Mit bunten Sneakern durch die Krise

Florian Schmidt sitzt auf einem Balkon und bemalt Sneaker.

Mit bunten Sneakern durch die Krise

Im Leben von Rapper Florian Schmidt dreht sich mittlerweile alles um Schuhe - mit bunten Farben und kreativen Designs versucht er, Corona etwas entgegenzusetzen.

Eigentlich ist Florian Schmidt als Rapper unterwegs, doch durch die fehlenden Veranstaltungen kann er der Musik derzeit nur bedingt nachgehen. Damit ihm nicht die Decke auf den Kopf fällt, hat er sich nun was ganz neues überlegt: Er macht aus Schuhen einzigartige Kunstwerke.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt

Egal ob Spiderman, die Düsseldorfer Skyline oder ein Schuh vom Lieblings-Fußballverein - der 33-Jährige erfüllt seinen Kunden fast jeden Wunsch: „Sie sagen einfach, was sie ungefähr haben wollen und ich mache ihnen dann einen Entwurf fertig“. Durch die kleinteilige Arbeit braucht Florian Schmidt dafür zwischen vier und sechs Stunden pro Schuhpaar.

Angefangen hat alles mit einem selbstgestalteten Schuh für seine Frau: Der kam so gut an, dass auch Freunde und Verwandte darauf aufmerksam geworden sind. Durch die positive Resonanz in seinem Umfeld kam er letztendlich auf die Idee, seine Arbeit auch im Internet anzubieten.

Neues Album verschoben

Der Preis für seine Designs liegt je nach Aufwand zwischen 35 und 70 Euro. Davon leben kann Florian Schmidt aber aktuell noch nicht. Dennoch hofft er, mit dieser Leidenschaft bald auch finanziell Fuß fassen zu können.

Florian Schmidt sitzt auf einem Balkon.

Florian Schmidt hat einen kreativen Weg gefunden, mit der Corona-Krise umzugehen.

Eigentlich wollte der 33-Jährige nämlich schon im letzten Jahr ein neues Album veröffentlichen und ein Release-Konzert spielen. Das muss der Rapper aber voraussichtlich auf das nächste Jahr verschieben. Daher war es ihm besonders wichtig, trotz Lockdown kreativ sein zu können: „Ich bin auch nicht der Typ, der nur weil er keine Musik machen kann jetzt hier zu Hause Depris schiebt, da lebe ich meine kreative Ader lieber anders aus.“

Positiver Blick in die Zukunft

Und so blickt der Mülheimer auf jeden Fall positiv in die Zukunft: „Es ist natürlich schade, für jeden Künstler, für jeden der gerne auf Konzerte geht oder Musik hört. Auf der anderen Seite muss man das Beste aus der Situation machen, man darf sich nicht unterkriegen lassen. Deswegen habe ich mit den Schuhen angefangen: Ich versuche halt nach dem Strohhalm zu greifen, um noch ein bisschen Kreativität ausleben zu können“.

Stand: 05.05.2021, 06:00