Totensonntag: Weihnachtsmärkte in NRW geschlossen

Ein Kreuz auf einem Friedhof in Hannover

Totensonntag: Weihnachtsmärkte in NRW geschlossen

  • Kirchenjahr endet mit Andenken an die Verstorbenen
  • Adventsmärkte in NRW bleiben am Totensonntag geschlossen
  • Ruhrbischof Overbeck lobt Europa als "Friedensprojekt"

Am Ewigkeits- oder Totensonntag (25.11.2018) endet das Kirchenjahr mit dem Andenken an die Verstorbenen. Die Weihnachtsmärkte in Nordrhein-Westfalen bleiben an diesem Tag geschlossen. Dass einige Märkte wie etwa in Essen, Düsseldorf, Dortmund, Bochum und Paderborn bereits vor dem Totensonntag ihre Pforten öffneten, sehen Kirchenvertreter kritisch.

Overbeck fordert Stärkung der europäischen Einheit

Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck ruft anlässlich des Gedenktages zur Stärkung der europäischen Einheit auf. Für ihn sei Europa "ein Friedensprojekt", sagte er am Sonntag (25.11.2018) in einem Geistlichen Wort zum Totensonntag auf WDR 5. Das Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges mahne, sich nicht in trügerischer Sicherheit zu wiegen, betonte der Militärbischof und verwies auf aufflammenden Populismus und überzogenen Nationalismus.

Der Bischof forderte, Eigeninteressen hinter dem gesellschaftlichen Wohl zurückzustellen. Zudem müssten Menschenwürde und -rechte für alle gesichert werden. "Nur so können Frieden und Sicherheit und damit letztlich Wohlstand dauerhaft gewahrt werden", so der Bischof.

Evangelische Alternative zu Allerseelen

Der Gedenktag am Sonntag geht auf die Reformationszeit zurück. Er stellt eine evangelische Alternative zum katholischen Allerseelentag dar. Der Ewigkeitssonntag wurde erstmals Mitte des 16. Jahrhunderts in einer Kirchenordnung erwähnt. Der preußische König Friedrich Wilhelm III. führte ihn im 19. Jahrhundert als "Feiertag zum Gedächtnis der Entschlafenen" ein.

Stand: 25.11.2018, 11:29

Weitere Themen

Aktuelle TV-Sendungen