Faktencheck: Coronavirus wird durch Mutation nicht gefährlicher

Coronavirus unter dem Mikroskop

Faktencheck: Coronavirus wird durch Mutation nicht gefährlicher

  • Spekulationen über Gefährlichkeit des Coronavirus nach Mutation
  • Coronavirus durch Mutation bis jetzt nicht aggressiver geworden
  • Probleme für Impfstoff-Entwicklung durch Mutation eher unwahrscheinlich

Das neue Coronavirus – also SARS-CoV-2 – hat sich seit seinem ersten Auftreten zwar verändert und ist mutiert, es ist dadurch allerdings nicht gefährlicher geworden, betonen Virologen. Die Mutation von Viren ist ein völlig normaler Prozess. Auch die uns bekannten Grippeviren verändern sich regelmäßig. Deshalb wird der Grippe-Impfstoff auch jedes Jahr neu entwickelt und an die Veränderungen angepasst.

Das Coronavirus mutiert langsamer als die Grippe

Das Coronavirus verändert seine Form nach jetzigem Wissensstand im Vergleich zum Grippevirus sogar eher langsam. Das Szenario, dass die Entwicklung eines Impfstoffs gegen SARS-CoV-2 durch seine Mutation schwieriger oder gar unmöglich werden könnte, ist laut Virologen der Uniklinik Düsseldorf eher unwahrscheinlich.

Aggressivere Form für das Virus nicht von Vorteil

Durch Mutation entwickelt ein Virus eher ansteckendere Formen. Das nützt ihm, da es sich möglichst schnell und möglichst weit verbreiten will. Aggressiver oder tödlicher zu sein, ist für eine weitere Verbreitung sogar eher von Nachteil. Der Grund: Wenn das Virus seinen Wirt stark krank macht oder ihn sogar tötet, kann es sich am Ende auch schlechter ausbreiten.

#Coronawatch: Gefährliche Virusmutation? 01:03 Min. Verfügbar bis 14.04.2021

Stand: 13.04.2020, 06:00