Bedrohte Tiere: Rückkehr nach NRW

Bedrohte Tiere: Rückkehr nach NRW

Die weltweiten Bestände zahlreicher Waldtierarten sinken seit Jahrzehnten. Aber es gibt auch Anlass zur Hoffnung: Einige Arten kehren nach NRW zurück - zum Teil sogar ohne fremde Hilfe.

Der Biber galt in NRW schon seit dem 19. Jahrhundert als ausgerottet. In den 1980er-Jahren wurden einige Tiere in der Nordeifel entlang der Rur wieder angesiedelt. Inzwischen hat sich die erste Population auf mehrere hundert Tiere erweitert, die allmählich auch angrenzende Regionen erobern. Kleinere Bestände haben sich auch an Erft und Ahr etabliert, sowie an Schwalm und Niers am Niederrhein.

Der Biber galt in NRW schon seit dem 19. Jahrhundert als ausgerottet. In den 1980er-Jahren wurden einige Tiere in der Nordeifel entlang der Rur wieder angesiedelt. Inzwischen hat sich die erste Population auf mehrere hundert Tiere erweitert, die allmählich auch angrenzende Regionen erobern. Kleinere Bestände haben sich auch an Erft und Ahr etabliert, sowie an Schwalm und Niers am Niederrhein.

Rund 100 Jahre lang war Deutschland eine wolfsfreie Zone - das änderte sich im Jahr 2000, als ein Wolfspaar aus Polen ins benachbarte Sachsen auswanderte. Von da an brauchte es noch 18 Jahre, bis auch NRW die Rückkehr des Raubtiers offiziell verkünden konnte. Mittlerweile haben sich im Land mindestens drei weibliche Tiere dauerhaft niedergelassen. In den neuen Wolfsgebieten "Schermbeck", "Senne" und "Eifel-Hohes Venn" wird die Entwicklung der Population beobachtet. Wie viele Wölfe in NRW aktuell leben, ist nicht bekannt. Bundesweit geht man von etwa 1.000 Tieren aus.

In NRW galt der Fischotter seit der Mitte des 20. Jahrhunderts als ausgestorben. Erst 2009 entdeckten Biologen wieder ein Exemplar - es war auf einer Autobahn bei Dülmen überfahren worden. Der Nabu schätzt den Gesamtbestand in NRW auf ein Dutzend Exemplare. Nachweise gibt es zum Beispiel aus der Region zwischen Haltern am See und Coesfeld.

Ganz verschwunden war die Wildkatze nie. Allerdings konnten die scheuen Jäger nur in den Wäldern der Eifel überleben: Dort gehen Wissenschaftler des BUND von mehreren hundert Tieren aus. Einzelne Populationen wurden mittlerweile auch in Kottenforst/Ville, im Eggegebirge, Arnsberger Wald und Rothaargebirge nachgewiesen.

Der Wanderfalke kommt in Nordrhein-Westfalen wieder in allen Landesteilen vor. Bis in die 1960er-Jahre hatte vor allem die Belastung durch Pestizide die Greifvögel nahezu ausgerottet. Erst einige Auswilderungsprojekte in den 1980er-Jahren konnten den Trend umkehren. Inzwischen gibt es wieder Brutplätze an Felsen und Steinbrüchen von der Nordeifel bis zum Weserbergland mit Schwerpunkt im Hochsauerland. Die meisten Wanderfalken haben sich jedoch in hohen Gebäuden im Rheinland und Ruhrgebiet angesiedelt.

Der Schwarzstorch tauchte nach langer Abwesenheit Ende der 1970er-Jahre wieder in NRW auf. Inzwischen gibt es rund 100 Storchenpaare, die im Frühling zur Brut in Wäldern mit angrenzenden Gewässern Station machen. Das Vorkommen beschränkt sich auf die Mittelgebirgsregionen des Weserberglandes, des Sieger- und Sauerlandes, des Bergischen Landes und der Eifel.

Stand: 13.08.2019, 17:36 Uhr