Heißer April: Erste Feuer und steigende Brandgefahr

Ein Feuer im Wald

Heißer April: Erste Feuer und steigende Brandgefahr

  • Waldbrandgefahr in NRW hoch
  • Viele kleine und größere Brände
  • Kein Landregen in Sicht

Die lange Trockenperiode sorgt bei den Feuerwehren in NRW für höchste Alarmbereitschaft: Am Ostersonntag (21.04.2019) rückten 170 Einsatzkräfte an, um einen Brand im Hildener Stadtwald auf einer Ausdehnung von 25 Hektar zu bekämpfen, am Montag brannte in Hamminkeln (Kreis Weser) ein Moorstück, und am Dienstag hatte der Wald am Essener Baldeneysee Feuer gefangen.

Viele kleine Feuer, die sich nicht ausbreiten konnten

Feuerwehrleute löschen einen Baum in einem Wald am Fuß des Stenzelbergs in Königswinter

Eine Extraportion Wasser für den brennenden Baum

Hinzu kamen zahlreiche größere und kleinere Löscheinsätze in NRW am langen Osterwochenende - Böschungen, Hecken und Grasland gingen in Flammen auf. Allein in Königswinter musste die Feuerwehr vier Mal ausrücken, weil Vegetation in Brand geraten war. "Frühzeitige Erkennung und Brandbekämpfung verhinderte Schlimmeres", teilte sie danach mit.

Brandgefahr: Teile des Hohen Venns gesperrt

Waldbrandgefahr

Zutritt im Venn verboten

Die Gefahr ist noch lange nicht gebannt. Im Hohen Venn an der Grenze zu Belgien dürfen Besucher manche Bereiche des Naturschutzgebiet nicht mehr betreten. Wer es trotzdem versucht, muss mit einem Bußgeld rechnen. Vor acht Jahren hatten Flammen mehr als 1.000 Hektar Moorlandschaft zerstört, ein Fünftel des ganzen Areals.

Warnstufen stehen auf Rot

Wie gefährlich die aktuelle Wetterlage ist, lässt sich auch am aktuellen Brandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ablesen: Am Dienstag galt für Forstgebiete in NRW Warnstufe 3, wobei Stufe 1 die geringste und Stufe 5 die höchste Gefahr anzeigt. Beim Graslandfeuerindex des DWD sah die Lage noch kritischer aus: Warnstufe 4 für das ganze Land.

Waldbrände in NRW WDR aktuell 23.04.2019 01:41 Min. Verfügbar bis 23.04.2020 WDR

Warten auf den Regen

Erst am Donnerstag soll sich die Lage etwas beruhigen - wenn der prognostizierte Regen so reichlich ausfällt wie erhofft. Von Dauer wäre die Atempause aber ohnehin nicht - eine längere Regenperiode ist derzeit nicht in Sicht.

Stand: 23.04.2019, 16:55

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