App-Entwickler aus Hamm reist ins Silicon Valley

Junger Mann aus Hamm versuchte sein Glück im Silicon Valley 02:32 Min. Verfügbar bis 03.04.2020

App-Entwickler aus Hamm reist ins Silicon Valley

  • Rubin Lind gründete mit 17 seine Firma
  • Lern-App für Schüler entwickelt
  • Video-Tagebuch eines Selbstversuchs

Andere träumen nur davon; Rubin Lind ging aufs Ganze und machte den Selbstversuch: ohne Kontakte und finanzielle Mittel flog der 19-jährige Jung-Unternehmer ins berühmte Silicon Valley, um seine Smartphone-App "Skills4School" zu vermarkten. Nach vier Wochen kehrte er zurück: ohne die erhofften Aufträge, aber mit vielen, neuen Erfahrungen im Gepäck.


Firmengründung als Abiturient

Die Idee für "Skills4School" stammt aus einer eigenen Erfahrung, berichtet Rubin Lind. In der Vorbereitung auf das Abitur fragte er sich: "Warum kann ich alles mit dem Smartphone machen, nur nicht unterwegs für die Schule lernen?" So entstand die App. Je nach Bundesland, Schulform und Jahrgangsstufe wählt der Nutzer ein Fach aus und kann den Stoff für die nächste Klausur büffeln.

Team wuchs rasch

Trotz seines Alters fand der Jung-Chef schnell Mitarbeiter. Inzwischen hat er zwölf Angestellte und 25 freie Mitarbeiter. Sie liefern als Autoren die Textinhalte für die Lern-App. Mehrere renommierte Schulbuchverlage kooperieren. Der Austausch mit den Nutzern sei wichtig. "Dadurch konnten wir die App ständig verbessern", sagt der Gründer. Inzwischen nutzen Zehntausende von Schülern das Programm.

Gründerpreis-Gewinner 2017

2016 gründete Rubin die Firma. Schon ein Jahr später gewann er beim bundesweiten Preis "Startup Teens". Er fand Investoren und gab dafür Anteile an seiner Firma ab. In kurzer Zeit lernte er die Höhen, aber auch die Tiefen des Unternehmer-Seins kennen. „Zum Beispiel, dass man auch Mitarbeiter entlassen muss“, sagt Rubin Lind.

Kurz-Trip ins IT-Mekka

Wie groß Rubins Ambitionen sind, zeigt seine vierwöchige Reise ins Silicon Valley. "Vom Tellerwäscher zum Millionär – aber in der Version 4.0", beschreibt er sein Ziel zu Beginn. Er besuchte Google und stellte einem US-Entwickler seine App aus Deutschland vor. Er staunte über die hohen Lebensmittelpreise in San Francisco und über die vielen Obdachlosen auf der Straße. Ein Crash-Kurs im IT-Paradies Silicon Valley – alles festgehalten in einem selbst gedrehten Video-Tagebuch.

Stand: 03.04.2019, 10:05

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