Wegen Dürre: Rinderherden verkleinern

Kühe im Schatten eines Baumes

Wegen Dürre: Rinderherden verkleinern

  • Preise fürs Futter stark angestiegen
  • Rat: Kälber an Mäster abgeben
  • Rat: Milchkühe früher zum Schlachter

Der Mais ist wegen der Dürre vielerorts ohne die energiehaltigen Kolben herangewachsen. Das Kraftfutter - Mais, Getreide oder Rapschrot, ist seit Juni 2018 um 15 Prozent teurer geworden. Noch schlimmer sieht es bei Heu und Stroh aus. Hier hat sich der Preis teilweise schon verdreifacht.

10 Cent mehr pro Liter Milch nötig

Die Landwirte rechnen vor, dass sie zehn Cent mehr pro Liter Milch verlangen müssten, um die gestiegenen Kosten auszugleichen. Aber das bleibt ein Wunschtraum, sagen Landwirtschaftsexperten.

Die Konsequenz: "Man muss wirklich bei jedem Tier überlegen: Brauche ich das noch?", rät der Sprecher der Rindviehhalter im Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband, Christian Holtdirk.

"Ein bisschen früher den letzten Weg"

Kuh grast auf ausgedörrter Weide

Das Gras wächst nur noch spärlich

"So hart es klingt, aber man muss nicht jedes Kalb, was geboren wird, auch aufziehen. Man kann es vielleicht an einen Aufzüchter abgeben", sagt Holtdirk.

Auch bei den Kühen müsse man jetzt "die Schmerzgrenze etwas niedriger legen und sagen: Komm, du gehst schon mal zum Schlachthof. Ich hätte dich vielleicht noch acht Wochen melken können, aber das Futter ist knapp, also gehst du ein bisschen eher den letzten Weg."

Sorge vorm Sommer ohne Ende

WDR 5 Quarks - Topthemen aus der Wissenschaft | 03.08.2018 | 05:41 Min.

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Stand: 06.08.2018, 07:25

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