Corona-Live-Ticker: Prüfungen an NRW-Schulen ab nächster Woche

Corona-Live-Ticker: Prüfungen an NRW-Schulen ab nächster Woche

  • Prüfungen an NRW-Schulen schon ab nächster Woche
  • Geschäfte bis 800 qm dürfen öffnen
  • Kitas und Grundschulen bleiben bis 4. Mai geschlossen
  • Großveranstaltungen wegen Corona bis 31. August verboten
  • Alle aktuellen Entwicklungen hier im Corona-Live-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Ab nächster Woche wieder teilweise Unterricht an NRW-Schulen

Ab der kommenden Woche sollen an NRW-Schulen Prüfungen und vorbereitender Unterricht der Abschlussklassen wieder stattfinden - anders als in den meisten Bundesländern. Das kündigte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Abend in Düsseldorf an.

"Nach einer Vorbereitungszeit für Schulleitungen, Lehrkräfte und anderes Personal ab dem 20. April 2020 sollen die Schulen wenige Tage später für die Schülerinnen und Schüler wieder öffnen, für die Abschlussprüfungen anstehen", teilte das NRW-Schulministerium mit. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) wolle am Donnerstag (15.04.2020) den Schulausschuss des Landtags über Details informieren. Die Abiturprüfungen in NRW sollen wie geplant am 12. Mai beginnen.

Zurück in die Schule - wie läuft das aktuell?

Alle Schüler in NRW sollen tageweise und unter Auflagen bis zu den Sommerferien zurück in die Schule. Welche Fächer unterrichtet werden und welche Schüler an welchen Tagen kommen, entscheiden die Schulen, sagte NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP).

Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf etwa wegen der häuslichen Situation oder der technischen Ausstattung sollten "möglichst umgehend gezielte pädagogische Präsenzangebote an den Schulen erhalten".

Seit dem 26. Mai, dem Tag nach dem Haupttermin der Abiturprüfungen, kommen an den Schulformen mit gymnasialer Oberstufe Schülerinnen und Schüler aus allen Jahrgangstufen im Rahmen der vorhandenen personellen und räumlichen Kapazitäten im annähernd gleichen Umfang bis zum Ende des Schuljahres dazu.

Nach den Sommerferien sollen die Schüler dann "in einen regulären Schulbetrieb mit möglichst viel Präsenzunterricht zurückkehren", wie Gebauer dem Kölner Stadt-Anzeiger am Freitag (29.05.2020) erklärte.

Stand: 29.05.2020

Pressekonferenz Armin Laschet, NRW-Ministerpräsident Aktuelle Stunde 15.04.2020 07:20 Min. UT Verfügbar bis 15.04.2021 WDR

Kitas und Grundschulen bleiben in NRW weiterhin geschlossen

Joachim Stamp, stellvertretender Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens.

Kitas und Grundschulen würden auch in NRW vorerst nicht geöffnet, sagte Laschet. Die Notfallbetreuung werde auf weitere Berufsgruppen ausgedehnt. Welche das seien, werde nun analysiert. "Das werden wir ganz behutsam machen", erklärte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) im WDR. Mit Blick auf die erfolderlichen Hygienevorschriften sagte Stamp: "Wir haben Maßnahmen entwickelt, die wir jetzt in die Kitas kommunizieren."

Bund und Länder lockern einige Maßnahmen

Zuvor hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Pressekonferenz von einem "zerbrechlichen Zwischenerfolg" bei der Bekämpfung des Coronavirus gesprochen. Bund und Länder haben sich geeinigt, dass die Kontaktbeschränkungen mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern bis mindetsns zum 3. Mai bestehen bleiben. "Das gilt weiterhin, und die Verstöße dagegen werden auch weiterhin von den Behörden geahndet", so Merkel.

Allerdings wurden auch Lockerungen vereinbart. Alle Geschäfte bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie Kfz- und Fahrradhändler und Buchhandlungen dürfen unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen wieder öffnen. Kanzlerin Merkel bestätigte jedoch, dass Restaurants vorerst weiter geschlossen bleiben. Es gelte weiterhin, dass man außerhalb des eigenen Haushaltes nur mit einer Person zusammentreffen dürfe. In Gaststätten seien solche Beschränkungen oder Mindestabstände zu anderen Personen überhaupt nicht zu kontrollieren.

Friseure können sich auf eine Öffnung ab dem 4. Mai vorbereiten. Großveranstaltungen werden bis zum 31. August verboten. Das Tragen von Alltagsmasken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel wird "dringend" empfohlen. Eine generelle bundesweite Maskenpflicht gibt es aber nicht.

Grenzkontrollen bis 4. Mai verlängert

Die Kontrollen an den deutschen Grenzen werden bis zum 4. Mai verlängert. Das teilte das Bundesinnenministerium heute mit. "So sollen Infektionsgefahren durch das Coronavirus erfolgreich eingedämmt werden, in dem Infektionsketten unterbrochen werden", hieß es in der Mitteilung.

Viele Schützenfeste von Verbot betroffen

Durch das Verbot von Großveranstaltungen bis mindestens 31. August werden viele Schützenfeste in NRW in diesem Sommer nicht stattfinden können. Das sagte Ministerpräsident Laschet. NRW habe in der Schaltkonferenz der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf eine entsprechende Regelung gedrungen, damit die Vereine Planungssicherheit hätten, sagte Laschet.

In NRW sollte zum Beispiel ab dem 17. Juli die große Rheinkirmes der St. Sebastianus-Schützen starten, in Neuss ab dem 28. August das große Schützenfest. Die riesige Cranger Kirmes im Ruhrgebiet war bisher vom 6. bis 16. August geplant.

Gericht: Fitnessstudios müssen geschlossen bleiben

Nach einer Entscheidung des nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgerichts (OVG) bleiben Fitnessstudios während der Corona-Krise weiterhin geschlossen. Das teilte das Gericht heute in Münster mit. Ein Betreiber aus Bielefeld wollte per Eilverfahren die Öffnung erzwingen und wandte sich gegen die Coronaschutzverordnung des Landes. Die untersagt ausdrücklich den Betrieb von Fitnessstudios, Sonnenstudios, Schwimmbädern, Spaßbädern und Saunen. Nach Auffassung des OVG zu Recht.

Um die Infektionsdynamik zu bremsen und die Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden, seien die Betriebsuntersagungen notwendig, um persönliche menschliche Kontakte zu minimieren, heißt es in der Begründung. Beim Sport im Fitnessclub würden Kontakte entstehen, die Infektionen begünstigen.

Corona-Soforthilfe-Betrug: LKA NRW beschlagnahmt Fakeseiten 

Das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt hat heute in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Köln mehrere Internetadressen beschlagnahmt, die mutmaßlich für Betrug im Zusammenhang mit der Corona-Soforthilfe genutzt wurden oder genutzt werden sollten. Nach Recherchen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung handelt es sich dabei um Seiten, die bei Dienstleistern in der Slowakei und Bulgarien angemeldet worden waren. Sie hatten Namen wie soforthilfe-corona.nrw, die leicht mit offiziellen Internetadressen verwechselt werden konnten. Damit sollten womöglich die Daten von Antragsstellern auf Corona-Soforthilfe abgegriffen werden.  

NRW kämpft mit Online-Betrug bei Corona-Hilfen

WDR 5 Morgenecho - Beiträge 14.04.2020 03:12 Min. Verfügbar bis 14.04.2021 WDR 5 Von Peter Hornung


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Rund 27.600 Infizierte und über 14.600 Genesene in NRW

Innerhalb eines Tages sind 451 nachgewiesene Corona-Infektionen in NRW hinzugekommen. Somit stieg die Zahl der durch das NRW-Gesundheitsministerium bestätigten Fälle am Mittwoch (Stand 10 Uhr) auf 27.657. Seit Dienstag kamen zudem 47 Todesfälle von Infizierten dazu, insgesamt sind damit im einwohnerstärksten Bundesland 708 Todesfälle seit Beginn der Corona-Pandemie verzeichnet worden. Derweil stieg auch die Zahl der Genesenen: Am Mittwoch kamen 819 dazu, in der Statistik gab es somit 14.686 Genesene.

Zudem berichtete das NRW-Gesundheitsministerium, wie es um die Belegung der Intensivbetten steht. Insgesamt gab es in nordrhein-westfälischen Krankenhäusern am Mittwoch 7.779 Intensivbetten, von diesen wurden 4.875 genutzt. Auf Intensivstationen war den Angaben zufolge etwa einer von sieben Patienten mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt handelte es sich um 677 Patienten in intensiv-medizinischer Behandlung. Rund 80 Prozent dieser Fälle wurden beatmet.

Erstmals konnten mehr Patienten die Intensivstationen verlassen können als neu dorthin verlegt werden mussten. Das sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Mittwochabend. 40 Prozent der vorgehaltenen Betten seien nicht belegt.

Sozialverband VdK gegen Isolation von Älteren

Horst Vöge

Horst Vöge vom VdK NRW

Sollten ältere Menschen wegen des Coronavirus, zu ihrem eigenen Schutz, isoliert werden? Darüber wird aktuell diskutiert. Der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen hat sich nun entschieden dagegen ausgesprochen.

"Solange sich alle an die Sicherheitsvorkehrungen halten, braucht es keine staatlichen Zwangsmaßnahmen!", sagte der Vorsitzende Horst Vöge. Die meisten Betroffenen könnten sehr wohl selbst einschätzen, unter welchen Umständen sie ihr Zuhause gegebenenfalls verlassen.

Kurzarbeit in NRW steigt weiter an

Die Zahl der Menschen in Kurzarbeit steigt weiter an. Bis zum 13. April haben in NRW rund 156.000 Unternehmen und Betriebe, wegen der Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, Kurzarbeit angemeldet, so die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit.

Mit 16.000 Anmeldungen sei die Zahl in der vergangenen Woche etwas schwächer angestiegen. Die Wochen davor war der Anstieg wesentlich stärker. "Wie viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Kurzarbeit sind, hängt davon ab, wie viele Betriebe auch tatsächlich die angezeigte Kurzarbeit realisieren und in welchem Umfang", sagte Torsten Withake, Vorsitzender der Regionaldirektion NRW.

Westfalenbahn fährt ab Montag wieder regulär

Die Züge der Westfalenbahn sollen ab kommendem Montag (20.02.2020) wieder nach regulärem Plan fahren. Der bisherige Sonderfahrplan werde wieder aufgehoben, teilte das private Bahnunternehmen heute mit. Die Westfalenbahn erwartet nach eigenen Angaben nach den Osterferien wieder mehr Fahrgäste. Damit die sich nicht drängen, sollen wieder mehr Züge fahren. Die Westfalenbahn hatte den Takt seit dem 23. März aufgrund der Corona-Krise reduziert.

Schweizer projizieren deutsche Fahne auf das Matterhorn

Die deutsche Flagge auf die über 1'000 Meter hohe Ostwand des Matterhorns projiziert.

Mit dem Projekt "Hope" will die Schweizer Gemeinde Zermatt den Menschen in dieser schwierigen Zeit ein Zeichen der Hoffnung und Verbundenheit vermitteln. Weil Licht als Zeichen der Hoffnung gilt, wird während der Coronavirus-Pandemie das Matterhorn täglich beleuchtet. 

Am Dienstagabend (14.04.2020) strahlte auf dem berühmtesten Berg der Schweiz die deutsche Fahne. "Wir haben die deutsche Fahne auf die 1.000 Meter hohe Ostwand projiziert", schreiben die Veranstalter. "Mit der deutschen Flagge auf dem Matterhorn, dem Schweizer Symbolberg, senden wir ein Zeichen der Solidarität über die derzeit geschlossenen Grenzen und freuen uns auf die Zeit, in der gegenseitige Besuche wieder möglich sind."

Tour de France im September - Vuelta im Oktober?

Die Tour de France flüchtet vor dem Coronavirus Richtung Herbst. Nach wochenlanger Hängepartie verkündeten die Tour-Organisatoren sowie der Weltverband heute die Verschiebung der Frankreich-Rundfahrt um zwei Monate. Die Große Schleife soll nun vom 29. August bis zum 20. September durch Frankreich führen. Doch ob dies mehr als eine Gnadenfrist ist, wird lange offen bleiben.

Ursprünglich sollte die Tour am 27. Juni starten. Die Verlegung des bedeutendsten Radrennens der Welt hat Auswirkungen auf weitere Rad-Events: Den Giro d'Italia und die Vuelta a Espana. Die Vuelta könne vom 3. bis 25. Oktober stattfinden, dann aber möglicherweise gleichzeitig mit dem Giro d'Italia, berichtete die Zeitung "El País".

Kritik der Bundeselternvertretung: "Leopoldina wirklichkeitsfremd"

Die Bundeselternvertretung der Kindertagesstätten hat die Empfehlungen der Nationalakademie Leopoldina zur Corona-Krise als wirklichkeitsfremd kritisiert und eine baldige Öffnung der Kitas gefordert. Der Expertenvorschlag, wonach jüngere Kinder bis zu den Sommerferien zu Hause bleiben sollten, gehe "an der Lebenswirklichkeit von Millionen Menschen vorbei", sagte Ulrike Grosse-Röthig, Bundessprecherin der Elternvertretung, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Eine fehlende Kita-Betreuung für Millionen Kinder bedeute, dass auch Millionen Elternteile ihrer Arbeit nicht nachgehen könnten.

Schulöffnung nach den Ferien? Der "Tag der Entscheidung"

WDR 5 Morgenecho - Medienschau 15.04.2020 03:53 Min. Verfügbar bis 15.04.2021 WDR 5


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Sonderförderprogramm: Tausende Künstler gehen leer aus

Tausende Künstler sind mit ihrem Antrag auf Unterstützung aus dem Sonderförderprogramm des NRW-Kulturministeriums leer ausgegangen. Aus dem Programm für von der Corona-Krise betroffene freischaffende Künstler standen fünf Millionen Euro zur Verfügung. Insgesamt seien 6.300 Anträge geprüft und davon 3.000 Anträge bewilligt worden, teilte das NRW-Kulturministerium mit.

Die Hilfe sollte eine Unterstützung für Künstler sein, die wegen geschlossener Theater und Konzertsäle derzeit nicht auftreten können.

Starke Geste: Regierungschefin kürzt sich das Gehalt

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern will angesichts der Coronavirus-Pandemie sechs Monate lang auf 20 Prozent ihrer Bezüge verzichten. Die Kürzung gelte auch für die Mitglieder ihrer Regierung sowie für andere hohe Staatsbedienstete, sagte sie am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Wellington. Es gehe um Führung. "Wenn es jemals eine Zeit gegeben hat, die Lücke zwischen verschiedenen Positionen zu schließen, dann jetzt", sagte Ardern.

Für Gesundheitspersonal oder Polizeibeamte, die an erster Linie gegen das Virus kämpften, gelte der Gehaltsverzicht aber nicht.

Schnellkredit für Mittelstand geht heute an den Start

Von heute an können mittelständische Unternehmen mit 11 Mitarbeitern oder mehr für coronabedingte Umsatzeinbußen einen Schnellkredit beantragen, für den der Bund zu 100 Prozent das Ausfallrisiko übernimmt. Maximal gibt es für ein Unternehmen mit 11 bis 49 Mitarbeitern 500.000 Euro, für ein Unternehmen ab 50 Mitarbeitern 800.000 Euro.

Die Firmen dürfen zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und müssen "geordnete wirtschaftliche Verhältnisse" aufweisen. Die Deutsche Bank rechnet mit einem Ansturm kleinerer und mittlerer Firmen auf den KfW-Schnellkredit.

Lüttich wird Drehkreuz für medizinisches Material

Die Weltgesundheitsorganisation hat den Flughafen im belgischen Lüttich als europäische Drehscheibe für die Auslieferung von medizinischem Material ausgewählt. Jede Woche sollen dort 30 zusätzliche Flugzeuge starten und landen. 100 Millionen Atemschutzmasken und Einweghandschuhe, 25 Millionen Schutzanzüge, Kopfvisiere und Beatmungsgeräte und 2,5 Millionen Corona-Tests will die Weltgesundheitsorganisation ab jetzt jeden Monat über Lüttich verteilen.

Die Wahl fiel auf den Standort, weil er rund um die Uhr geöffnet ist - und wegen seiner zentralen Lage in Europa. Weltweit gibt es acht solcher Flughäfen - etwa in China, Südafrika oder Malaysia. Lüttich ist der einzige in Europa.

Stand: 15.04.2020, 21:49