Ticker von Dienstag (25.01.2022) zum Nachlesen

Stand: 25.01.2022, 20:34 Uhr

  • Zu viel Corona-Hilfe erhalten? Frist für Rückzahlung verlängert
  • Testverfahren an Grund- und Förderschulen wird geändert
  • Sechs Prozent der Schüler fehlen pandemiebedingt
  • Biontech und Pfizer starten klinische Omikron-Studie
  • Labore fordern Gespräche zu neuer Teststrategie
  • 3,8 Millionen Novavax-Impfdosen für Deutschland
  • Biontech/Pfizer starten Studie zu Omikron-Impfstoff
  • Inzidenz steigt auf knapp 900
  • Alle Entwicklungen hier im Live-Ticker

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Was gibt es Neues in Sachen Coronavirus? Hier im Live-Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Fristverlängerung für Rückzahlung von zu viel erhaltener Corona-Hilfe

Kleinere Firmen in NRW bekommen mehr Zeit für Rückzahlungen von zu viel erhaltenen Corona-Soforthilfen. Das Landeskabinett beschloss am Dienstag eine Verlängerung der Frist auf Ende Juni 2023, wie die Ministerien für Wirtschaft und Finanzen in Düsseldorf berichteten. Damit wolle man Soloselbstständigen, Freiberuflern und Kleinunternehmen in der Coronawelle mehr finanziellen Spielraum geben.

Die Rückzahlungen könnten insgesamt oder in mehreren Teilen überwiesen werden. "Individuelle Vereinbarungen zu Stundungen oder Ratenzahlungen müssen bis dahin nicht getroffen werden", betonten die Ministerien. Es geht um die Soforthilfen zu Beginn der Pandemie vor knapp zwei Jahren, als der Ausbruch weite Teile der Wirtschaft in eine Art Schockstarre versetzte.

Damals bekamen Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten 9.000 Euro Soforthilfe, um Liquiditätsengpässe auszugleichen. Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten erhielten 15.000 Euro und Firmen mit bis zu 50 Beschäftigten bis zu 25.000 Euro. Das waren pauschale Auszahlungen, in NRW zahlten Land und Bund rund 4,5 Milliarden Euro aus. Mehr als 430.000 Anträge wurden bewilligt.

20.30 Uhr: Wüst dankt Polizei für Einsatz bei Corona-Demos

Mit ihrem Einsatz bei den landesweiten Protesten gegen die Corona-Politik erweist sich die Polizei nach den Worten von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst als "Schutzschild für die Demokratie". Die "als Spaziergänge getarnten" Versammlungen stellten für die Einsatzkräfte neben physischen und psychischen Herausforderungen eine enorme zeitliche Belastung dar, sagte der Ministerpräsident am Dienstagabend in Minden. Der CDU-Politiker hatte dort Anna-Katharina Bölling, Landrätin des Kreises Minden-Lübbecke, besucht. Am 3. Januar hatten rund 70 Personen gegen die Corona-Maßnahmen protestiert und versucht, zum Haus der CDU-Politikerin zu gelangen. Die Polizei vor Ort habe besonnen agiert und die Demonstranten frühzeitig gestoppt. Ihnen wie den Kollegen landesweit dankte Wüst "für ihren Dienst in dieser schwierigen Zeit".

Corona-Demos in NRW: Wer marschiert da mit?

WDR 5 Westblick - aktuell 20.01.2022 05:32 Min. Verfügbar bis 20.01.2023 WDR 5


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19.38 Uhr: Niederlande lockern trotz hoher Zahl von Neuinfizierten

In den Niederlanden werden die Corona-Beschränkungen ab Mittwoch trotz rekordhoher Neuinfektionen wieder gelockert. Die seit Mitte Dezember geschlossenen Theater, Bars und Restaurants dürften dann wieder öffnen, sagt Ministerpräsident Mark Rutte. Die Regierung folgt damit dem Rat eines Expertengremiums, das sich am Montag für solche Öffnungen ausgesprochen hatte.

19.06 Uhr: Politikberater Hillje kritisiert Kommunikation in Sachen Corona

Mit Blick auf die Kommunikation der nötigen Corona-Maßnahmen sieht der Politikberater Johannes Hillje Defizite bei der Bundesregierung. Die Kommunikation müsse konstruktiver sein und zudem den Menschen eine Perspektive eröffnen, sagte Hillje in der Aktuellen Stunde.

Sicherlich sei es sinnvoll, bei der Lockerung von Corona-Maßnahmen vorsichtig zu sein und auf Sicht zu fahren. Aber trotzdem wäre es gut, den Menschen eine Perspektive zu geben. Nach der Sitzung von Bund und Ländern am Montag hätten zudem einfache Botschaften gefehlt, wie die Menschen sich jetzt verhalten sollten. Kritik äußerte Hillje auch an der Art der Kommunikation von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Scholz müsse mit Blick auf die Corona-Maßnahmen die Bürger mehr mitnehmen. Es brauche eine motivierendere und auch emotionalere Ansprache des Kanzlers, so Hillje.

18.41 Uhr: Heinsberger Landrat: Gesundheitsämter produzieren "Datenfriedhöfe"

Der für seine Videos mit deutlichen Ansagen zur Corona-Politik bekannte Heinsberger Landrat Stephan Pusch (CDU) kritisiert das Fallzahlen-Management in der Pandemie als "puren Aktionismus". Die Gesundheitsämter würden zur Zeit ihre größten Ressourcen mit dem Erfassen und Melden von Fallzahlen verbrennen, die niemand mehr brauche, sagte der CDU-Politiker in einer am Dienstag bei Facebook veröffentlichten Videobotschaft.

"Tatsächlich produzieren wir im Moment Datenfriedhöfe, die (...) für gar nichts mehr gut sind." Schließlich hänge die Corona-Politik nicht mehr von der Menge der gemeldeten Infektionen ab. So sei es wichtiger für Bürger erreichbar zu sein, die Fragen zu ihrer Gesundheit hätten. Auch sei es zielführender den Bürgern zu erklären, was aktuell an Quarantäne- oder Testregeln gelte. Da habe er längst resigniert: "Die Regeln, die man jetzt alle anwenden müsste, die alle jetzt gelten und die vor allen Dingen alle paar Tage neu erfunden werden, versteht kein Mensch mehr", schimpfte Pusch, der das Video damit eingeleitet hatte, dass sich seit einigen Tagen Wut, Verzweiflung und Resignation bei ihm ausbreiteten.

18.27 Uhr: NRW ändert Teststrategie

In Sachen Corona-Teststrategie sollen künftig an NRW-Grund- und Förderschulen nach positiven PCR-Pool-Tests die Schüler mit Antigen-Schnelltests auf weitere Corona-Fälle getestet werden. Das kündigte das Schulministerium am Dienstag in Düsseldorf an. Diese Schnelltests müssten aber noch beschafft werden, hieß es. Hintergrund sind wegen der hohen Corona-Fallzahlen die knappen Laborkapazitäten.

17.12 Uhr: Bayern erlaubt bis zu 10.000 Fans in Stadien

Geisterspiele im Profisport wird es nicht mehr geben, zumindest in Bayern nicht. Dort sind ab übermorgen wieder Zuschauer in Stadien und Hallen der Profi-Ligen zugelassen. Laut Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) kann ein Viertel der verfügbaren Plätze besetzt werden, wobei die Zahl der Zuschauerinnen und Zuschauer 10.000 nicht überschreiten dürfe.

Das bayerische Kabinett hat noch weitere Corona-Lockerungen beschlossen. So dürfen zu Angeboten der Jugendarbeit ab Donnerstag auch ungeimpfte Schülerinnen und Schüler gehen, wie Herrmann sagte. Kinos und Theater etwa dürfen zu 50 statt bisher zu 25 Prozent gefüllt werden.

Die NRW-Landesregierung kommt um 14.30 Uhr in Extertal zusammen. Anlass für die auswärtige Kabinettssitzung ist der 75. Jahrestag des Beitritts des Landes Lippe zum damals fünf Monate alten Bundesland Nordrhein-Westfalen.

16.54 Uhr: Geimpften soll bei Reisen in EU Corona-Zusatztest erspart bleiben

Die EU-Mitgliedstaaten wollen das Reisen für Bürgerinnen und Bürger mit einem gültigen Corona-Zertifikat innerhalb der EU einfacher gestalten. Sie sprachen sich am Dienstag in Brüssel dafür aus, dass Geimpfte oder Genesene keinen zusätzlichen Corona-Test für die Einreise in ein anderes EU-Land brauchen. Derzeit verlangt etwa Italien für die Einreise von vollständig Geimpften oder Genesenen noch einen zusätzlichen negativen Corona-Test. "Reisende, die im Besitz eines gültigen digitalen Corona-Zertifikats der EU sind, sollten keinen zusätzlichen Einschränkungen bei der Reisefreiheit unterworfen sein", hieß es in einer Erklärung der 27 Mitgliedstaaten. Dies kommt allerdings nur einer Empfehlung gleich, da die einzelnen EU-Länder bei der Gesundheitspolitik weitgehend selbst das Sagen haben.

16.46 Uhr: Abgeordnete erarbeiten Antrag für Impfpflicht ab 50 Jahren

Mehrere Abgeordnete von FDP und Grünen schlagen eine Corona-Impfpflicht für Über-50-Jährige vor. "Wir möchten bei der Impfpflichtdebatte für den Mittelweg werben und diesen mehrheitsfähig machen", teilten sie am Dienstag gemeinsam mit. Ihr Vorschlag beinhalte zwei Maßnahmen: ein verpflichtendes, professionelles und persönliches Beratungsgespräch für alle volljährigen Ungeimpften und eine Pflicht zum Nachweis einer Impfung ab 50 Jahren. So solle "mit einem milderen staatlichen Eingriff eine maximale Wirkung" erzielt werden.

Der Bundestag kommt am Mittwoch zu einer ersten Debatte über eine Impfpflicht zusammen. Im Wesentlichen gibt es bisher drei Ansätze: Parlamentarier aller drei Ampelfraktionen bereiten einen Entwurf für eine Impfpflicht ab 18 Jahre vor, für die sich auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ausgesprochen hat. Und eine Gruppe um FDP-Vize Wolfgang Kubicki will eine Impfpflicht generell verhindern. Neu ist der Vorstoß mehrerer Politikerinnen und Politiker um den FDP-Abgeordneten Andrew Ullmann für eine Impfpflicht ab 50.

16.04 Uhr: Wehrle kritisiert Corona-Beschlüsse: "Würfeln die eigentlich?"

Der Geschäftsführer des 1. FC Köln, Alexander Wehrle, hat mit Unverständnis auf die jüngsten Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz reagiert, die Entscheidung über eine Rückkehr von mehr Fans in die Fußball-Stadion vorerst aufzuschieben. "Das ist jetzt absolut überhaupt nicht mehr verhältnismäßig. Es ist rational nicht mehr erklärbar", sagte er laut Express beim Kölner Talk "Loss mer schwade". Wehrle begrüßte, dass Bundesliga-Rivale Borussia Dortmund rechtliche Schritte erwägt: "Da stehen wir Seite an Seite mit dem BVB."

Der scheidende FC-Köln-Geschäftsführer und künftige Stuttgarter Finanzchef monierte die Uneinheitlichkeit der Regeln: "Es ist überhaupt nicht nachvollziehbar, wenn in der Elbphilharmonie in Hamburg von 2.100 möglichen Zuschauern 2.000 in einem geschlossenen Raum sind und ein paar Kilometer weiter im Hamburger Stadion auch 2.000, weil das eben die Grenze ist. Wer hat denn die 2.000 in Hamburg festgelegt? Und wer die 750 in Köln? Und wer die 1.000 in Mainz? Würfeln die eigentlich?"

15.34 Uhr: Ministerium: Testverfahren an Grund- und Förderschulen wird geändert

Das Testverfahren an den Grund- und Förderschulen in Nordrhein-Westfalen wird nach Angaben des Schulministeriums geändert. Nachdem Bund und Länder aufgrund der stark steigenden Corona-Zahlen eine Priorisierung bei den PCR-Tests beschlossen haben, müsse das PCR-Lolli-Test-Verfahren an den Grund- und Förderschulen in NRW kurzfristig angepasst werden, teilte das Schulministerium in Düsseldorf auf Anfrage mit. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) werde einen Vorschlag in die Kabinettssitzung an diesem Dienstag einbringen, der den Schul- und Unterrichtsbetrieb auch weiterhin mit regelmäßigen Testungen sicherstelle.

15.16 Uhr: Neue Impfkampagne der Bundesregierung in mehreren Sprachen

Die neue Corona-Impfkampagne der Bundesregierung wird es in mehreren Sprachen geben. "Die Kampagne wird neben Deutsch auch in den Sprachen Arabisch, Englisch, Russisch und Türkisch ausgespielt", teilte das Bundesgesundheitsministerium am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. In dieser Woche starte diese in sozialen Medien und im Radio, in der Woche darauf kommen Zeitungsanzeigen und Außenwerbung hinzu, und ab Mitte Februar folge der Bereich TV. Die Kampagne trägt den Slogan "Impfen hilft." Budget für die Monate Januar bis März beziffert das Ministerium auf 60 Millionen Euro.

14.59 Uhr: Pflegebevollmächtigte Moll: Ich werde für die Impfpflicht werben

Einen Tag vor der ersten Bundestagsdebatte über die Einführung einer Corona-Impfpflicht hat sich die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Claudia Moll (SPD), für eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen. Sie sei lange Zeit einer solchen Pflicht gegenüber sehr skeptisch gewesen, sagte Moll dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Berlin. Als Pflegebevollmächtigte spüre sie Druck von beiden Seiten, von den Befürwortern einer Impfpflicht und von den Gegnern. Aber angesichts der aktuell hohen und weiter steigenden Infektionszahlen sehe sie in der Impfpflicht einen Weg, aus der Pandemie herauszukommen.

NRW: Wie sich Impfbefürworter vernetzen

WDR 5 Morgenecho - Westblick am Morgen 25.01.2022 03:58 Min. Verfügbar bis 25.01.2023 WDR 5 Von Heike Zafar


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14.45 Uhr: Sechs Prozent der Schüler pandemiebedingt nicht in der Schule

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die wegen der Pandemie nicht am Präsenzunterricht in den Schulen teilnehmen können, ist kräftig gestiegen. Zum Stichtag 19. Januar waren es nach der wöchentlichen Umfrage des Schulministeriums in NRW knapp 121.000 Schüler gegenüber rund 58.500 eine Woche zuvor. Das sind nach der jüngsten Umfrage knapp 6 Prozent aller Schüler (Vorwoche: knapp 3 Prozent) gewesen.

An der Umfrage haben sich landesweit gut 4.800 Schulen (knapp 92 Prozent) beteiligt. Im Detail meldeten die Schulen in der vergangenen Woche rund 43.000 bestätigte Corona-Fälle unter den Schülern (2,10 Prozent, Vorwoche: 0,99 Prozent). Diese Zahl umfasst laut Schulministerium Corona-Infektionen, die sowohl in den Schulen als auch bei außerschulischen Testungen festgestellt wurden.

14.34 Uhr: Experte: Nichterfassung durch PCR-Priorisierung nicht abschätzbar

Dem Kölner Gesundheitsdezernenten Harald Rau zufolge ist kaum absehbar, wie viele Corona-Fälle künftig unerkannt bleiben dürften, wenn der Einsatz von PCR-Tests auf Menschen aus bestimmten Gruppen konzentriert wird. Die Gesundheitsämter könnten nicht seriös beziffern, wie viele PCR-Tests bislang auf positive Schnelltests zurückgingen, denn eine entsprechende Erfassung gebe es nicht, sagte Harald Rau auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Im Umkehrschluss sei auch nicht abschätzbar, wie hoch eine künftige Nichterfassung via PCR-Tests durch die neuen Pläne der Bundesregierung sein dürfte.

Zwar bedeute das Zurückfahren von PCR-Testungen für bestimmte Gruppen in jedem Fall eine Untererfassung, die mit Blick auf den Infektionsschutz nicht unbedenklich sei. Allerdings müsse man angesichts der rapide ansteigenden Zahlen abwägen und zu dem Schluss gelangen, es sei richtig, die verfügbare Kapazität zu konzentrieren auf den "Schutz derer, die ihn am meisten brauchen", so Rau.

Neue Regeln für PCR-Tests: Offene Fragen und Kritik

WDR aktuell - Der Tag 25.01.2022 10:07 Min. Verfügbar bis 25.01.2023 WDR 3


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12.56 Uhr: Biontech und Pfizer starten klinische Studie zu Omikron-Impfstoff

Biontech und Pfizer haben ihre erste klinische Studie zur Untersuchung eines speziell auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Corona-Impfstoffs begonnen. Dabei sollen die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten geprüft werden, wie die beiden Unternehmen mitteilten. Die Studie soll bis zu 1.420 Testpersonen umfassen, die in drei Gruppen unterteilt werden.

Die erste Gruppe umfasst gut 600 Teilnehmer, die zwischen 90 und 180 Tagen vor Beginn der Studie bereits zwei Impfdosen des bisherigen Vakzins erhalten haben und nun eine oder zwei Dosen des Omikron-Impfstoffs erhalten sollen. Die zweite, fast ebenso große Gruppe besteht aus geboosterten Menschen, die eine weitere Dosis des herkömmlichen Impfstoffs oder eine Dosis des Omikron-Vakzins erhalten. Die dritte Gruppe mit gut 200 Probanden setzt sich aus ungeimpften und bislang nicht an Covid-19 erkrankten Menschen zusammen, die dann drei Dosen des Omikron-Vakzins bekommen.

12.21 Uhr: Fünf Corona-Fälle bei Zweitligist SC Paderborn

Beim Fußball-Zweitligisten SC Paderborn sind im Rahmen der regelmäßigen Coronatests Infektionen bei fünf Spielern nachgewiesen worden. Die Betroffenen haben sich in Quarantäne begeben, das gab der Klub am Dienstag bekannt. Für den überwiegenden Teil der Mannschaft lief der Trainingsbetrieb laut SCP "in der geplanten Weise" weiter.

12.13 Uhr: Studie: Maske-Tragen hat keinen negativen Lern-Effekt

Laut einer Studie der Universitätskinderklinik Bochum führt das Tragen von Gesichtsmasken im Unterricht nicht dazu, dass die Leistungs- und Aufnahmefähigkeit der Schüler sinkt. Die schulischen Leistungen würden durch die Masken nicht geschmälert, sagte der Direktor der Universitätskinderklinik der Ruhr-Universität Bochum, Thomas Lücke. Das Forschungsteam berichtete in der Zeitschrift "Children" in der Ausgaben vom 11. Januar über die Ergebnisse.

An der gemeinsam mit der Gesamtschule Berger Feld aus Gelsenkirchen durchgeführten Studie nahmen den Angaben nach 133 Schülerinnen und Schüler im Alter von elf bis 14 Jahren der Jahrgangsstufen 5, 6 und 7 teil. Dabei musste ein Teil der Schüler im Unterricht eine Maske tragen, ein anderer nicht. Alle Räume hatten gute Ventilationssysteme und waren mit einem Luftfilter ausgestattet. Anhand eines computerbasierten Leistungstests wurde dann der Lernerfolg gemessen. Signifikante Abweichungen in den Testergebnissen gab es hinsichtlich des Maske-Tragens in keiner der drei Jahrgangsstufen, wie es hieß.

12.02 Uhr: Kinderkrankengeld wurde 2021 stark genutzt

Das erweiterte Angebot des Kinderkrankengeldes ist im vergangenen Jahre vermehrt in Anspruch genommen worden. Wie die Krankenkasse AOK heute mitteilte, haben sich im Einzugsgebiet Rheinland/Hamburg die Fallzahlen in den ersten drei Quartalen des Jahres 2021 um 73 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöht. Zwischen Januar und September 2021 wurde demnach fast 50.500 Mal (Vorjahr: 29.000) von der Unterstützungsmöglichkeit Gebrauch gemacht.

11.35 Uhr: Londoner Polizei ermittelt wegen Lockdown-Partys in Downing Street

Die Londoner Polizei hat Ermittlungen wegen der Partys aufgenommen, die trotz Lockdowns im Amtssitz des britischen Premierministers Boris Johnson gefeiert wurden. Das teilte die Metropolitan Police heute mit. Johnson steht seit Wochen unter Druck wegen Treffen und Partys, die gegen die eigenen Corona-Verbote der Regierung verstießen.

11.23 Uhr: Anklage wegen Todesschuss auf Tankstellenmitarbeiter nach Maskenstreit

Blumen, Kerzen und Botschaften an den ermordeten Studenten liegen an einer Tankstelle in Idar-Oderstein.

Im Fall des tödlichen Schusses auf einen Tankstellenmitarbeiter im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein nach einem Streit um die Maskenpflicht hat die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach Anklage wegen Mordes erhoben. Sie wirft dem 49-Jährigen vor, im September vergangenen Jahres den 20-jährigen Mitarbeiter erschossen zu haben. Neben Mord werden dem Angeschuldigten das unerlaubte Führen der Tatwaffe und der unerlaubte Besitz einer weiteren Schusswaffe vorgeworfen. Das Landgericht Bad Kreuznach muss über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden.

Der Anklage zufolge hatte der 49-Jährige am Tattag in der Tankstelle einkaufen wollen. Da er keine Mund-Nasen-Bedeckung trug, soll es eine kurze Diskussion mit dem Mitarbeiter gegeben haben. Der Tatverdächtige habe die Tankstelle verlassen und sei gut eineinhalb Stunden später mit Maske zurückgekehrt - und habe dann sein Opfer mit einem Schuss in den Kopf getötet.

11.19 Uhr: Ermittlungen nach Angriff auf Journalisten bei Demo

Nach einer Corona-Demonstration in Coswig (Sachsen) ermittelt die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung. Bei dem Protest am Montagabend sollen Medienschaffende angegriffen worden sein, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten machten einen 40-jährigen Tatverdächtigen ausfindig, gegen den nun ermittelt wird. Journalisten hatten zuvor beim Kurznachrichtendienst Twitter von Schlägen und Beleidigungen berichtet, auch Glasflaschen seien geflogen.

In Zwickau verglich laut Polizei-Angaben eine Rednerin bei einer Kundgebung den Status von Ungeimpften mit Verfolgten des Dritten Reichs. Bei derselben Kundgebung habe eine Person unangemeldet eine Drohne fliegen lassen. Die Polizei ermittelt in beiden Fällen.

10.37 Uhr: Stiftung: Pflegende Angehörige bei PCR-Tests priorisieren

Die Stiftung Patientenschutz hat die Regierungschefs von Bund und Ländern aufgefordert, bei der Priorisierung der PCR-Tests auch pflegende Angehörigen zu berücksichtigen. Ihr Vorsitzender Eugen Brysch kritisierte den am Montag gefassten Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz zu den Tests als unzureichend. "Fünf Millionen Angehörige haben jetzt keinen Zugang zu Labor-Tests", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Bei ihnen handele es sich um den "größten Pflegedienst Deutschlands".

Eine nicht oder zu spät erkannte Infektion mache das Leben zu Hause zu einem Hochrisikogebiet, sagte Brysch: "Drei Millionen Pflegebedürftige brauchen die tägliche Unterstützung ihrer Verwandten. Hier also sicher zu erkennen, ob eine Infektion vorliegt, ist lebenswichtig."

10.22 Uhr: Impfkampagne in Deutschland lahmt weiter

Die Impfkampagne in Deutschland verliert an Fahrt. Das Robert-Koch-Institut teilt mit, dass sich am Montag 316.016 Menschen haben impfen lassen. Davon waren 27.541 Erstimpfungen, 52.188 Zweitimpfungen und 236.287 Auffrischungsimpfungen.

Kanzler Olaf Scholz hat eine neue Werbekampagne für das Impfen angekündigt. Am Montag vor einer Woche hatte es noch 468.372 Impfungen gegeben.

9.48 Uhr: Expertenrat in Israel empfiehlt vierte Corona-Impfung

Ein israelischer Expertenrat hat eine vierte Impfung gegen das Coronavirus für über 18-Jährige empfohlen. Die Empfehlung gelte für Erwachsene, die vor mehr als fünf Monaten die Booster-Impfung erhalten haben oder die vor diesem Zeitraum genesen seien, teilte das Gesundheitsministerium mit. "Die Entscheidung wurde angesichts positiver Ergebnisse getroffen, die einen drei- bis fünfmal höheren Schutz gegen schwere Erkrankungen nach der vierten Impfdosis zeigten", hieß es in der Mitteilung.

9.21 Uhr: Fitnessgeräte verteuern sich in Pandemie deutlich

Die Preise für Fitnessgeräte sind in der Corona-Pandemie überdurchschnittlich stark gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verteuerten sich Crosstrainer, Rudergeräte, Ergometer und Co. im ersten Pandemiejahr 2020 um 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese überdurchschnittliche Entwicklung habe sich 2021 fortgesetzt, teilte die Wiesbadener Behörde am Dienstag mit. Heimtrainer kosteten im vergangenen Jahr demnach 14,4 Prozent mehr als vor der Pandemie 2019. Zum Vergleich: Der Verbraucherpreisindex stieg im selben Zeitraum um 3,6 Prozent.

8.50 Uhr: Deutschland rechnet mit 3,8 Millionen Novavax-Impfdosen

Deutschland wird bis zum 20. März voraussichtlich 3,8 Millionen Impfdosen des Unternehmens Novavax erhalten. Das Gesundheitsministerium beruft sich auf Angaben der EU-Kommission, nach der in der Woche ab dem 21. Februar die erste Tranche mit 1,4 Millionen Dosen ausgeliefert werden soll. In den folgenden beiden Wochen sollen es je 0,9 Million Dosen sein, in der 11. Kalenderwoche 0,6 Million Dosen. Für das Gesamtjahr sei eine Lieferung von bis zu 34 Millionen Impfdosen vorgesehen.

Da es sich bei dem Novavax-Präparat nicht um einen mRNA-Impfstoff handelt, haben etliche Landesregierungen Hoffnungen, dass sich damit auch bisher ungeimpfte Beschäftigte im Pflegebereich impfen lassen. Für das Personal in Krankenhäusern und Pflegeheimen gilt ab dem 15. März eine Impfpflicht.

8.43 Uhr: Ethiker plädiert für Impfpflicht für Ältere

Ethikrats-Mitglied Franz-Josef Bormann hat sich für eine altersbezogene Corona-Impfpflicht ausgesprochen. "Eine nach Risiko gestaffelte Impfpflicht - also zum Beispiel eine Impfpflicht ab 50 Jahren - wäre unter bestimmten Bedingungen auch für Deutschland eine gute Möglichkeit, um die Impflücke in dieser Gruppe zu schließen", sagte der katholische Theologe der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag). "Sie lässt sich ethisch leichter begründen als eine allgemeine Impfpflicht", betonte der Tübinger Professor. Denn sie ziele auf die Gruppe von Menschen, die individuell den größten Nutzen von einer Impfung habe.

Zugleich beeinträchtigten ältere Menschen, die sich nicht impfen ließen, wegen der drohenden Belastung des Gesundheitssystems die Genesungschancen von Tumor- und anderen Kranken.

8.04 Uhr: Gesundheitsminister Laumann froh über MPK-Beschlüsse

Für NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) war es richtig, bei der Bund-Länder-Runde keine Lockerungen zu beschließen. "Wenn bei der Omikron-Variante nur wenige schlimm krank werden, aber so viele sich infizieren, habe ich natürlich schon Sorgen, ob wir das im Gesundheitssystem hinkriegen", sagte Laumann im WDR 5 Morgenecho. Das sei der Parameter, den man im Auge haben müsse. "Deswegen bin ich in meiner Funktion als Gesundheitsminister froh, dass man gestern keine Lockerungen beschlossen hat."

7.51 Uhr: Sportkardiologe warnt vor Corona-Folgen für Herz

In der Debatte um Herzmuskelentzündungen nach einer Corona-Infektion sollten Fußball-Profis in der Regel mehrere Monate pausieren. "Wenn eine Herzmuskelentzündung im zeitlichen Zusammenhang mit einer akuten Corona-Infektion steht, empfehlen die Fachgesellschaften und die Sportverbände, dass man mindestens drei Monate Pause machen sollte. Dabei muss jeder Fall immer individuell betrachtet werden", sagte der Münchner Sportmediziner und Sportkardiologe Florian Straube der dpa.

Die Länge der Pause hänge aber vom Verlauf der Erkrankung ab. "Wenn der Arzt oder die Ärztin die Diagnose Herzmuskelentzündung am Tag X stellt, dann weiß man zu dem Zeitpunkt ja noch nicht, was für einen Verlauf die Erkrankung haben wird. Bei einfachen asymptomatischen Verläufen kann man vielleicht von diesen drei Monaten abweichen und mit einem leichten Training schon nach ein oder zwei Monaten wieder anfangen", erläuterte Straube, der unter anderem den Deutschen Eishockey-Bund berät. "Wichtig ist immer ein stufenweiser Wiederbeginn nach einer Sportpause."

7.01 Uhr: Kunstturn-Olympiasieger nach Covid-19-Erkrankung gestorben

Der ungarische Sport trauert um seinen Kunstturn-Olympiasieger Szilveszter Csollany. Der Goldmedaillengewinner der Sommerspiele 2000 in Sydney an den Ringen starb nach offiziellen Angaben im Alter von 51 Jahren an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung. Csollany, der 1996 in Atlanta auch Olympia-Silber und zwei Jahre später den EM-Titel gewonnen hatte, arbeitete nach seiner aktiven Karriere in Island und Österreich als Trainer. In sozialen Netzwerken hatte er vehement gegen eine Corona-Impfung gestritten.

6.30 Uhr: Zehntausende bei Corona-Protesten auf der Straße

Deutschlandweit sind am Montagabend erneut zehntausende Menschen gegen die Corona-Politik auf die Straße gegangen. Während die Polizei in den meisten Fällen von einem störungsfreien Verlauf der Demonstrationen und Gegen-Veranstaltungen berichtete, starb in Wandlitz in Brandenburg ein 53-jähriger Mann. Dieser hatte zuvor offenbar versucht, eine Polizeikette zu durchbrechen, woraufhin die Beamten seine Personalien feststellten. "Kurz darauf" hatte er laut Polizei einen "medizinischen Notfall" und verstarb im Krankenhaus.

Vielerorts stellte die Polizei erneut Verstöße gegen Versammlungsauflagen und Corona-Schutzmaßnahmen fest. Die Behörden erstellten deshalb hunderte Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten sowie dutzende Strafanzeigen wegen Beleidigungen. An mehreren Orten kam es zu Zusammenstößen mit Gegendemonstranten. Demonstranten griffen auch wieder Polizisten und Journalisten an.

In NRW sind in einigen Ruhrgebiets-Städten mehrere hundert Menschen auf die Straße gegangen. In Mülheim an der Ruhr und in Bochum seien es jeweils etwa 620 gewesen, teilte die Polizei mit. In Essen folgten etwa 500 Menschen dem Aufruf. In Duisburg circa 350, in Witten kamen 400 Menschen. In Dortmund fanden sich auf dem Friedensplatz circa 160 Menschen ein, vor einer Woche waren es an selber Stelle noch 1.400 gewesen. Gegendemonstranten in Duisburg, Essen und Witten bekundeten ihr grundsätzliches Einverständnis mit dem Corona-Kurs der Politik.

6.23 Uhr: Labore fordern Gespräche zu neuer Teststrategie

Der Laborverband ALM hat die Politik nach den Bund-Länder-Beratungen zu Gesprächen über eine Ausweitung von Testkapazitäten aufgerufen. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder hatten am Montag vereinbart, dass "alle Anstrengungen unternommen werden" müssten, die PCR-Testkapazitäten im Land zu erhöhen. Der Verbandsvorsitzende der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM), Michael Müller, sagte der Nachrichtenagentur dpa, man müsse zunächst einmal darüber sprechen, was das konkret bedeute.

"Wir müssten wissen, um wie viel die Kapazität erhöht werden soll und in welchem Zeitraum." Planung sei wichtig. Es gehe um Geräte, um Mitarbeiter und auch um die Frage, was passiere, wenn die höhere Kapazität aufgebaut und dann im Zweifel gar nicht benötigt werde.

Der Deutsche Städtetag hat sich für eine Anpassung der Teststrategie ausgesprochen. Städtetagspräsident Markus Lewe (CDU) sagte der Nachrichtenagentur dpa, für mehr Test-Kapazitäten könnte auch die Nutzung sogenannter PoC-PCR-Tests helfen, die ohne Labor auskommen und schnelle Ergebnisse lieferten. "Dafür müsste dann aber auch die Finanzierung für diese Test verbessert werden", sagte Lewe, der auch Oberbürgermeister von Münster ist. "Wir könnten uns außerdem vorstellen, bei der Freitestung aus Isolation und Quarantäne noch mehr mit zertifizierten Antigen-Tests zu arbeiten statt mit PCR-Tests."

6.10 Uhr: 126.955 Neuinfektionen, Inzidenz bei 894,3

In Deutschland steigt die Zahl der bekannten Infektionen um 126.955 auf knapp 8,87 Millionen, wie aus Daten auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle legt demnach um 214 auf 116.960 zu. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 894,3.

Auch in NRW steigen die Zahlen weiter. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI gestern 33.037 Neuinfektionen sowie 39 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Die Inzidenz steigt von 789,5 auf 867,5.

Die Meldungen des RKI zu Fallzahlen und Inzidenzen sind aber zur Zeit ungenau. Die Gründe: Meldungen über Neuinfektionen laufen verspätet beim RKI ein, weil die Gesundheitsämter überlastet sind. Zudem haben knappe Testkapazitäten und die neue Teststrategie Einfluss auf die Genauigkeit der Zahlen.

5.45 Uhr: Söder mit Bund-Länder-Runde unzufrieden

Nach dem Spitzentreffen von Bund und Ländern zur Corona-Pandemie hat sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) unzufrieden geäußert. Es "war unbefriedigend, weil wir erneut nur vertagt haben", sagte er am Montagabend in den ARD-Tagesthemen. Seine Frage sei schon vor Wochen gewesen: "Was müssen wir jetzt ändern?" Da die inzwischen vorherrschende Omikron-Variante offenbar weniger aggressiv und auch milder im Verlauf als frühere Corona-Varianten sei, sei es nicht mehr wie im vergangenen Jahr angebracht, "mit Zusperren alles zu lösen", sagte der CSU-Vorsitzende. Britische und dänische Forscher beobachten eine Omikron-Untervariante, die nicht milder, sondern aggressiver im Krankheitsverlauf ist.