Ticker vom Donnerstag (26.03.2020) zum Nachlesen

Ticker vom Donnerstag (26.03.2020) zum Nachlesen

  • Ministerpräsident Laschet warnt vor zu früher Exit-Debatte
  • NRW-Unternehmen sollen Finanzhilfen schnell bekommen
  • Laschet: "Es wird faire Abiturprüfungen geben"
  • Alle aktuellen Entwicklungen hier im Live-Ticker

Aktualisieren

Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.

Laschet: "Wir sind nicht über den Berg"

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hält nichts davon, die bisherigen Kontaktverbote nach wenigen Tagen schon wieder zu lockern. "Wir sind nicht über den Berg. Wir sind mitten in der Krise und werden zum Ende der Osterferien beurteilen, wo wir stehen", sagte der CDU-Politiker am Abend im WDR-Fernsehen.

Zudem warb Laschet angesichts der Corona-Krise für eine größere Attraktivität des Pflegeberufs. Dazu gehöre unbedingt auch eine bessere Bezahlung des Pflegepersonals.

Auch das Problem der fehlenden Atemschutzmasken sprach der Ministerpräsident an: Er hoffe, die Ärzte und Sanitäter so schnell wie möglich mit neuen Atemschutzmasken beliefern zu können. NRW habe fast fünf Millionen bestellt, die Lieferung verzögere sich aber, sagte Laschet. "Es gibt einen weltweiten Kampf um Masken, und wir sind bei diesem Kampf dabei."

NRW-Unternehmen können schnell mit Finanzhilfen rechnen

Ministerpräsident Laschet versprach zudem, dass von der Krise betroffene Unternehmen schon wenige Tage nach dem Antrag Geld auf dem Konto haben. Ab Freitag (27.03.2020) könnten die Zuschüsse und Darlehen aus dem Soforthilfeprogramm online beantragt werden. Auf Nachfrage, wie lange die Überweisung genau dauere, sagte Laschet: "Fünf, sechs, sieben Tage - das ist die Vorgabe."

Eltern müssen keine Kita-Beiträge im April zahlen

Die Landesregierung will die Familien in NRW entlasten und setzt daher im April die Elternbeiträge für die Kitas, die Tagespflege und den offenen Ganztag aus. Das hat NRW-Familienminister Joachim Stamp auf einer Pressekonferenz der Landesregierung am Donnerstag (26.03.2020) bekannt gegeben. Zudem sollen Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen auch am Wochenende betreut werden.

Der Minister betonte erneut, dass die Kinderbetreuung zuhause eine besondere Belastung sei - besonders für Alleinerziehende. Daher erarbeite die Landesregierung gerade in Zusammenarbeit mit dem Kinderkanel von ARD und ZDF für Vorschulkinder ein geeignetes Bildungsprogramm.

Corona-Briefing #9 - Kitagebühren und volle Züge

WDR RheinBlick 26.03.2020 14:54 Min. Verfügbar bis 26.03.2021 WDR Online

Download

NRW stellt Krankenhaus-Mitarbeitern Leihautos

Ab voraussichtlich Mittwoch werden kostenlose Leihwagen für Beschäftigte zur Verfügung gestellt, die in Krankenhäusern arbeiten, in denen Infizierte behandelt werden. Das sagte NRW-Verkehrsminister Wüst bei einer Pressekonferenz. Die Aktion soll voraussichtlich zwei Monate laufen. Sie gilt für Angestellte, die wegen der ausgedünnten Fahrpläne mit der Bahn kaum oder gar nicht mehr zur Arbeit kommen können.

Knapp 11.000 bestätigte Infektionen in NRW

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen ist in NRW deutlich gestiegen. Das Gesundheitsministerium zählte am Donnerstag 10.872 bestätigte Infektionen (Stand 16 Uhr) und damit 1.186 Fälle mehr als am Vortag zur gleichen Zeit. Die Zahl der Todesfälle stieg im Vergleich zum Vortag um 16 auf 82.

Corona-Beschränkungen werden nicht gleichzeitig aufgehoben

NRW-Innenminister Herbert Reul geht nicht davon aus, dass die Beschränkungen wegen der Corona-Krise alle zur gleichen Zeit aufgehoben werden können. "Ich bin sehr sicher, egal wann auch immer die Normalisierung wieder beginnt, wird sie nicht auf einen Schlag mit einem Punkt sein." Man werde sicherlich stufenweise vorgehen. Virologen wiesen darauf hin, dass man bei Jüngeren zuerst beginnen könne.

Reul sagte, dass 95 Prozent der Menschen im Westen das Kontaktverbot unterstützten würden. Das sei das Ergebnis einer Umfrage. Es habe zwar 249 Verstöße gegen die Verordnungen gegeben - die meisten Menschen würden sich aber an die Regelungen halten.

Die Zahl der Taschendiebstähle und Einbrüche würden tendenziell zurückgehen - es gäbe aber keine belastbaren Zahlen. Ebenfalls gäbe es keine Zahlen dazu, ob die Fälle von Häuslicher Gewalt zunehmen. Die Fälle von Trickbetrügereien seien dagegen angestiegen. Reul warnte unter anderem vor Abwandlungen des „Enkeltricks“: Vermeintliche Verwandte würden um Geld bitten, um Medikamente zu kaufen.

Eine Exit-Strategie kann auch nach Ansicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer erst dann angegangen werden, "wenn man dieses schnelle und aggressive Verbreiten des Virus im Griff hat". Dies erklärte der CSU-Politiker via Twitter.

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Flughafen Düsseldorf beantragt Kurzarbeit

Der Flughafen Düsseldorf hat Kurzarbeit für seine rund 2.300 Mitarbeiter beantragt - und zwar bis zum Jahresende. Für diesen Zeitraum seien betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen, teilte ein Sprecher mit. Die Kurzarbeit könne aber auch jederzeit vorher beendet werden, falls es die Situation zulasse. Die Flughafengesellschaft werde das Kurzarbeitergeld für alle betroffenen Mitarbeitern auf 90 Prozent der durchschnittlichen individuellen Nettobezüge aufstocken. Am Flughafen Düsseldorf gibt es derzeit nur etwa 20 Prozent der für diese Jahreszeit üblichen Flüge.

Auch am Flughafen Köln/Bonn beraten Geschäftsführung und Arbeitnehmervertreter derzeit über die Einführung von Kurzarbeit. Am zweitgrößten NRW-Flughafen finden derzeit nur etwa 5 Prozent der im März üblichen Passagierflüge statt. Die Frachtflüge liefen aber auf Hochtouren, hieß es. Kurzarbeit gibt es auch an den Flughäfen Münster/Osnabrück, Paderborn und Weeze.

Über-80-Jährige werden im Elsass nicht länger beatmet

Katastrophenmediziner berichten angesichts der Corona-Pandemie über dramatische Zustände aus dem Elsass in Frankreich, die aus ihrer Sicht bald auch in Deutschland drohen könnten. Demnach arbeiten Mediziner an der Universitätsklinik Straßburg weiter mit Corona-Patienten, auch wenn sie selbst infiziert sind. Über 80-Jährige werden nicht länger beatmet. Stattdessen erfolge "Sterbebegleitung mit Opiaten und Schlafmitteln", schreiben die Mitarbeiter des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin in Tübingen in einem Bericht an die baden-württembergische Landesregierung.

Zustand des ersten Corona-Patienten in NRW stabil

Der Zustand des ersten bestätigen Corona-Patienten in NRW hat sich deutlich gebessert. Der 47-Jährige aus Gangelt im Kreis Heinsberg müsse nicht mehr beatmet werden, teilte die Düsseldorfer Universitätsklinik am Donnerstag mit. Dort war der 47-Jährige vor rund vier Wochen mit seiner Frau aufgenommen worden. Seine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus hatte nach Angaben der Ärzte einen sehr schweren Verlauf. Der 47-Jährige war auf der Intensivstation behandelt worden. "Er zeigt sich stabil und wird nun auf der Infektionsstation behandelt", erklärte die Klinik. Seine Frau sei bereits vor einigen Tagen entlassen worden. Die Uniklinik Düsseldorf behandelt nach eigenen Angaben aktuell 17 Corona-Patienten.

Deutschland nimmt 47 Corona-Patienten aus Italien auf

Deutschland will weitere schwer erkrankte Corona-Patienten aus Italien aufnehmen. Das Auswärtige Amt berichtete am Donnerstagabend auf Twitter von Zusagen aus verschiedenen Bundesländern zur Behandlung von 47 Intensivpatienten. Außenminister Heiko Maas (SPD) schrieb dazu unter italienischer Flagge: "Wir stehen an der Seite unserer Freundinnen & Freunde." Beteiligt sind unter anderem Kliniken in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen, Hessen und Berlin.

Vier Bundesligisten unterstützen Klubs mit 20 Millionen Euro

Der FC Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer 04 Leverkusen stellen 20 Millionen Euro zur Unterstützung von Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga zur Verfügung. Im Rahmen einer Solidaritätsaktion verzichten sie zunächst auf ihren Anteil an noch nicht verteilten nationalen Medienerlösen der Deutschen Fußball Liga in der kommenden Spielzeit, wie die DFL mitteilte. Dieser Betrag, der nach derzeitigem Verteiler-Schlüssel rund 12,5 Millionen Euro ausmachen würde, werde seitens der vier Klubs noch einmal um rund 7,5 Millionen Euro aus eigenen Mitteln aufgestockt.

Steinmeier wendet sich in Videobotschaft an Bürger

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat heute ein Video veröffentlicht, in dem er sich an die Öffentlichkeit wendet und zur Solidarität auffordert. "Nur der Verzicht verhindert, dass wir dauerhaft verlieren, was wir lieben. Die überwältigende Mehrheit in unserem Lande hat das verstanden und handelt danach. Dafür danke ich Ihnen", so Steinmeier. Solche Botschaften sollen ab jetzt regelmäßig erscheinen.

Dieses Element beinhaltet Daten von Facebook. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Bosch: Schnelltest mit Ergebnis nach zweieinhalb Stunden

Der Technologiekonzern Bosch hat nach eigenen Angaben einen Coronavirus-Schnelltest unter anderem für Krankenhäuser und Arztpraxen entwickelt. Das vollautomatische Verfahren zum Nachweis von Virenerbgut soll von der Entnahme der Probe bis zum Ergebnis weniger als zweieinhalb Stunden brauchen, wie Bosch mitteilte. Laut Bosch hat der neue Test auf Sars-CoV-2 eine "Genauigkeit von über 95 Prozent". Die Testkartuschen für den Covid-19-Erreger sollen nach der Zulassung ab April verfügbar sein.

EU schlägt Geberkonferenz für Covid-19-Impfstoff vor

Die Europäische Union will weltweit Geld für die Entwicklung und Herstellung eines Covid-19-Impfstoffs einsammeln. Europa sei bereit, im Internet eine internationale Geberkonferenz für die nötige Finanzierung zu organisieren, erklärten EU-Ratschef Charles Michel und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach einer Videokonferenz der G20-Staaten. Sie begrüßten, dass die G20 die Weltgesundheitsorganisation WHO um eine globale Initiative zur Reaktion auf Pandemien gebeten habe. In diesem Zusammenhang würde die EU die Geberkonferenz ausrichten.

Spanien verlängert Ausgangssperre bis Mitte April

Spanien verlängert die Ausgangssperre wegen der Corona-Krise bis mindestens 12. April. Spanien ist das nach Italien am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa. Die Zahl der Todesopfer stieg über Nacht um 655 auf 4.089. "Wir befinden uns in einem echten Krieg, um Beatmungsgeräte, Gesichtsmasken und Schnelltestsätze zu bekommen", sagte Regierungssprecherin Maria Jesus Montero.

Gefängnis-Leiter kritisieren Erlass zu Haftstrafen

Das NRW-Justizministerium will die Häftlingszahlen in den Gefängnissen reduzieren - und hat deshalb gestern bekannt gegeben, dass Haftstrafen unter bestimmten Voraussetzungen ausgesetzt oder aufgeschoben werden können. Allerdings seien diese Voraussetzungen zu zahlreich, kritisieren die Leiter der acht großen Haftanstalten in NRW, die geschlossenen Vollzug durchführen. So habe der Erlass kaum einen Effekt.

8.000 Menschen in Sachsen-Anhalt in Quarantäne

In Sachsen-Anhalt haben die Behörden zwei Ortsteile der Stadt Jessen unter Quarantäne gestellt - und damit rund 8.000 Einwohner. Grund für die Maßnahme ist die Ausbreitung von Covid-19 in einem Pflegeheim.

Duisburger Hafen: Zugverkehr aus China fast auf Vor-Krisen-Niveau

Während die Produktion in vielen Fabriken heruntergefahren oder ganz eingestellt wurde, kommen in Deutschland weiter Züge mit Produkten aus China an. Pro Woche erreichten den Duisburger Hafen etwa 35 bis 40 Güterzüge aus China, sagte ein Sprecher des Hafens am Donnerstag. "Das entspricht fast dem Vor-Pandemie-Niveau."

Seit dem Ende der Abriegelung der Provinz Hubei sei auch die Zugverbindung zwischen Duisburg und Wuhan wieder aktiv. Das sorge für einen Anstieg des Warenaufkommens. Rund 30 Prozent des gesamten Handels per Güterzug zwischen China und Europa werden nach früheren Angaben über den Duisburger Hafen abgewickelt.

Aachener klagt gegen Kontaktverbot

Ein Mann aus Aachen hat indes vor dem Oberverwaltungsgericht Münster gegen das Kontaktverbot geklagt. Er fühlt sich durch den Erlass der Landesregierung in seinen Freiheitsrechten beschnitten und will sich weiterhin in der Öffentlichkeit mit seinen Freunden treffen. Das Gericht wird über die Klage in der kommenden Woche entscheiden.

Anfragen an die Bundeswehr

140 Anfragen von Städten und Gemeinden haben die Bundeswehr erreicht. Sie soll bei der Bewältigung der Coronakrise unterstützen - beispielsweise bei logistischen Problemen. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) lobte dabei auch die Hilfsbereitschaft von Reservisten.

Kritik an Einreise-Verbot für Erntehelfer

Wie sollen Ernten eingebracht werden, wenn Saisonarbeitskräfte fehlen? Diese Frage stellen sich wohl viele Landwirte.

Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbands, sagte: "Wir freuen uns über jede helfende Hand und bedanken uns auch für die Solidarität" - aber ohne Kräfte aus Osteuropa könne man nicht arbeiten. Der Handelsverband Deutschland warnt bereits vor Versorgungslücken.

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Menden bereitet Zwangs-Quarantäne vor

Die Stadt Menden im Sauerland bereitet eine leerstehende Turnhalle vor, um dort Personen unterzubringen, die sich nicht an die Quarantäne-Vorschriften halten. Noch gebe es keinen akuten Fall - aber man wolle vorbereitet sein, hieß es von der Stadtverwaltung. In den vergangenen Tagen hatten mobile Teams des Märkischen Kreises 20 Prozent der Bürger, die unter Quarantäne stehen, nicht Zuhause angetroffen. Bei den Personen sollten Corona-Tests vorgenommen werden.

Kurios: Um Kontakte zu vermeiden, seilt das Standesamt der Stadt jetzt Akten aus dem ersten Stock ab. "Das ging auf die Idee eines Kollegen zurück. Wir haben es 'Operation Rapunzel' genannt, das ist im Rathaus schon ein Running Gag", sagte der Erste Beigeordnete der Stadt, Sebastian Arlt. Genutzt werde Absperrband - "davon haben wir im Moment ja genug". Die Türen des Rathauses sind für den Publikumsverkehr derzeit weitgehend geschlossen.

8.000 Anträge in NRW auf Soforthilfe für freie Künstler

Die Soforthilfe des Landes NRW für freischaffende Künstler, die derzeit nicht auftreten können, wird stark nachgefragt. Den Bezirksregierungen lägen bislang rund 8.000 Anträge vor, sagte das NRW-Kulturministerium am Donnerstag. "Täglich kommen einige Hundert hinzu." Freie Künstler können seit dem vergangenen Freitag eine Einmalzahlung von bis zu 2.000 Euro für ihre nötigsten Ausgaben erhalten. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden.

Köln schnürt Hilfspaket für Clubszene

Köln will mit einem Hilfspaket die Kultur- und die Clubszene in der Stadt durch die Coronavirus-Zeit retten. Für die Musik-Clubs sei eine Nothilfe geplant, sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) am Donnerstag. Daneben wird für die freie Kulturszene ein Notfallfonds aufgelegt - ergänzend zu den Hilfsprogrammen von Bund und Land. In den Fonds sollen städtische Mittel in Höhe von drei Millionen Euro einfließen.

Polizei-Einsatz wegen Klopapier

Weil eine Kundin nur eine Packung Toilettenpapier kaufen durfte, setzte sich eine Frau in Bergneustadt (Bergisches Land) aus Protest auf das Kassenband. Die alarmierten Polizeibeamten konnten die 54-Jährige nicht beruhigen. Sie mussten sie schließlich in Handschellen abführen.

Sieben Covid-19-Fälle auf deutschem Kreuzfahrtschiff vor Australien

An Bord eines vor Australien ankernden deutschen Kreuzfahrtschiffs sind mindestens sieben Menschen am Coronavirus erkrankt. Es handele sich hierbei um fünf Passagiere und zwei Crewmitglieder, teilte der Bonner Reiseveranstalter Phoenix am Mittwochabend mit.

Allen an Bord von "MS Artania" gehe es aber gut, keine der infizierten Personen befinde sich in einem gesundheitlich kritischen Zustand. Alle Gäste sollten mit eigens gecharterten Flugzeugen voraussichtlich am Samstag aus Australien ausgeflogen werden.

Corona-Ausbreitung in Italien verlangsamt sich weiter

Wieder viele Tote, aber aber weniger neue Infektionen: Die Ausbreitung des Coronavirus in Italien hat sich den vierten Tag in Folge verlangsamt. Die Zahl der Infektionen sei um 7,5 Prozent angestiegen, das sei der niedrigste Zuwachs seit Beginn der Pandemie, teilten die Gesundheitsbehörden am Abend mit.

Allerdings habe es einen deutlichen Anstieg der Todesfälle in Regionen mit großen Städten wie Neapel und Rom gegeben. Insgesamt wurden innerhalb von 24 Stunden 683 neue Todesfälle registriert. Damit starben in Italien bereits 7503 Menschen an Covid-19. Das sind so viele wie in keinem anderen Land der Welt.

Markt für Sexspielzeug boomt

Die strengen Kontakt-Auflagen lassen offensichtlich den Markt für heimisches Sexspielzeug und Kondome boomen. In Nordrhein-Westfalen sei vor allem der Verkauf von Solo-Sexartikeln wie Masturbationshilfsmitteln für Frauen und Männer extrem gestiegen, sagte eine Sprecherin des Bielefelder Onlinehändlers "eis.de".

Insgesamt hätten sich die Bestellzahlen für das Sortiment seit dem Auftauchen des Coronavirus verdoppelt, erklärte der Versandhändler. Weil die Nachfrage weiter wachse, werde die Produktion nun verdreifacht.

Udo Lindenberg flüchtet aus Wohnsitz Hotel Atlantic

Udo Lindenberg

Udo Lindenberg

Sänger Udo Lindenberg hat wegen des Coronavirus seine Privaträume im edlen Hamburger Hotel Atlantic verlassen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Lindenbergs Manager. "Udo befindet sich an einem geheimen Ort, um die Corona-Krise zu überstehen", wird er zitiert.

Lindenberg wohnt schon seit vielen Jahrzenten im Hotel Antlantic an der Außenalster. Wegen der Gefahr durch das Corona-Virus hat es nun nach eigenen Angaben bis Ende April seinen Betrieb eingestellt. Der Sänger hätte seine Räumlichkeiten zwar weiter bewohnen dürfen, schreibt "Bild", jedoch ohne Service.

Stand: 26.03.2020, 22:59