Alles zur US-Wahl zum Nachlesen: Trump feuert Verteidigungsminister

US-Präsident Donald Trump sitzt an seinem Schreibtisch im Oval Office

Alles zur US-Wahl zum Nachlesen: Trump feuert Verteidigungsminister

  • Trump entlässt Verteidigungsminister
  • Kanzlerin Merkel betont Partnerschaft zwischen USA und EU
  • Biden präsentiert Corona-Expertenrat
  • Trump strebt weitere Klagen gegen Wahlausgang an
  • Alle Entwicklungen zu den Wahlen in den USA hier im Live-Ticker

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Nach der Präsidentschaftswahl in den USA: Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

20.19 Uhr: Trump geht nicht "still in der Nacht"

Noch gesteht Donald Trump seine Niederlage nicht ein. Und das wird er auch erst, wenn "alle Rechtsmittel ausgeschöpft sind - und zwar nicht zu seinen Gunsten", prognostizierte Mitt Romney, Republikaner und einer der schärfsten Kritiker Trumps. Und wenn Trump geht, dann nicht "still in der Nacht - das ist nicht seine Art".

19.07 Uhr: Trump feuert Verteidigungsminister

Der scheidende US-Präsident Donald Trump tut das, was er in seiner Zeit als Präsident so häufig getan hat: Er entlässt einen Minister. Dieses Mal hat es Verteidigungsminister Mark Esper getroffen. Trump teilte auf Twitter mit, dass er Esper durch den Anti-Terror-Chef Christopher Miller ersetzt.

18.12 Uhr: Biden schwört Amerikaner auf "dunklen Winter" ein

Der gewählte US-Präsident Biden hat einen entschiedenen Kampf gegen das Coronavirus angekündigt und die Amerikaner auf eine harte Zeit eingeschworen. "Uns steht immer noch ein sehr dunkler Winter bevor", sagte der Demokrat in seinem Heimatort Wilmington im US-Bundesstaat Delaware.

Er kündigte an, im Kampf gegen die Pandemie keine Mühe zu scheuen, sobald er am 20. Januar vereidigt werde. Biden sagte, trotz positiver Nachrichten bei der Suche nach einem Impfstoff werde es noch Monate dauern, bis er in großem Umfang zur Verfügung stehe.

Er rief die Amerikaner zudem dazu auf, Masken zu tragen: "Ich flehe Sie an. Tun Sie es für sich selbst. Tun Sie es für Ihre Nachbarn." Eine Maske sei kein politisches Statement. Sie könne Tausende von Leben retten.

17.21 Uhr: Keine weiter Anstellung für Trump-Mitarbeiter

Die Mitarbeiter des Wahlkampfteams von Donald Trumo sind noch bis zum 15. November beschäftigt. Zwar wurden sie bereits dazu aufgefordert, weiter für ihren Kandidaten zu kämpfen - wie CNN berichtet, wurde ihnen bisher aber nicht signalisiert, dass ihre Verträge dafür auch verlängert werden.

16.10 Uhr: Wie reagiert Europa auf die Wahl?

Viele EU-Vertreter hoffen, dass sich die politische Lage durch den Sieg von Joe Biden entspannt. "Der Grundton wird sich ändern", sagte Katarina Barley, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, dem WDR. "Donald Trump hat von der EU nie viel gehalten. Er wollte immer 1 zu 1 spielen." Denn dann sind die USA die größere Macht, so die SPD-Politikerin.

Es sei nun allerdings wichtig, dass die EU geschlossen auftritt, betont Markus Kaim von der Stiftung Wissenschaft und Politik. "Deutschland kommt da eine wichtige Koordinationsfunktion zu."

15.37 Uhr: Sieg über Corona ist laut Biden noch weit entfernt

Der künftige US-Präsident Joe Biden hat die Fortschritte beim Corona-Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer begrüßt - aber zugleich auch darauf hingewiesen, dass ein Sieg gegen das Virus noch weit entfernt sei. Es würden noch Monate vergehen, bis in den USA in großem Stil geimpft werden könne, sagte Biden.

Deshalb werden "für die absehbare Zukunft" eine Maske und Abstand der effizienteste Schutz gegen eine Ansteckung bleiben, warnte Biden. In den USA werden gerade zum Teil deutlich mehr als 100.000 Neuinfektionen täglich gezählt.

14.19 Uhr: Bidens Prioritäten

Nach seinem Wahlsieg bei der US-Präsidentschaftswahl hat Joe Biden erste Schritte zur Vorbereitung seiner Amtsübernahme eingeleitet. Unter anderem haben sie eine Webseite veröffentlicht, auf der die Prioritäten der neuen Präsidentschaft aufgelistet sind: Der Kampf gegen Covid-19, wirtschaftliche Erholung, der Kampf gegen den Rassismus und der Klimawandel.

13.57 Uhr: Biden präsentiert Corona-Expertenrat

Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat seinen Expertenrat zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorgestellt. Er soll eine Dreierspitze aus Vivek Murthy, David Kessler und Marcella Nunez-Smith bekommen.

Murthy war von 2014 bis 2017 oberster Gesundheitsbeamter der US-Regierung. Kessler leitete früher die Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA. Nunez-Smith ist Professorin an der Yale University.

12.58 Uhr: Merkel betont Bündnis zwischen USA und EU

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in ihrem Statement zur US-Wahl erneut dem künftigen Präsidenten Joe Biden und seiner Vize Kamala Harris gratuliert. Dabei betonte sie auch, wie wichtig die Partnerschaft zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland als Teil der EU sei.

"Amerika ist und bleibt unser wichtigster Verbündeter, aber es erwartet von uns zu Recht stärkere eigene Anstrengungen, für unsere Sicherheit zu sorgen und für unsere Überzeugungen in der Welt einzutreten", sagte Merkel. Sie bezog sich auf die Forderung der USA, nach höheren Verteidigungsausgaben der Europäer, die auch von Biden erhoben wird.

12.37 Uhr: Estlands Innenminister tritt nach Kommentar zurück

Mart Helme bei einer Pressekonferenz im Jahr 2019.

Der ehemalige lettische Innenminister Mart Helme

Dass Donald Trump weiterhin behauptet, die US-Präsidentschaftswahlen seien nicht rechtmäßig abgelaufen, überrascht niemanden. Wenn das aber ein Politiker aus einem EU-Mitgliedsstaat macht, kann das weitreichende Konsequenzen haben. So ist Lettlands Innenminister Mart Helme zurückgetreten, nachdem er in einer Radiosendung am Sonntag die Legitimität der Abstimmung in den USA bezweifelt hatte.

Zudem hatte er den gewählten 46. Präsidenten Joe Biden als "korrupten Charakter" bezeichnet. Mit seinem Rücktritt wolle er die Regierungskoalition bewahren, sagte der Politiker der rechtspopulistischen Partei EKRE einem Rundfunkbericht zufolge heute.

11.28 Uhr: Freude über Sieg Bidens im EU-Parlament

Aufatmen bei der Europäischen Union: Beim EU-Parlament geht man nach dem Sieg von Joe Biden davon aus, dass sich der "Grundton" bei der Kommunikation mit den USA ändern werde. "Wir hoffen wirklich, dass jetzt ein neues Kapitel anbricht der amerikanisch-europäischen Beziehungen. Die waren schon sehr belastet", sagte die Vize-Präsidentin des EU-Parlaments Katarina Barley (SPD) im ZDF.

09.38 Uhr: Nach der Präsidentschaft warten Klagen auf Trump

New Yorker feiern den Wahlsieg Joe Bidens.

New Yorker feiern den Wahlsieg Joe Bidens.

Während Joe Biden nicht nur von den Bewohnern seiner Heimatstadt Wilmington (Delaware) gefeiert wird, sondern sogar im irischen Städtchen Ballina, aus dem sein Ururgroßvater stammt, will man den scheidenden US-Präsidenten in seiner Heimatstadt nicht wiedersehen. "Ich glaube, es gibt keine Chance, dass Trump jemals zurück nach New York kommt", sagte der Historiker David Nasaw der Tagesschau.

Grund dafür sind auch die Klagen, die in seiner Geburtsstadt gegen den 74-Jährigen laufen. Von sexuellem Missbrauch über Betrug bis hin zu Steuerhinterziehung und Geldwäsche ist laut "New York Times" alles dabei. Und sobald Donald Trump nicht mehr Präsident ist, genießt er auch keine Immunität mehr.

07.55 Uhr: Jurist hält Trump-Klagen für aussichtslos

Selbst wenn Donald Trump mit einigen Klagen Erfolg haben sollte, hat das laut Prof. Kirk Junker vom Lehrstuhl für US-Recht an der Uni Köln keinen Einfluss auf den Wahlausgang. "Biden hat einfach zu vielen Staaten gewonnen", erklärte der Jurist im WDR5 Morgenecho.

Man gehe davon aus, dass Biden bereits Pennsylvania, Arizona und vielleicht Nevada gewonnen habe. "Mit so vielen Wahlstimmen kann Trump nicht mit einer hier oder einer da die Wahl noch gewinnen", so Junker.

07.35 Uhr: Trump will Beweise für Wahlbetrug vorlegen

Seit Tagen unterstellt der noch amtierende US-Präsident Donald Trump seinem Gegner, nur durch Betrug die Wahl gewonnen zu haben. Beweise dafür nannte er bislang nicht. Jetzt hat er angekündigt, Todesanzeigen Verstorbener vorzulegen, deren Stimme dennoch gezählt worden sei.

Zudem wolle Trump seine Anhänger mit Veranstaltungen im Stile seiner großen Wahlkampf-Events zur Unterstützung bei den angestrebten Rechtsstreitigkeiten aufrufen, kündigt Trumps Wahlkampfsprecher Tim Murtaugh an.

7.14 Uhr: Biden stellt Corona-Arbeitsgruppe zusammen

Während der noch amtierende US-Präsident Donald Trump für heute weitere Klagen gegen das Wahlergebnis ankündigt hat, konzentriert sich Joe Biden bereits auf die wichtigste Aufgaben seiner kommenden Präsidentschaft: die Bekämpfung der Corona-Pandemie. Dafür stellt er eine Arbeitsgruppe zusammen.

Damit diese dann direkt an die Arbeit gehen kann, braucht Bidens sogenanntes Übergangsteam jedoch Zugang zu wichtigen Behörden der gegenwärtigen Regierung. Ob die Mitarbeiter der Trump-Regierung ihnen dieses gewähren, ist weiterhin unklar. Dazu kommt, dass Gelder, die für den Übergangsprozess bereitstehen, erst freigegeben werden, wenn Trump seine Niederlage eingestanden hat. Doch das hat der 74-Jährige noch immer nicht getan.

Stand: 09.11.2020, 20:57

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