Tipps: So wird Pendeln in NRW erträglicher

Tipps: So wird Pendeln in NRW erträglicher

Von Benjamin Esche

  • 4,65 Millionen Erwerbstätige in NRW pendeln
  • Pendeln kann die Gesundheit belasten
  • Vor allem Entspannung ist wichtig

NRW ist Pendlerland: Jeder zweite Erwerbstätige muss täglich für die Arbeit seinen Wohnort verlassen. In Deutschland pendeln insgesamt täglich 18,4 Millionen Menschen zur Arbeit - mehr als je zuvor. Der Großteil ist laut einer aktuellen Studie einer Online-Jobplattform mit der Dauer des Arbeitsweges zufrieden.

Verkehrswissenschaftler empfehlen grundsätzlich, das Auto lieber stehen zu lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel zu setzen. Denn in Bus und Bahn lässt sich die Pendelzeit besser nutzen als am Steuer. Wir geben Tipps, wie sich das Pendeln angenehmer gestalten lässt.

1. Entspannen

Pendeln ist anstrengend und zudem ungesund, wie mehrere Studien belegen. Das Risiko für Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht steigt. Darum: Entspannen! Mediationsübungen können dabei genauso helfen wie ein kurzes Schläfchen.

"Im Zug kann man quasi alles machen", erklärt Marc Frewert, der als langähriger Bahnpendler einen Blog übers Pendeln schreibt. "Ich sehe Pendler, die stricken, was das Zeug hält."

Pendeln: Vor allem das Herz-Kreislaufsystem leidet

WDR 2 | 30.01.2018 | 03:02 Min.

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2. Lesen oder Serien schauen

Während einer Zugfahrt lässt sich ganz bequem im Lieblingsroman weiterlesen. Für das Auto empfiehlt sich ein Hörbuch. Außerdem bieten Mediatheken und Streaming-Dienste mittlerweile auch an, Serien oder Filme herunterzuladen. So kann man in der Bahn über Kopfhörer die Lieblingsserie weiterschauen und ist nicht auf WLAN angewiesen.

3. Fahrgemeinschaften bilden

"Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Leute alleine unterwegs sind", sagt Max Schomaecker, der mit dem Auto täglich von Düsseldorf nach Köln pendelt. Darum: Fahrgemeinschaften bilden. Das spart nicht nur Kosten, sondern sorgt auch für Unterhaltung.

Stau auf der Autobahn Köln in Richtung Bonn

Das tägliche Pendeln ist oft anstregend

Pendlern, die alleine fahren, hilft aber auch die Freisprecheinrichtung fürs Telefon. "Ich telefoniere oft mit meiner Arbeitsstelle und auf der Rückfahrt mit Frau und Familie", erzählt Pendler Schomaecker.

4. Die Umgebung beobachten

Wer pendelt, ist oft viele Kilometer unterwegs und kommt dabei an einigen Sehenswürdigkeiten vorbei. Im morgendlichen Stress nehmen wir dies häufig nicht wahr.

"Jeder sollte mal verfolgen, wo er eigentlich her fährt und ein Auge für die Natur und die Landschaft haben", empfiehlt Lothar Ebbers vom Fahrgastverband Pro Bahn NRW.

5. Mit anderen in Kontakt treten

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, reist nie alleine. Auch andere Menschen pendeln täglich. "Es ergeben sich oft interessante Gespräche mit Mitreisenden", sagt Lothar Ebbers von Pro Bahn NRW.

Diese Gespräche könnten sich sogar beruflich auszahlen. "Es sind so viele Geschäftsleute im Zug unterwegs, da kann man gut netzwerken", erklärt Pendler-Blogger Frewert. Also einfach mal das Smartphone in die Tasche stecken und mit Menschen reden.

Stand: 24.04.2018, 06:30

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