Trotz Coronavirus: Prostitution geht weiter

High heels und rotes Licht

Trotz Coronavirus: Prostitution geht weiter

Von Oliver Köhler

  • Bordellbetrieb und Straßenstrich momentan verboten
  • Prostituierte empfangen Freier privat oder im Hotel
  • Frauen fragen nicht nach Gesundheit der Kunden

Alle Bordellbetriebe mussten wegen des Coronavirus schließen. Auch die Straßen-Prostitution ist verboten. Nach Recherchen des WDR, die am Donnerstag (02.04.2020) veröffentlicht wurden, bieten aber trotzdem zahlreiche Prostituierte ihre Dienste an. Zwar sind die großen Bordelle tatsächlich geschlossen. Und auf dem Straßenstrich, beispielsweise im Kölner Süden, bieten nur noch wenige Frauen Sex an. Allerdings setzen die Prostituierten jetzt offenbar stark auf die Kontaktaufnahme über das Internet.

Frauen fragen nicht nach Gesundheit der Kunden

Auf Webportalen steigt die Zahl der Werbeanzeigen von Prostituierten immer weiter. Bei Testanrufen, die der WDR im Zuge seiner Recherche gemacht hat, erklären Frauen, dass sie weiterhin Männer in privaten Appartements empfangen oder Kunden im Hotel besuchen. Auch ein Termin im privaten Auto ist möglich. Wie viele Frauen und auch Männer zur Zeit Sexdienstleistungen anbieten, ist nicht bekannt. Im Internet gibt es allerdings zahlreiche Seiten, auf denen ausdrücklich vermerkt ist, dass die Prostituierten auch zur Zeit für Kunden erreichbar sind. Einige Frauen haben sich bei den Testanrufen am Telefon nicht einmal nach der Gesundheit des Kunden erkundigt.

Stadt kontrolliert Corona-Verbote

Nach Angaben der Stadt Köln werden Verstöße gegen den Coronaschutz streng kontrolliert. Prostitution sei nicht nur in Bordellen und auf dem Straßenstrich laut Coronaschutzverordnung verboten. Auch Treffen mit Prostituierten in deren Wohnungen oder Hotels sei untersagt.

Stand: 02.04.2020, 17:01