Kommt ein Verbot privater Silvester-Böllerei?

Kommt ein Verbot privater Silvester-Böllerei?

  • Deutsche Umwelthilfe will private Feuerwerke an Silvester verbieten
  • Das lehnen einige NRW-Städte ab
  • Worum es geht: Drei Fragen, drei Antworten
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Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat in 31 Städten ein Verbot privater Silvesterböllerei beantragt - wegen hoher Feinstaubbelastung. In NRW wären Köln, Gelsenkirchen, Essen, Hagen, Dortmund, Düsseldorf, Oberhausen, Bielefeld, Wuppertal und Aachen betroffen.

Am Mittwoch (21.08.2019) wollte die DUH Gespräche mit dem Deutschen Städtetag führen, um die Städte zu einem Böller-Verbot an Silvester in der Innenstadt zu bewegen.

Was soll durch das Verbot erreicht werden?

Die Deutsche Umwelthilfe fordert für Innenstädte mit hoher Luftbelastung ein Verbot für private Silvester-Böller. Die Verbote sollen ab diesem Winter gelten. Laut Umwelthilfe verursacht das Feuerwerk zum Jahreswechsel 16 Prozent des Feinstaubs, der in einem ganzen Jahr im Straßenverkehr entsteht.

Nichts einzuwenden hat die DUH jedoch gegen professionell und zentral organisierte Silvester-Feuerwerke außerhalb der belasteten Innenstadtbereiche.

Wie schädlich sind Feuerwerke?

Problematisch beim Feuerwerk ist der Ruß, der als Feinstaub in der Luft bleibt. Winzige, freiwerdende Teilchen können dabei in die Lunge gelangen. Feinstaub kann Erkrankungen der Atemwege und Probleme mit dem Kreislauf verschärfen - ein Risiko für Lungenkranke und Asthmatiker.

Für das Klima hingegen sind Feuerwerke kein Problem. In Feuerwerkskörpern steckt vor allem Schwarzpulver. Wird es verbrannt, entstehen Kohlendioxid, Schwefeldioxid und Ruß. Die Menge CO2 hat aber keinen messbaren Effekt auf das Klima.

Kommentar: Volksentscheid zum Feuerwerk?

WDR 4 Zur Sache 01.08.2019 02:02 Min. Verfügbar bis 31.07.2020 WDR 4

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Was sagen die Städte zu einem Verbot?

Bislang lehnt die Hälfte der zehn möglicherweise betroffenen NRW-Städte ein Verbot ab. Dazu gehören Düsseldorf, Hagen, Oberhausen, Gelsenkirchen und Essen. In Aachen wolle man in Kürze über das Thema beraten.

Auch Dortmund und Wuppertal wollen nach der Sommerpause Stellung nehmen. In Bielefeld gibt es Verbotszonen - aus Sicherheitsgründen. In Köln ist rund um den Dom bereits eine feuerwerksfreie Zone eingerichtet worden. Diese diene dem Schutz der dort feiernden Menschen, sagte eine Stadtsprecherin.

Ein generelles Verbot sei wegen des Paragrafen 23 im Sprengstoffgesetz problematisch. Dort ist festgelegt, dass volljährige Menschen am 31. Dezember und 1. Januar pyrotechnische Gegenstände abbrennen dürfen. In der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen und brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen ist dies verboten, aber dieses Verbot lasse sich eben nicht ohne besondere Gründe auf ein gesamtes Stadtgebiet ausdehnen.

Siegburg - das nicht auf der DUH-Liste steht - ist zwar für ein Verbot. Die Stadt geht aber davon aus, dass es derzeit nur möglich sei, das Abbrennen von Feuerwerk in der Nähe gefährlicher Anlagen oder in dicht besiedelten Gebieten einzuschränken. Dieser Auffassung widerspricht die Umwelthilfe und stellt den Städten ein Rechtsgutachten zur Verfügung, das Handlungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene belegen soll.

Pro und Contra zu Feuerwerk Aktuelle Stunde 27.12.2018 03:23 Min. Verfügbar bis 27.12.2019 WDR Von Meike Hendriksen

Stand: 21.08.2019, 21:30

Kommentare zum Thema

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120 Kommentare

  • 120 Pyrofan 03.09.2019, 21:21 Uhr

    Als ich finde es nicht gut wenn Feuerwerk verboten wird weil es einfach dass beste ist was man einmal im jahr machen kann. Die Verschmutzung ist NUR EINMAL IM JAHR!!! IST MEINE MEINUNG ZUM THEMA >:(

  • 119 Anonym 03.09.2019, 16:29 Uhr

    ich werde wieder viel verballern ! eine lasershow kann ein feuerwerk niemals ersetzen ! Die pyroszene hält zusammen ! Pyrotechnik ist kein Verbrechen !!!!!!!!!!!!!!

  • 118 M.Müller 27.08.2019, 10:18 Uhr

    So ganz verstehe ich ja nicht warum sich Menschen, die sich hier beklagen, Tiere anschaffen, wenn sie doch wissen dass Sylvester auf jeden fall kommt und sie ihren Hund quälen müssen. Ich schleppe auch kein Tier mit auf eine Achterbahn.

  • 117 kaus Müller 25.08.2019, 02:09 Uhr

    Wie scheinheilig ist die duh,Auto ,flugzeuge ,industrie,die dürfen den dreck rausblasen,wo bleiben da die verbote.Was ich nicht verstehe offiezelle feuerwerke prodozieren kein feinstaub(Rein in Flamen)die werden nicht verboten wegen den tuorismus das geld einbringt.Ich ballere heuer extra viel zum trotz.Und der duh könte neue verbote ausdenken vieleicht grillverbot im garten

  • 116 Allesnurlobby 24.08.2019, 15:49 Uhr

    Ich dürfte bei einem Verbot trotzdem weiterknallen: Elektrisch mit einer Kondensatorenergiebank,damit verdampft man schlagartig z.b.einen Stahldraht,was so laut ist wie ein Polenböller und einen schönen Funkenregen erzeugt.Da es sich hier nicht um eine Explosion,sondern um einen Kurzschluss handelt,bin ich bei verboten aussen vor.Bin vom Fach,also nicht so ein grüner Physikverweigerer und Miesepeter,der sich mit Cannabis schizophren geraucht hat.

  • 115 p. König 24.08.2019, 08:59 Uhr

    5000 Tonnen Feinstaub ist utopisch in der Stellungnahme des Verband der Pyrotechnischen Industrie (VIP), entbehren diese Zahlen jeglicher Grundlage. Der VIP lässt derzeit die genaus Feinstabmenge prüfen, Nach derzeitigen Erkenntnisse kommen auf eine Bruto Tonne Feuerwerk rund 250 g Feinstaub. Würde man der DUH glauben, würde Silvester rund 20 Milionen Tonnen Feuerwerk verschossen, das ist utopisch. Die Verkaufszahlen in Deutschland liege etwa bei 40.000 Tonnen Feuerwerk, das ergibt ca. 10 Tonnen Feinstaub, ( die DUH behauptet 5000 Tonnen ) PM10 durch Feuerwerke. Last euch doch von der DUH nicht verarschen, bei denen geht es doch nur um Geld.

    • Markero 25.08.2019, 10:49 Uhr

      Herr König, jetzt kommen sie doch nicht mit Fakten ;-). Alles völlig korrekt, aber der DUH geht es meiner Meinung nach nicht um Fakten, sondern um die politische Instrumentalisierung von Silvesterfeuerwerk. Silvesterfeuerwerk hat weder für das Klima eine Relevanz, noch ist die Feinstaubmenge der Rede wert.

  • 114 Holger M. 23.08.2019, 14:27 Uhr

    Wenn ein einzelner Bürgermeister auf Egotrip ist, kann man das im Herbst 2020 bei der Kommunalwahl in NRW stoppen. Wenn der Wähler dann keine Konsequenzen zieht, dann ist das eben so und bleibt so für die nächsten 5 Jahre.

    • Siegburg hurra! 23.08.2019, 16:20 Uhr

      Hallo Holger M., der Bürgermeister von Siegburg ist seit 14 Jahren Bürgermeister und tritt für die nächste Wahlperiode sowieso nicht mehr an. Wo ist da der Egotrip?

    • kölsche jung 23.08.2019, 17:12 Uhr

      ...und warum soll nach dem wunsch des bürgermeister aus siegburg das feuerwerk bei den kölner lichter verboten werden??? vielleicht sollte er es einmal live erleben und sich dann eine meinung bilden. ich freue mich jedenfalls auf die veranstaltung im nächsten jahr und auf silvester inkl. feuerwerk. kölle alaaf.

    • Holger M. 24.08.2019, 00:44 Uhr

      Hallo "Siegburg hurra!", das war mir klar, dass der Bürgermeister selbst nichts mehr zu verlieren hat - aber seine Partei hat jede Menge zu verlieren. Der Egotrip ist das "Geschenk" zum Abschied an seine eigene Partei.

  • 113 Allesnurlobby 22.08.2019, 23:30 Uhr

    Zur DUH und der Politik: Ich fahre noch so einen Euro5 Mogeldiesel,den die dt Umwelthilfe schlechtgemacht hat.Es ist ein 1480kg schwerer Kombi mit 170ps 2l TDI der NEFZ (auto Lobby Verbrauchsangabe) liegt bei 5,7l Diesel.Real im Betrieb auch Mal etwas schneller 6,1-6,5l.Nun ist ein 700kg schwerer Audi Q7 mit 3l TDI und Allradverlusten auch mit 5,7l NEFZ angegeben,der braucht real aber 8,5-11l. Mehrgewicht größere Stirnfläche und Allradverlusten sind Physik.Wie kann das sein...Nur durch Lobbyismus und Korruption auf Eu Ebene,denn der NEFZ ist SUV freundlich (niedriges Geschwindigkeitsprofil und mogelei mit abgeklemmten Verbrauchern,schmalen Reifen)auch das Energieeffizienzlabel und die Euro 6 Norm,denn da gilt,je schwerer das Auto desto mehr CO2 darf ausgestoßenen werden. Der aerodynamische leichte Porsche 911 kommt so bald mit 3zyl.,der Schrankwand Cayenne SUV darf 8zyl turbo fahren....sehr umweltfreundlich,genau wie ein 2,5t Volvo SUV mit 350ps Hybridantrieb und 1,5l Verbrauch.

  • 112 klaus 22.08.2019, 21:20 Uhr

    der DUH sollte verboten werden wenn es nach denen ginge würde irgwann jeder einen pups-zähler an den Hintern bekommen und man müsse dafür co2 Steuer zahlen so ein Schwachsinn mit dem Feuerwerkverbot es ist schon schlimm genug das die DUH mancher Orts ein Dieselfahrverbot durchgesetzt hat die sollten mal darüber nachdenken das sich nicht jeder ein neues Auto leisten kann geschweige denn ein E-Auto .... sone Schwachköpfe als gäbe es nichts wichtigeres wie zb Plastick aus dem Meer zufischen !

    • Simone 22.08.2019, 23:06 Uhr

      Fühlst du dich nicht viel mehr von den Diesel-Herstellern für dumm verkauft?

    • Familienmensch 23.08.2019, 12:07 Uhr

      Hallo Klaus, du kannst gern mit uns die Wohnung tauschen. Wir wohnen im Ruhrgebiet an einer Hauptverkehrsstraße. Auch wir müssen sparen. Aber dann würde ich dich gern Mal befragen, wie du nach ein paar Wochen das Dieselfahrverbot siehst. Freundliche Grüße

    • allesnurlobby 23.08.2019, 15:48 Uhr

      @Familienmensch: Es gibt immer irgendwas im Ort was einen stört.Selbst auf dem Land beschweren sich die Leute über den Schweinestallgeruch...Früher war es im Pott richtig dreckig,das lag aber nicht an den Dieselautos.Ich finde,verbote sollten auch real am Arbeitsplatz gelten:mein Chef macht Videoaufnamen von Mitarbeitern und das trotz tollem EU DSGVO Gesetz!!!!!Das stört mich und meine Arbeitskollegen auch,nur Kleinbetriebe brauchen keinen Kündigungsgrund.Wie kriegt man in solchen Firmen ISO Normen,man kauft sie,der käufliche fährt einen dicken 7er BMW.Und uns kleinen Malocher will die Umwelthilfe den 0815 BilligVW Diesel verbieten. Mein nächstes Auto:Ami V8 und hinten drauf steht:Ihr fahrt schwere SUV,ich 290km/h V8 Coupe .Bei 15tkm im Jahr gönn ich mir den Spaß,eben um das Schizophrene aufzuzeigen.Dank des Softwareudates hat mein jetziger Diesel Ölverdünnung durch Diesel,dank ZWANGSUPDATE des käuflichen KBA.

  • 111 Allesnurlobby 22.08.2019, 21:16 Uhr

    Motorradfahren ist bestimmt als nâchstes dran,sinnloses Einheiten,zu laut und zu viele unfâlle mit toten.

  • 110 Allesnurlobby 22.08.2019, 21:13 Uhr

    Ich wäre dafür Versagerpolitiker nicht zu befördern.Ich meine damit unsere ehemalige Verteidigungsministerin, die auf dieser Stelle nur auf ihre Lobbyisten gehört hat,die folgen sehen wir. Aber statt sie zu bestrafen,wird sie hochbefördert....Man Stelle sich den normalen Arbeiter vor,der Mist baut,kriegt der dann mehr Geld? Desweiteren finde ich es ein Hohn,das die Messergebnissender Feinstaubmesstellen,nicht Mal Dieselruss von Saharastaub und Steinbruchstaub unterscheiden können.In der Physik sind solche Messungen ungültig.Auch finde ich es komisch,das nur hier in Deutschland so genau gemessen wird,wie es die käufliche Eu Kommission vorgibt.In Polen fahren unsere ach so dreckigen Autos weiter.Wenn ein Einbrecher oder Dieb weniger Strafe zu befürchten hat als ein Dieselfahrer der ein Fahrverbot missachtet ist was faul im Land.....SUV als Elektroautos sind bestimmt echt sauber???? Physik 6 setzen.

    • einfachnurwundern 22.08.2019, 23:17 Uhr

      Es ist schon große Kunst, von einer Feinstaubdebatte einen großen Bogen zu schlagen von der Verteidigungsministerin bis zum Vergleich Strafmaß Dieb/Dieselfahrverbot. Wer einen Einbruch in die Wohnung eines anderen begeht, der muss gemäß § 244 StGB mit einem Strafrahmen rechnen, der eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren vorsieht. ... In derartigen Fällen müssen Einbrecher sogar mit einer Freiheitsstrafe rechnen, welche von einem Jahr bis zu zehn Jahren reichen kann. Strafe Dieselfahrverbot: Wenn Sie entgegen eines Verbotsschildes für Kraftwagen in gesperrte Zonen fahren, müssen Sie 20 Euro Bußgeld bezahlen. Die verbotene Fahrt in eine Umweltzone (Grüne Plakette) kostet 80 Euro. Wieso also hat ein Einbrecher weniger zu befürchten?

    • allesnurlobby 23.08.2019, 15:12 Uhr

      Die Diebe werden eben nicht bestraft,weil die Gerichte überlastet sind,werden vielfach Verfahren eingestellt, meist wegen zu langer Verfahrensdauer. Clankriminalität wurde bis vor kurzem geduldet.... Wie gesagt,ich habe nur einiges genannt was mich derzeitig aufregt.... Zum Thema Feinstaub und Umweltschutz: Ich bin selbst Motorradlärmgeplagter hier im Sauerland,mich nervt das auch das ich sonntags nicht in Ruhe draußen sitzen kann ohne das gejaule.Genauso gehen mir die Nachbarn mit Ihren Schafen und dem Mäh,mäh auf den Senkel.Aber ich dulde es.Und wenn jeder dem anderen nichts gönnt,alles Verboten wird,wo ist das dann ein freies Land.Wenn Sie unbedingt in einer beruhigten Stadt leben wollen,wo nichts mehr los ist,bitte empfehle Ihnen Bad Sassendorf,Luftkurort und Rentnerparadies.Auf der Arbeit,nur Serviceeinsatz: Galvanikbetriebe mit Säuredämpfen Chromsäure/Schwefelsäure usw.,das Ihnen die Augen tränen,aber für solche Jobs gibts ja Fremdarbeiter und haben Rauchverbot auf Gelände..

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