen, werden dringend dazu aufgerufen, sich selbstständig in gesicherte höher liegende Bereiche zu evakuieren."

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18.56 Uhr: Feuerwehrmann in Altena ertrunken

Die heftigen Unwetter in NRW haben nun auch ein erstes Todesopfer gefordert. In Altena ist ein Feuerwehrmann ums Leben gekommen. Das bestätigte das Ordnungsamt dem WDR. Dem jungen Mann seien im Einsatz die Beine weggerissen worden und er sei ertrunken.

18.35 Uhr: Bundeswehr in Hagen angekommen

Panzer im Einsatz in Hagen

Die Menschen in Hagen bekommen jetzt Hilfe von er Bundeswehr. Am späten Nachmittag sind dort zwei Räumpanzer angekommen.

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18.28 Uhr: Feuerwehr baut Damm an der Düssel

Feuerwehrleute im Einsatz in Düsseldorf-Grafenberg

Das Wasser der Düssel ist stark angestiegen

Im Düsseldorfer Stadtteil Grafenberg war ein Teil der Siedlung unter Wasser. Jetzt hat sich die Düssel wieder ins Flussbett zurückgezogen. Die Feuerwehr baut einen Damm. "Wir werden hier die ganze Nacht im Einsatz sein", sagt ein Sprecher der Feuerwehr dem WDR. "Entweder wir versuchen das Wasser aufzuhalten, wenn es wieder ansteigt, oder wir fangen an, die Keller leer zu pumpen."

18.15 Uhr: Aufzugschächte in Rheine unter Wasser

In Rheine gibt es Probleme in einem Krankenhaus. Die Aufzugschächte im Matthias-Spital stehen unter Wasser. Der Krankenhausbetrieb ist eingeschränkt. In der ganzen Stadt gab es in den letzten Stunden 200 Einsätze für die Feuerwehr.

17.35 Uhr: Unwetter legt Zugverkehr im Raum Bonn lahm

Auch rund um den Bonner Hauptbahnhof sorgt das Unwetter für Sperrungen und Zugausfälle. So will die Deutsche Bahn für die Voreifelbahn zwischen Witterschlick und Bonn einen Ersatzverkehr mit Bussen einrichten. Zwischen Bad Godesberg und Bonn liegt ein umgestürzter Baum auf den Gleisen.

Sowohl der Regionalverkehr zwischen Remagen und Köln als auch der Fernverkehr sind stark gestört. Für beide Strecken meldet die Bahn außerdem, dass es im Stellwerk am Bonner Hauptbahnhof Probleme gibt.

17.23 Uhr: Hochwasser-Experte nennt Situation "absolut ungewöhnlich"

Nach den heftigen Regenfällen der vergangenen Stunden sind an zahlreichen Flüssen in NRW Hochwasser-Warnwerte überschritten. "Das ist eine Situation, wie wir sie sonst allenfalls aus dem Winter kennen. Im Sommer ist sowas in der Fläche und Intensität absolut ungewöhnlich", sagte der Leiter des Hochwasserinformationsdienstes des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, Bernd Mehlig.

So führten die Lenne und die Volme im Sauerland derzeit so viel Wasser, dass örtliche Überflutungen drohten. In der Region habe es stellenweise bis zu 100 Liter den Quadratmeter in nur wenigen Stunden geregnet. Auch in der Eifel machen steigende Pegelstände von Inde und Wurm Sorgen. Beide Gewässer münden in die Rur und lassen auch dort die Wasserstände steigen.

Hochwasser-Experte Mehlig sprach für das Sauerland und die Eifel von einer ernstzunehmenden Situation, in der die örtlichen Feuerwehren sich mancherorts weiter auf Überflutungen einstellen müssten.

17.05 Uhr: Voll gelaufene Keller auch im Münsterland

Im Münsterland ist der Regen auch durchgezogen, aber kein Vergleich zu anderen Regionen von NRW. In einigen Orten sind die Feuerwehren unterwegs wegen voll gelaufener Keller. Allein die Feuerwehr im Kreis Steinfurt ist zu 300 Einsätzen gerufen worden, die Hälfte davon in Rheine. Alle Hände voll zu tun haben auch die Feuerwehren in Münster und im Kreis Warendorf.

16.47 Uhr: Dach von Einkaufszentrum eingestürzt

Würselen: Trümmer des Dachs liegen in einem Einzelhandelsgeschäft in einem Einkaufszentrum

Das Dach eines Einkaufszentrum in Würselen ist eingestürzt

In Würselen bei Aachen ist durch den vielen Regen das Dach eines Einkaufszentrums eingestürzt. Eine Person wurde leicht verletzt. Die Geschäfte wurden evakuiert.

16.40 Uhr: Immer wieder Störungen auf den Autobahnen

Wegen der widrigen Wetterverhältnisse gibt es auf den Autobahnen immer wieder Störungen. So kommt es laut dem WDR-Verkehrsstudio auf der A555 von Bonn Richtung Köln zwischen Köln-Godorf und Köln-Bayenthal zu langen Wartezeiten. Im Kreuz Köln-Süd ist die Verbindung zur A4 in Richtung Aachen wegen Überflutung gesperrt.

16.35 Uhr: Dämme aus Sandsäcken in Solingen

Zum Schutz vor einem möglichem Übertreten der Wupper und Bächen in Solingen hat die Feuerwehr über 2.000 Sandsäcke eingesetzt. Zudem sperrten Einsatzkräfte zwei unmittelbar an dem Fluss gelegene Parkplätze ab, sagte ein Feuerwehrsprecher. Mit den Sandsäcken seien Dämme an den Gewässern gebaut worden, um etwa ein Firmengebäude zu schützen.

16.25 Uhr: Bielefelder helfen in Hagen

25 Feuerwehrfahrzeuge aus Bielefeld rücken nach Hagen aus

Die Bielefelder Feuerwehr rückt nach Hagen aus

Angesichts der Schäden bekommen die Menschen in Hagen Hilfe aus Bielefeld. So sind rund 110 Feuerwehrleute und 30 Fahrzeuge auf dem Weg nach Hagen - auch acht Rettungswagen und zwei Notärzte.

Nach Angaben der Stadt Hagen sind insgesamt rund 440 Kräfte im Einsatz. Auch aus dem Hochsauerlandkreis, dem Kreis Olpe und dem Kreis Siegen-Wittgenstein gebe es Hilfe.

16.11 Uhr: Altstadt in Stolberg teilweise überflutet

Die Lage in Stolberg spitzt sich weiter zu, die Vicht ist über die Ufer getreten

In Stolberg kommt es zu Überschwemmungen

Die Lage in der Stadt Stolberg spitzt sich zu. Die Vicht ist wie befürchtet über die Ufer getreten. Erste Straßenzüge der Altstadt werden überflutet. WDR-Reporter Michael Esser berichtet: "Noch sind meist Keller betroffen, aber es geht klar in Richtung Erdgeschoss. Die Feuerwehr bereitet deshalb eine Evakuierung der besonders betroffenen Straßen vor." Jede verfügbare Kraft bei Feuerwehr, THW oder Rotem Kreuz helfe.

15.55 Uhr: Bundeswehr soll in Hagen helfen

Die Stadt Hagen hat die Bundeswehr zur Hilfe gerufen. Die Soldaten sollen vor allem überflutete Straßen freiräumen. Weil es heute Nachmittag wieder mehr regnet, rechnen die Einsatzkräfte auch mit neuen Schäden.

Zudem wird in der größten Sporthalle der Stadt eine Notunterkunft für 500 Menschen eingerichtet. Sie werden hier von Hilfsorganisationen verpflegt. Die Stadt warnt auch vor einer Falschmeldung.

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15.35 Uhr: Innenminister Reul: "Schwierige Lage"

Herbert Reul, CDU

Herbert Reul

Der Starkregen im Land hat laut NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) zu einer "außerordentlich schwierigen Lage" in einigen Regionen geführt. "Die weitere Entwicklung ist derzeit nicht mit Sicherheit absehbar", sagte Reul am Nachmittag. Seit Dienstag hätten landesweit rund 3.900 Kräfte fast 2.100 Einsätze bewältigt. Der Minister dankte den Einsatzkräften.

15.29 Uhr: Aachen will Bewohner von Kornelimünster in Sicherheit bringen

Die historische Altstadt von Kornelimünster muss aufgrund des Unwetters evakuiert werden

Land unter in der historischen Altstadt von Kornelimünster

Es droht eine Überflutung des historischen Kerns des Aachener Stadtteils Kornelimünster. Grund sei der steigende Pegel des Flusses Inde in dem Stadtteil, teilte die Stadt mit. Die Feuerwehr bereite eine Notunterkunft vor, um Menschen aus Teilen des betroffenen Gebiets aufnehmen zu können. Wer bei Familie oder Freunden unterkommen kann, solle dies zu tun. "Momentan ist die Lage noch unter Kontrolle", teilte die Stadt am frühen Nachmittag mit.

15.13 Uhr: Autobahn 44 in Höhe Düsseldorf-Nord gesperrt

Wegen einer überfluteten Fahrbahn ist die A44 ab dem Kreuz Düsseldorf-Nord gesperrt. Ein auf Ratinger Stadtgebiet parallel zur Autobahn verlaufender Bach ist über die Ufer getreten. Ebenfalls von der Überflutung betroffen ist der Tunnel "Schwarzbach". Die Sperrung in Fahrtrichtung Mönchengladbach kann voraussichtlich erst morgen wieder aufgehoben werden.

Am Mittag war es nach Angaben der Autobahnniederlassung Rheinland nicht möglich im Kreuz Köln-Süd von der A555 auf die A4 nach Aachen zu fahren. Auf einer überfluteten Fahrbahn der A4 zwischen Weisweiler und Langerwehe ist das Wasser mittlerweile abgeflossen.

15.02 Uhr: Anwohner sollen Düsseldorfer Siedlung verlassen

Die Stadt Düsseldorf hat wegen einer drohenden Überschwemmung die Anwohner im Stadtteil Grafenberg zum Verlassen ihrer Wohnungen aufgefordert. Besonders betroffen vom steigenden Hochwasser der Nördlichen Düssel seien etwa 350 Gebäude der Ostparksiedlung, teilte die Stadt mit. Eine Betreuungsstelle sei in einer Schule eingerichtet worden.

Die Stadt rechnet damit, dass die Keller der Häuser mit Wasserständen von bis zu zwei Metern Höhe überflutet werden. Am Nachmittag soll zudem aus Sicherheitsgründen und zum Schutz der dortigen Trafo-Station der Strom abgeschaltet werden.

Wer sich in dem betroffenen Gebiet aufhalte, solle Heiz- und Kochgeräte abschalten und die Gebäude anschließend sofort verlassen, warnt die Stadt. Zudem fordert sie die Menschen auf, geparkte Fahrzeuge aus dem Überflutungsbereich wegzubringen.

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14.15 Uhr: Schwimmbecken in Solingen laufen über

Heftiger Regen hat in einem Solinger Freibad offenbar die Technik beschädigt und mehrere Schwimmbecken überlaufen lassen. Eine neue Hebepumpe im Keller sei ausgefallen, so dass der Technikraum nun unter Wasser stehe, sagte eine Stadtsprecherin. Die Pumpe bereite normalerweise das Regenwasser auf und war von den großen Wassermengen womöglich überlastet.

Zudem lief ein benachbarter Teich am Freibad über, das Wasser floss wiederum in die Schwimmbecken und brachte diese zum Überlaufen. Einsatzkräfte der Feuerwehr sind damit beschäftigt, den Keller und die Becken leerzupumpen.

13.52 Uhr: Dammbruch in Lasbeck

Im sauerländischen Lasbeck mussten 36 Wohnungen und ihre Bewohner geräumt werden. Dort war ein Damm gebrochen - es herrschte akute Überflutungsgefahr. Dem WDR schilderte ein Anwohner, wie er seine Kinder aus dem Keller rettete, wo sie schliefen. Die Mädchen sind unversehrt.

13.30 Uhr: Feuerwehr überlastet - Erkrather mussten lange auf Hilfe warten

Ein Auto, bis zum Dach im Wasser versunken, steht auf der überfluteten Morper Alle

Versunkenes Auto in Erkrath

In Erkrath mussten von der Überflutung betroffenen Menschen am Vormittag teilweise lange auf Hilfe warten. "Kommt keiner", sagte ein Anwohner, "ich nehme an, dass die Feuerwehrleute alle zu tun haben". Nicht nur, dass wegen der Überlastung der Kanalisation vorerst nur noch die Toilette benutzt werden durfte und sonst nichts. "Wir haben auch keinen Strom."

13.02 Uhr: Kleine Flüsse treten über die Ufer - Sorge bei den Anwohnern

Gewöhnlich sind die Inde in Kornelimünster, der Vichtbach in Roetgen und die Wurm im Kreis Heinsberg keine besonders beeindruckenden Flüsse. Das hat sich heute dramatisch verändert - der Dauerregen hat die beschaulichen Gewässer stark anschwellen lassen. Die Wurm macht aktuell die größten Sorgen. Herzogenrath hat große Sandcontainer entlang des Wurm-Ufers in der Innenstadt aufgestellt.

Auch in Geilenkirchen fürchten Anwohner Überflutungen. In Heinsberg-Randerath hatte die Wurm gestern noch einen Pegel von 80 Zentimeter, heute zwei Meter mehr.

12.18 Uhr: Kölner Militärringstraße überschwemmt

Militärring in Köln-Longerich ist nach Dauerregen wegen Überflutung gesperrt

Militärring gesperrt

Entgegen der Prognosen ist Köln bisher von den stärksten Niederschlägen verschont geblieben. Laut Feuerwehr gab es bisher nur 55 Unwetter-bedingte Einsätze: vollgelaufene Keller, überflutete Unterführungen und im Stadtteil Lövenich muss ein Indoor-Spielplatz von Wasser befreit werden. Allerdings musste am Vormittag eine der wichtigsten Verkehrswege der Stadt beim Stadtteil Longerich wegen Überflutung gesperrt werden: die Militärringstraße.

11.56 Uhr: Münsterland bleibt weitgehend verschont

Das Unwetter hat gestern Abend in Beckum für einige vollgelaufene Keller gesorgt. Die Feuerwehr zählte 70 Einsätze. Auch ein umgefallener Baum musste von einer Straße beseitigt werden. Verletzt wurde niemand. Im restlichen Münsterland gab es keine Unwetter-bedingten Einsätze. Die Nacht verlief ruhig, heißt es aus den Leitstellen.

11.33 Uhr: Feuerwehr stapelt Sandsäcke in Sundern

Auch in Sundern (Hochsauerlandkreis) laufen seit dem frühen Morgen Notfalleinsätze der Feuerwehr. Unter anderem musste ein Regenrückhaltebecken, das überzulaufen drohte, gesichert werden. Aktuell versuchen die Einsatzkräfte, das Wasser aus einer überschwemmten Industriehalle abzupumpen. Mit Sandsäcken sollen die Wassermassen aus der Stadt gehalten werden.

11.30 Uhr: See in Kommern droht überzulaufen

Im Mechernicher Ortsteil Kommern (Kreis Euskirchen) hat die Feuerwehr Pumpstationen aufgebaut, um den hohen Wasserstand des Mühlensees zu senken. Ein benachbartes Restaurant und der ganze Ortsteil Kommern sind aktuell noch von den Wassermassen bedroht.

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11.15 Uhr: Erdrutsche in Altena

Durch Starkregen kam es zu einem Erdrutsch. Die Straße wurde gesperrt.

Wassermassen in Altena

In Altena im Sauerland haben die starken Regenfälle Erdrutsche ausgelöst. Von den umliegenden Hängen seien an mehreren Stellen größere Wassermengen auf die Stadt herabgestürzt, es sei zu "massiven Abrutschen" gekommen, teilte die Feuerwehr mit. "Unser Hauptaugenmerk liegt auf dem Stadtzentrum." Bisher habe es keine Verletzten gegeben.

11.12 Uhr: Gleise im Sauerland unterspült

Der Regen hat bei der Bahn im Regionalverkehr rund um Hagen den Verkehr lahmgelegt. Auf der Strecke nach Rummenohl (RB52) waren im Sauerland Gleise unterspült worden. Zügen aus Dortmund endeten in Hagen, Züge aus Lüdenscheid mussten in Rummenohl stoppen. Ansonsten sei der Bahnverkehr trotz der Wetterlage relativ normal unterwegs gewesen, teilte DB Regio mit.

11.10 Uhr: Appell der Polizei Hagen: Bleibt zuhause!

In Hagen hat die Polizei an die Bürger appelliert, zu Hause zu bleiben. Wer das Haus unbedingt verlassen müsse, solle angesichts überspülter Straßen, womöglich gefährlichem Treibguts und umstürzender Bäume besonders achtgeben, sagte eine Polizeisprecherin. "Es ist gerade eine schlechte Idee, nach Hagen zu kommen."

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11 Uhr: A46 bei Wuppertal nach Sperrung wieder frei

Starke Regenfälle haben Kies von einer Baustelle auf der Autobahn 46 in Richtung Wuppertal gespült und zeitweise für eine Vollsperrung gesorgt. Am Mittwochmorgen wurde einer der zwei Streifen zwischen der Anschlussstelle Haan-Ost und dem Sonnborner Kreuz wieder freigegeben, wie ein Sprecher der Autobahn GmbH sagte. Voraussichtlich bis zum Mittag müssten Arbeiter noch die Fahrbahn reinigen.

10.45 Uhr: Flüchtlingsheim in Erkrath evakuiert

Etwa 100 Bewohner eines Wohnheims für Geflüchtete in Erkrath müssen wegen Überschwemmungen umziehen. Dass Heim befindet sich in einem alten Schulgebäude, dort sei der Keller und die Sporthalle voll Wasser gelaufen, teilte die Stadt mit. Das Gebäude werde deshalb evakuiert. Gefahr für die Bewohner bestehe aber nicht. Die Feuerwehr in Erkrath musste bisher vier Menschen vor dem Wasser retten, zwei aus einem Haus und zwei aus einem Auto. Verletzt wurde bisher niemand.

10.35 Uhr: Feuerwehr in Düsseldorf im Dauereinsatz

In Düsseldorf musste die Feuerwehr bisher zu rund 330 Einsätzen ausrücken. Es seien Keller vollgelaufen und Straßen überschwemmt worden, teilte die Feuerwehr mit. Auch die Tiefgarage des Rheinmetall-Konzerns sei betroffen, dort stehe das Wasser bereits 40 Zentimeter hoch. Auch die Düssel tritt an einigen Stellen schon über die Ufer. Autofahrer wurden aufgerufen, sich von den Wassermassen an bestimmten Stellen fernzuhalten. Man solle mit dem Auto auch nicht durch überflutete Stellen fahren.

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10.22 Uhr: Schifffahrt auf der Ruhr gestoppt

In Essen muss die Weiße Flotte vor Anker gehen. Auf dem Baldeneysee und der Ruhr sei aufgrund des hohen Pegelstandes in Hattingen die Schifffahrt komplett untersagt worden, teilte die Weiße Flotte Baldeney-GmbH mit. Auf dem Rhein-Herne-Kanal gehe der Betrieb dagegen weiter.

10.20 Uhr: Autos schwimmen in den Straßen von Hagen

Nach WDR-Informationen hat sich die Hochwasser-Situation in Hagen dramatisch zugespitzt: Das Gelände eines Recycling-Hofs in Hagen-Oege ist komplett überflutet. In der Gegend schwimmen Autos auf den Straßen. Anwohner reagierten fassungslos auf die Zerstörung. So etwas Schlimmes hätten sie noch nie gesehen, sagten sie einer WDR-Reporterin.

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10.11 Uhr: Technisches Hilfswerk kämpft gegen Überflutung in Bedburg

Auch in Bedburg (Rhein-Erft-Kreis) droht eine Überflutung der Innenstadt. Das Technische Hilfswerk pumpt zurzeit Tausende Liter Wasser aus dem Keller eines Supermarkts, der direkt an der Erft liegt. Die eigenen Pumpen des Markts waren zuvor ausgefallen. Nach THW-Angaben hat die Aktion bisher eine Überflutung der Innenstadt verhindern können, die sonst unausweichlich gewesen wäre.

10 Uhr: Kanalisation in Erkrath überlastet

Wasser strömt durch eine Eisenbahn-Unterführung.

Auch diese Eisenbahn-Unterführung in Erkrath ist überflutet

In Erkrath hat die Stadt die Anwohner am Mittwochmorgen aufgerufen, möglichst "kein weiteres Abwasser zu produzieren und möglichst nur noch die Toilette zu nutzen". Aufgrund des anhaltenden starken Regenfalls seien die Abwasserkanäle stark überfüllt.

9.46 Uhr: Verkehrschaos in Hagen - einige Ortsteile abgeschnitten

Der Verkehr ist einigen Bereichen von Hagen zusammengebrochen: Mancherorts wurden von Hängen Schlammmassen auf Straßen gespült, viele Ortsteile sind nicht befahrbar. Wegen Gerölls auf den Straßen können einige Ortsteile selbst von Einsatzfahrzeugen der Polizei und Feuerwehr nicht erreicht werden, wie der Sprecher weiter mitteilte. "Man ist hilflos", klagte ein Hagener Restaurantbesitzer. "Das Wasser geht nicht weg und es kommt immer mehr. Das ist so dramatisch, dass es existenzbedrohend ist."

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9.23 Uhr: Kölner Pegel steigt weiter

Auch in Köln steigt der Pegel des Rheins weiter an. Am Mittwochmorgen näherte sich der Kölner Pegel der Marke von 5,50 Metern, manche Wege am Ufer standen bereits unter Wasser. Das Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz rechnet damit, dass der Rhein bereits am Donnerstag auf einen Pegel von 7,50 Metern ansteigen wird. Bis zum Montag könnte der Wert auf 8 Meter ansteigen.

9 Uhr: Neue Regenprognose für NRW-Regionen

WDR-Modellprognosen lassen bis Donnerstagmorgen ungefähr folgende Regenmengen pro Quadratmeter erwarten (Stand: Mittwoch, 9 Uhr):

: Mittwoch, 9 Uhr):

Region Eifel, Voreifel: bis 150 Liter
Bergisches Land: bis 150 Liter
Südlicher Niederrhein: bis 80 Liter
Sauerland: bis 100 Liter
Köln/Bonn: bis 150 Liter
Münsterland: bis 50 Liter
Ostwestfale

Zur Einordnung: Zwischen 1961 und 1990 fielen in Nordrhein-Westfalen im ganzen Juli im Schnitt 82 Liter Regen pro Quadratmeter.

8.36 Uhr: Teile von Hagen sind überflutet - Autofahrer aus Wagen gerettet

Nach heftigen Regenfällen in Hagen strömen Menschen durch eine überflutete Straße.

Überschwemmung in Hagen

Heftige Regenfälle haben in Hagen in der Nacht zu Mittwoch zu überfluteten Straßen und voll gelaufenen Kellern geführt. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums am frühen Mittwochmorgen mitteilte, gingen Hunderte Notrufe bei der Feuerwehr ein. "Die Leute sind verzweifelt", sagte der Sprecher. Außerdem seien aufgrund der überspülten Straßen stellenweise Fahrzeuge ins Rutschen gekommen. Verletzte Personen waren nicht bekannt. Ein Altenheim am Hohenlimburger Schloss musste evakuiert werden. Die Bewohner wurden zu Sammelstellen gefahren und von dort mit Krankenwagen in andere Seniorenheime gebracht. "Ich habe sowas im Leben noch nicht erlebt", sagte ein Anwohner an einer überschwemmten Straße. "Das ist ein reißender Fluss!"

In einer Unterführung in der Nähe des Hauptbahnhofs sammelte sich laut Polizei so viel Regenwasser, dass mehrere Autos nicht mehr weiterkamen. Die Feuerwehr habe die Fahrer aus ihren Fahrzeugen befreien müssen, sagte der Sprecher. "Wir haben diverse Stellen im Stadtgebiet, wo Straßensperrungen aktuell vorliegen."

8.30 Uhr: Flüsse laufen über

Vor allem die kleineren Flüsse können bei so viel Regen ihr Bett verlassen. Hochwasser ist in zahlreichen Regionen möglich. Bereits am Mittwochvormittag meldeten zahlreiche Regionen in NRW neue Höchststände bei fließenden Gewässern - insbesondere im Raum Aachen traten mehrere Flüsse und Bäche über ihr Ufer. Aktuelle Informationen gibt es auf den Seiten des Landesumweltamts.

8.10 Uhr: Große Regenmengen für Sauerland und das Bergische Land erwartet

Aktuelle Wettermodelle des WDR gehen von einem Gebiet mit anhaltendem Starkregen aus, das sich bis zum Mittwochnachmittag vom nördlichen Sauerland übers nördliche Bergische Land bis in den Kreis Düren erstreckt. Vom Nachmittag bis zum späten Abend läuft das Regenband in einem breiten Streifen von Dortmund/Bochum übers Bergische bis in den Kreis Euskirchen.

7.41 Uhr: Frau in Mettmann vor dem Ertrinken gerettet

In der Nacht zu Mittwoch wurde laut Polizei eine Mitarbeiterin eines Mettmanner Altenheims unter einem umstürzenden Baum begraben. Sie drohte zu ertrinken, weil ihr Gesicht unter Wasser geraten war. Helfer hielten ihren Kopf hoch, bis die Feuerwehr sie befreien konnte. Sie kam ins Krankenhaus. Laut Polizei hatte sie gemeinsam mit anderen Sandsäcke zu Schutz des Heims aufgetürmt.

7.10 Uhr: Talsperre bei Aachen droht überzulaufen

Die Dreilägerbach-Talsperre bei Roetgen

Dreilägertalsperre ist übervoll

Im Vichtbachtal bei Aachen wurde am frühen Morgen ein Campingplatz geräumt, weil die Feuerwehr fürchtete, dass er überschwemmt wird. Die nahe gelegene Dreilägerbachtalsperre ist so voll, dass sie überzulaufen droht; bei einer Einsatzbesprechung soll geklärt werden, ob und wie sie abgelassen werden kann. Auch anderen Talsperren im Land sind die Pegel sehr hoch - bisher hat sich dort nach Informationen des Lanuv aber noch keine bedrohliche Situation entwickelt.

6.32 Uhr: Besonders große Schäden in Hagen-Hohenlimburg

Besonders hart hat es Hagen-Hohenlimburg getroffen: Das Unwetter hat fast ganz Hohenlimburg zu einem reißenden Fluss gemacht. Die Feuerwehr war teils machtlos gegen die enormen Wassermassen. Dort sind Hänge abgerutscht, Bäume umgestürzt und zahlreiche Keller sind vollgelaufen. Viele geparkte Autos versinken nach wie vor in den Fluten und in der Nacht haben Einsatzkräfte mehrere Autofahrer aus ihren Fahrzeugen retten müssen. Auch der gesamte Bahnhof in Hagen-Hohenlimburg ist unterspült.

Viele Anwohner stehen immer noch hilflos auf den Straßen. Die gesamte Feuerwehr Hagen ist im Einsatz und hat überörtliche Hilfe angefordert. Nach wie vor sind die Leitstellen von Feuerwehr und Polizei überlastet. Der Krisenstab der Stadt Hagen wurde einberufen.

Stand: 14.07.2021, 23:59

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