Große Unterschiede bei Hundesteuer in NRW

Hundessteuer

Große Unterschiede bei Hundesteuer in NRW

  • Hundesteuersätze unterscheiden sich stark
  • Land oft günstiger als Stadt
  • Steuerzahlerbund für Abschaffung

Der Bund der Steuerzahler hat erstmals die Hundesteuersätze für alle Städte und Gemeinden in NRW verglichen und die Ergebnisse am Dienstag (30.04.2019) veröffentlicht. Die Unterschiede sind demnach immens. Laut der Untersuchung ist die Hundehaltung in der Gemeinde Lienen im Kreis Steinfurt mit 24 Euro im Jahr am günstigsten. Die Stadt Hagen nimmt dafür mit 180 Euro mehr als sieben Mal so viel.

Hunde in der Stadt oft teurer

Große Unterschiede gibt es auch bei der Besteuerung von so genannten gefährlichen Hunden. Darunter fallen nach dem Landeshundegesetz zum Beispiel Pitbull, Staffordshire Terrier und Bullterrier. Die Stadt Solingen verlangt für die Haltung solcher Tiere 1.200 Euro pro Jahr, die Gemeinde Legden im Münsterland nur 120 Euro.

"Mit Hundesteuer den Haushalt aufbessern"

Nach Einschätzung des Steuerzahlerbunds könnten die regionalen Unterschiede verschiedene Ursachen haben. So werde die Hundesteuer als Steuerungsinstrument für die Hundepopulation genutzt. Städte mit wenigen Grünflächen würden die Hundehaltung also in der Regel teurer machen als ländliche Kommunen. Viele Städte würden aber mit der Hundesteuer auch schlicht ihre Haushaltslage aufbessern. Es falle jedenfalls auf, dass viele ärmere Städte im Ruhrgebiet eine höhere Hundesteuer verlangen.

Der Bund der Steuerzahler NRW hält die Hundesteuer für nicht mehr zeitgemäß und fordert, dass sie abgeschafft wird. Zumindest aber müssten die großen regionalen Unterschiede beseitigt werden. Der Verein schlägt einen landesweiten Höchstsatz von 100 Euro im Jahr vor.

Stand: 30.04.2019, 13:02

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