So bekommen Ü-70-Jährige und chronisch Kranke einen Impftermin

Älterer Herr mit Rollator auf dem Weg ins Impfzentrum

So bekommen Ü-70-Jährige und chronisch Kranke einen Impftermin

In NRW werden weiterhin auch Über-70-Jährige, chronisch Kranke und andere Vorerkrankte gegen Corona geimpft. Was ist zu beachten?

In NRW gehen auch die Corona-Impfungen für Über-70-Jährige, chronisch Kranke und andere Vorerkrankte voran. Im Mai sollen in den Impfzentren vor allem die Vorerkrankten geimpft werden. Wie kommt man zu einem Impftermin?

Alle Über-70-Jährigen können jetzt einen Impftermin vereinbaren

Die Impfung von Menschen ab 70 Jahren erfolgte in NRW zunächst gestaffelt nach Geburtsjahrgängen. Mittlerweile dürfen aber Über-70-Jährige aller Jahrgänge einen Impftermin vereinbaren. Zeitgleiche Terminbuchungen für jüngere Lebenspartner sind nun nicht mehr möglich - aus "technischen Gründen", wie es vom NRW-Gesundheitsministerium heißt.

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Terminvergabe online oder telefonisch

Die Impfung erfolgt in den landesweit 53 Impfzentren und deren Außenstellen. Möglich ist die Terminvereinbarung online unter www.116117.de. Telefonisch lässt sich der Impftermin je nach zuständiger Kassenärztlicher Vereinigung (KV) über diese beiden Rufnummern vereinbaren:

  • 0800 / 116 117 02 für den Bereich der KV Westfalen-Lippe
  • 0800 / 116 117 01 für den Bereich der KV Nordrhein

Terminbuchung für Über-80-Jährige weiterhin möglich

Auch Über-80-Jährige können sich weiterhin einen Termin für eine Corona-Impfung besorgen. Sie gehören der Priorisierungsgruppe 1 an und werden in NRW deshalb schon seit Langem geimpft.

Impfungen von Vorerkrankten nun auch in Impfzentren

Chronisch Kranke und andere Vorerkrankte werden schon seit einigen Wochen von Hausärzten geimpft. Termine dafür vereinbart man direkt mit den Arztpraxen.

Außerdem werden chronisch Kranke und Vorerkrankte ab Mai auch in den Impfzentren geimpft. Terminbuchungen sind laut Gesundheitsministerium vom 30. April an möglich - über die oben genannten Hotlines und Internetseiten.

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Nachweis über Vorerkrankung erforderlich

Vorerkrankte, die sich impfen lassen wollen, müssen ein ärztliches Attest vorlegen. Eine konkrete Diagnose müsse dabei nicht angegeben werden, heißt es im Erlass des Ministeriums. Es reicht, wenn im Attest steht, dass man der Personengruppe angehört, die nun impfberechtigt ist.

Diese Vorerkrankten sind impfberechtigt:

Wer zu den Vorerkrankten gehört, die nun in NRW impfberechtigt sind, steht in der Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums:

  • Personen mit Trisomie 21 oder einer Conterganschädigung
  • Personen nach Organtransplantation
  • Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression
  • Personen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen, Personen mit interstitieller Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose oder einer anderen, ähnlich schweren chronischen Lungenerkrankung
  • Personen mit Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen
  • Personen mit Diabetes mellitus mit Komplikationen
  • Personen mit Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung
  • Personen mit chronischer Nierenerkrankung
  • Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 40)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem CoronavirusSARS-CoV-2 besteht.

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Stand: 30.04.2021, 06:30