Was muss ich rund um Köln zu Corona wissen?

Virenabbildung im Hintergrund, Kartenausschnitt von Köln im Vordergrund

Was muss ich rund um Köln zu Corona wissen?

  • Behandlungszentrum für 500 Infizierte auf der Messe
  • 1.100 Verstöße gegen Corona-Auflagen
  • Coronavirus: Alle wichtigen Informationen aus Köln, Leverkusen, Rhein-Erft-Kreis und Bergisches Land gibt hier.

Auf dieser Übersichtsseite finden Sie aktuelle Informationen zum Coronavirus in Köln, Leverkusen, Rhein-Erft-Kreis und Bergisches Land.

Die aktuellsten Fallzahlen für die Region:

Patientin aus Leverkusen an Coronavirus verstorben

In Leverkusen gibt es erstmals einen Todesfall in Folge einer Erkrankung an Covid-19. Eine 63-jährige Leverkusenerin starb in der Nacht zu Donnerstag (02.04.2020) in einer Klinik in Köln an den Folgen der Infektion mit dem Coronavirus. Sie hatte Vorerkrankungen.

Behandlungszentrum für 500 Infizierte auf der Messe

Die Stadt Köln bereitet auf dem Gelände der Kölnmesse ein Behandlungszentrum für 500 Corona-Infizierte vor. Dort sollen leicht bis mittelschwer Erkrankte versorgt werden. Das Zentrum entsteht nach Angaben der Stadt für den Fall, dass die Kapazitäten in den Kliniken nicht ausreichen.

Sechs Corona-Tote in Kölner Seniorenheim

Im Maternusheim in Köln-Rodenkirchen ist ein weiterer Bewohner an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Das teilte der Betreiber (02.04.2020) mit. Es handelt sich um den sechsten Todesfall in dem Seniorenheim. 16 weitere Bewohner befinden sich im Krankenhaus. Im Clarenbachstift in Braunsfeld sind ebenfalls vier Bewohner an Covid-19 gestorben. Das berichtete die Kölnische Rundschau. Die Stadt hat einen vorläufigen Aufnahmestopp für alle Seniorenheime verhängt.

Stadt ahndet Verstöße gegen Corona-Auflagen

Das Ordnungsamt hat seit Beginn der Kontaktsperre mehr als 1100 Verstöße von Kölnern aufgenommen. Wer in einer Gruppe mit mehreren Personen erwischt wurde, muss 200 Euro Bußgeld zahlen. Viele Hinweise kommen von Bürgern, sagt die Stadt. Andere fallen den Ordnungsmitarbeitern bei ihren Streifgängen auf. Auch einige Ladenbesitzer haben laut Stadt ihre Geschäfte einfach wieder geöffnet. Sie müssen mit mindestens 500 Euro Bußgeld rechnen. Es werden keine Verwarnungen erteilt, sagt das Amt ausdrücklich. Die Behörde wird nun jeden einzelnen Fall prüfen und bald damit beginnen die Bescheide zu versenden.

Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum in Porz druckt Schutzmasken

Das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum in Porz kann Schutzmasken und Ventile für Beatmungsgeräte herstellen. Ein Test mit Drei-D-Druckern sei nach Angaben des DLR erfolgreich gewesen. Die Europäische Kommission hatte die Prüfung beauftragt. Normalerweise werden in den Druckern Modelle für die Luft- und Raumfahrt-Forschung hergestellt.

Erstes städtisches Corona-Testzentrum im Rhein-Erft-Kreis

Als erste Stadt im Rhein-Erft-Kreis startet Bedburg am Montag (30.03.2020) ein eigenes Corona-Testzentrum. Hier können sich die Bedburger Bürger testen lassen, die in ihrem Beruf oder Ehrenamt täglich mit vielen Menschen Kontakt haben. Dazu gehören beispielsweise KITA-Erzieherinnen oder auch Supermarkt-Kassierer. Schon bei einem Anfangsverdacht können sie nun überprüfen lassen, ob sie sich mit Corona angesteckt haben. Einzige Voraussetzung: Der Test ist mit der eigenen Hausarztpraxis abgesprochen. Ziel sei es herauszufinden, wo und wie sich das Virus verbreitet, sagt die Stadt Bedburg. Im neuen Corona Testzentrum sollen nun an jedem Wochentag bis zu 50 Menschen getestet werden. Dafür verantwortlich sind wechselnde Teams mit Bedburger Hausärzten.

Krankenhäuser behandeln Schwererkrankte aus Italien

Katholische Krankenhäuser nehmen sechs mit dem Coronavirus infizierte Patienten aus Italien auf. Das hat Erzbischof Rainer Maria Woelki angekündigt. Es handele sich um schwer erkrankte Menschen, die auf Intensivstationen der katholischen Kliniken behandelt werden sollen. Auch in den Unikliniken in Köln und Bonn werden Patienten aus Italien behandelt. Es müsse sich aber niemand Sorgen machen, dass dadurch Intensivplätze fehlen, sagt Michale Hallek von der Uniklinik Köln. Am Wochenende hatte die Luftwaffe bereits sechs schwer erkrankte Italiener von Bergamo nach Köln gebracht.

Kölner Stadtrat will Hilfsprogramm in Höhe vom 45 Millionen Euro

Trotz Ansteckungsgefahr kam am Donnerstag (26.03.2020) der Stadtrat zusammen. Im größeren Gürzenich statt im üblichen Ratssaal sprachen die Politiker vor allem über die Coronakrise. Im Mittelpunkt der Sitzung stand der Kampf gegen das Coronavirus. Der Rat verabschiedete eine Resolution: Ein Hilfsprogramm in Höhe von 45 Millionen Euro soll aufgelegt werden. Die Stadtverwaltung soll jetzt die Details dafür ausarbeiten.

Türkisches Gesundheitsministerium empfiehlt Kölnisch Wasser als Desinfektionsmittel

Das Parfum Kölnisch Wasser ist in der Türkei in der Corona-Krise gefragter denn je. Viele Türken nutzen es als Desinfektionsmittel für Gesicht und Hände, nachdem der türkische Gesundheitsminister es empfohlen hatte. Das Duftwasser hat einen hohen Alkoholgehalt. In vielen Geschäften und Apotheken in der Türkei ist es ausverkauft.

Gabenzäune für Obdachlose in Köln

Lebensmittel, die man ohne Zubereitung essen kann, Hygieneartikel, Tierfutter, Kleidung und Decken - das hängt in Tüten verpackt und beschriftet an den neuen "Gabenzäunen". Das sind Zäune an zentralen Orten wie dem Severinstor, der Hohenzollernbrücke und dem Kalker Stadtpark. Diese Spendenorte gibt es seit Anfang der Woche. Die Aktion wurde von Kölner Bürgern nach Berliner Vorbild gestartet. Schnell fand die Geste viele Nachahmer, die wiederum weitere Zäune "eröffneten".

Warnung vor Bakterien in Rohrleitungen von nicht genutzten Einrichtungen

Einrichtungen wie Schulen, Kitas und Sporthallen werden wegen der Corona-Pandemie gerade nicht genutzt. Dadurch fließt auch kein Wasser durch die Leitungen. Die Kreisverwaltung in Bergheim warnt davor, dass sich dadurch Bakterien wie Legionellen bilden könnten. Das gelte auch Gaststätten und Hotels, die gerade geschlossen sind. Damit die Trinkwasserqualität nicht gefährdet ist, sollten alle Leitungen regelmäßig aufgedreht werden.

Weniger Straftaten und Unfälle in Köln

In Köln ist die Kriminalität deutlich zurückgegangen. Die Polizei registriert weniger Straftaten und Unfälle. Es gebe momentan auch kaum noch Taschendiebstähle. Denn auch am sonst so wuseligen Hauptbahnhof ist es eher leer. Wegen der Coronakrise bleiben viele Kölner zu Hause, die Folge - kaum noch Wohnungseinbrüche. Die Diskos auf den Ringen sind zu und damit gebe es keine Körperverletzungen mehr, so ein Polizeisprecher. Und da die Kölner Straßen und Autobahnen so leer wie selten sind, sei die Zahl der Unfälle spürbar zurückgegangen. Genaue Zahlen gebe es derzeit jedoch noch nicht. Es sei insgesamt sehr ruhig in Köln geworden, sagte ein Sprecher. Allerdings seien derzeit mehr falsche Polizisten aktiv, die vor allem Senioren um ihre Ersparnisse bringen wollen.

Erster Drive-In für Coronatests in Leverkusen

Ab heute kann man sich auch in Leverkusen mobil aus dem Auto heraus auf Coronaviren testen lassen. Der Malteser-Hilfsdienst führt die Tests auf dem Gelände des ehemaligen Freibads Auermühle in Schlebusch durch. Voraussetzung ist eine Überweisung des Hausarztes. Solche "Drive-In Corona-Tests" gibt es auch schon im Kreis Euskirchen und im Rhein-Erft Kreis.

Justizvollzugsanstalt Ossendorf reagiert auf Corona-Krise

Wegen der Corona-Krise werden auch Häftlinge der JVA in Ossendorf vorübergehend in die Freiheit entlassen. Die Maßnahme geht auf einen Erlass des NRW-Justizministeriums zurück. Der Erlass soll für mehr Platz und Abstand zwischen den Häftlingen sorgen. Bislang sind siebzig Frauen und Männer ausgewählt, die wegen kleinerer Straftaten nur kurze Haftzeiten absitzen müssen.

Viertes Todesopfer in Köln

In Köln ist bereits am Dienstag (24.3.) eine 89-jährige Frau gestorben, die sich mit dem Corona-Virus infiziert hatte. Sie hatte an diversen Vorerkrankungen gelitten. Damit gibt es nun vier Todesopfer aufgrund des Corona-Virus in Köln.

Sparkasse Köln/Bonn: Soforthilfeprogramm für Firmenkunden

Die Sparkasse Köln/Bonn hat zur Unterstützung ihrer Firmenkunden ein Soforthilfeprogramm gestartet. Das werde bereits stark nachgefragt, teilte der Vorstandsvorsitzende Ulrich Voigt im Rahmen der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch (25.03.2020) mit. So hätten sich bereits 2.000 Kunden für das Soforthilfeprogramm registriert, 600 Kreditanträge lägen vor. Es sei ein spezielles Beraterteam gebildet worden, sagte Ulrich Voigt. Um den Kunden Liquiditätsspielräume zu verschaffen, würde die Sparkasse auch in Vorleistung gehen. Die ersten Kredite seien bereits ausgezahlt.

Für alle Kunden sei die Bargeldversorgung trotz der Corona-Krise gewährleistet. Filialen sollten so lange wie möglich geöffnet bleiben, sagte Voigt. Das abgelaufene Geschäftsjahr beendete die Sparkasse mit einem Plus von 110 Millionen Euro vor Steuern.

Zwei Todesfälle wegen des Coronavirus im Rhein-Sieg-Kreis

Im Rhein-Sieg-Kreis gibt es den zweiten Todesfall wegen des Corona-Virus: Eine ältere Frau aus Meckenheim ist an der Infektion mit dem Virus gestorben. Kurz zuvor war ein Mann mittleren Alters aus Much gestorben. In Köln gibt es bislang drei Corona-Todesfälle. (Stand: 25.03.2020, 9:00)

Kölner Tafel öffnet wieder mehr Ausgabestellen

Die Kölner Tafel öffnet die Ausgabestelle in Stammheim am Mittwoch (25.03.2020) wieder. Die Stellen in Ehrenfeld und Flittard folgen in den kommenden Tagen. Vergangene Woche musste mehr als die Hälfte der 35 Stellen in Köln schließen, um vor allem die älteren ehrenamtlichen Helfer vor Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. Jetzt helfen weitere Ehrenamtliche mit, die nicht zur Risikogruppe gehören. Und es gibt beim Abholen klare Abstandsregeln.

Stadt Leverkusen lockert Einschränkungen

Die Stadt Leverkusen hat die Ausgangsbeschränkung wegen des Coronavirus etwas gelockert und an die Regelung des Landes angepasst. Das hatte festgelegt, dass Ansammlungen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit untersagt sind. Bisher galt in Leverkusen, dass man im öffentlichen Raum nur allein unterwegs sein durfte. Ausgenommen davon waren Familien und Personen aus einer Wohn- oder Lebensgemeinschaft. Laut NRW-Gesundheitsministerium gibt es in Leverkusen bislang 48 bestätigte Corona-Fälle. (23.03.2020)

Eingeschränkter Service in Banken

Wegen des Corona-Virus schließen die Banken in Köln viele ihrer Filialen. Damit wollen sie ihre Mitarbeiter und die Kunden vor einer Ansteckung mit dem Virus schützen. Die Volksbank hat ab heute sogar sämtliche Filialen bis auf Weiteres dicht gemacht. Die Mitarbeiter kommen aber trotzdem zur Arbeit und beraten die Kunden telefonisch, per Mail oder per Whatsapp. Das gilt auch für andere Banken. Die Sparkasse Köln/Bonn schließt wegen der Corona-Krise ab heute 30 von 50 Filialen, auch die Commerzbank und die Deutsche Bank machen einen Großteil der Filialen zu. An allen Standorten der Banken bleiben die Geldautomaten weiter in Betrieb. (23.03.2020)

Unterstützung für Kölner Kneipen

Im Moment können Konzerte und Veranstaltungen nicht stattfinden, viele Veranstalter versuchen jedoch die Events zu verschieben, anstatt sie ganz abzusagen. Wer sein bereits gekauftes Ticket also so lange behält, und sein Geld nicht zurück fordert, hilft den Veranstaltern. Einige Bars und Restaurants in Köln bitten ihre Kunden außerdem darum, online Gutscheine zu kaufen. Das bringt aktuell Geld in die Kassen und macht Vorfreude auf die Zeit nach Corona, so die Restaurantbetreiber. (23.03.2020)

Virtuelles Museum

Auch in den städtischen Museen gibt es keinen regulären Betrieb - sie sind für Besucher geschlossen. Einige Museen bieten jetzt aber virtuelle Rundgänge an. So kann man sich online im Museum Ludwig umsehen. Das Stadtmuseum plant einen digitalen Rundgang durch die neue Bläck Föös-Ausstellung. Seit heute stellen Mitarbeiter außerdem online Ausstellungsstücke zur Stadtgeschichte vor.(23.03.2020)

Wenig Nachfrage nach Corona-Hilfe

Ältere Menschen und Personen der Risiko-Gruppen nutzen die vielen Angebote zur Alltagshilfe in der Corona-Krise noch wenig. Da die meisten Hilfsangebote online sind, erreichen sie viele ältere Menschen nicht. Die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden schreiben jetzt alle Menschen über 75 in einem persönlich Brief an - mit der Telefonnummer für die Nachbarschaftshilfe von Kölsche Hätz von der Caritas. Bei der Hotline hatten sich in den ersten Tagen nur 20 hilfsbedürftige Menschen gemeldet und mehr als zehnmal so viele Helfer. In Köln-Kalk hat der FDP-Bezirksvertreter Fardad Hooghoughi eine Gruppe von 30 Helfern organisiert, die konnten in der vergangenen Woche erst für fünf Senioren einkaufen. Mit Flyern und Aushängen wollen sie jetzt mehr Menschen erreichen. (22.03.2020)

Polizei löst Gruppen am Rheinufer in Köln auf

Die Kölner Polizei hat in der Nacht zu Sonntag (22.03.2020) wiederholt am Kölner Rheinufer Versammlungen von jungen Leuten aufgelöst. Dort treffen sich regelmäßig Männer aus ganz NRW mit getunten Autos zum Shisharauchen und um Marihuana zu konsumieren. Die Polizei setzt damit die von der Stadt erlassenen Regelungen durch. Der Szene sind die Verbote im Zusammenhang mit dem Corona Virus laut Kölner Ordnungsamt offenbar egal

Keine Patienten-Besuche

Die Uniklinik Köln verschärft ihre Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Demnach sind Besuche von Patienten ab sofort untersagt. Davon ausgenommen sind die Kinderbereiche und die Palliativmedizin.

Außerdem wurden laut Uniklinik alle stationären und ambulanten Behandlungen abgesagt. So sollen die medizinischen Ressourcen geschont und umgeschichtet werden.

Privat-Veranstaltungen klein halten

Bei Hochzeiten in Köln dürfen nur noch das Brautpaar und die Trauzeugen anwesend sein. Bei Beerdigungen nur Verwandtschaft ersten Grades.

Generell verbietet die Stadt Köln ab sofort jegliche Veranstaltungen. Dies schließe grundsätzliche Verbote von Versammlungen unter freiem Himmel wie Demonstrationen ein.

"Drive-In" für Coronavirus-Tests

Im Rhein-Erft-Kreis können sich Verdachtsfälle jetzt auch in ihrem eigenen Auto testen lassen. Dazu hat das Kreisgesundheitsamt mobile Teststationen eingerichtet.

Das funktioniert im Prinzip wie am "Drive In"-Schalter eines Schnellrestaurants. Die Erkrankten fahren mit ihrem Auto zu einem vereinbarten Treffpunkt. Dort wartet auf sie ein Arzt mit einem Corona-Test. Damit sich niemand ansteckt, entnimmt der Fahrer seine Speichelprobe im eigenen Auto.

Der "Drive-In Corona-Test" ist vor allem für Verdachtsfälle vorgesehen, die sich schon in häuslicher Quarantäne befinden, weil sich beispielsweise ein Angehöriger angesteckt hat. Zudem soll der mobile Corona-Test die Hausarztpraxen im Rhein-Erft-Kreis entlasten. Tests ohne Anordnung des Kreisgesundheitsamts sind dort nicht möglich.

Kulturelles Leben gebremst

Die Städte Köln, Leverkusen und Bergisch-Gladbach untersagen von Sonntag (15.03.2020) an alle Veranstaltungen im Stadtgebiet bis zum 10. April. Das betrifft unter anderem musikalische und unterhaltende Darbietungen in Diskotheken, Clubs und Bars, aber auch Gottesdienste und sonstige Veranstaltungen der Religionsgemeinschaften. Theater, Kinos, Spielhallen und Wettbüros müssen schließen. Ausnahmen gelten für Veranstaltungen, die der Versorgung dienen, wie etwa Wochenmärkte. Restaurants und Gaststätten dürfen in Köln nicht öffnen.

"Geistergottesdienste" im Kölner Dom

Die Gottesdienste im Kölner Dom sind ab sofort nicht mehr öffentlich zugänglich. Sie werden allerdings vom Domradio über domradio.de als Livestream übertragen. Das meistbesuchte Gotteshaus Deutschlands, das eigentlich täglich von 16.000 bis 20.000 Menschen besucht wird, bleibt nur noch für Menschen geöffnet, die zum Gebet kommen. Der für Samstag (14.03.2020) geplante Jugendgottesdienst "Night Fever" wurde abgesagt.

Das Land NRW hat einen Erlass angekündigt, wonach ab Montag, 16. März 2020, die Schulpflicht aufgehoben ist, ab 18. März 2020 die Schulen schließen und wonach ebenfalls ab dem 16. März 2020 ein Betretungsverbot für Kindertagesstätten und Kindertagespflegestellen gilt. Darin wird geregelt sein, dass für Kinder von Eltern, die in kritischen Infrastrukturen arbeiten und kein anderweitiges Betreuungsangebot organisieren können, eine Notbetreuung angeboten werden soll.

In Köln Übergangsphase: Schulen zunächst noch auf

Nach Angaben der Stadt Köln vom Freitagabend (13.03.2020) werden am Montag (16.03.2020) und Dienstag (17. 03. 2020) noch alle Kölner Schulen und Kindertagesstätten geöffnet sein. Die Stadt appelliert jedoch an die Eltern, ihre Kinder auch schon an diesen beiden Tagen nach Möglichkeit zu Hause zu betreuen. Ab Mittwoch (18.03.2020) werden in den Schulen und Kindertagesstätten ausschließlich Kinder betreut, deren Eltern in einem Bereich arbeiten, der gemäß Erlass als „kritische Infrastruktur“ gelte. Von einer Betreuung durch die Großeltern rät das Gesundheitsamt dringend ab, da ältere Menschen zur Zielgruppe gehören, die ganz besonders vor einer Infektion mit dem Coronavirus geschützt werden muss.

Der Start des Sommersemesters wird an den NRW-Hochschulen vorerst bis zum 19. April verschoben. Das teilte die Landesregierung am Freitag (13.03.2020) mit. Ursprünglich sollte das Sommersemester an den Fachhochschulen am 23. März und an den Universitäten am 6. April beginnen.

Nachbarschaftshilfe in Köln

Eine Nachbarschaftsinitiative der evangelischen Gemeinde im Stadtteil Mülheim will älteren und kranken Menschen in der Zeit des Coronavirus helfen. Sie wollen die Menschen so unterstützen, dass sie nicht die Wohnung verlassen müssen. Die ersten acht bis zehn Helfer sind schon bereit, Aufträge für Hilfsbedürftige kostenlos zu erledigen. Organisisert haben sich die Helfer über eine WhatsApp Gruppe. Die Gruppe "Mülheimer Gemeinde hilft" will damit ein Vorbild für andere sein, falls die Nachfrage nach Hilfsangeboten sprunghaft ansteigt. Auch in anderen Städten und Gemeinden enstehen gerade viele Hilfsangebote. Unter dem Hashtag "Nachbarschafts-Challenge" sind viele von ihnen in den sozialen Netzwerken zu finden.

Schutz für Polizei

Mehrere Beamte der Kölner Polizei werden aktuell auf den Coronavirus getestet. Darunter sind zwei Beamte, die einen vermissten Lkw-Fahrer, der in Italien unterwegs war, in Köln ausfindig gemacht hatten. Sie hatten ihn dann auf die Innenstadtwache gebracht. Zwei weitere Polizisten kamen mit Symptomen aus dem Urlaub zurück. Ab jetzt sollen die Teams auf den Streifenwagen mit speziellem Mundschutz, medizinischen Schutzhandschuhen und Desinfektionsmittel ausgestattet werden.IKVB schützt Fahrgäste

Schutz für KVB-Kunden

Die KVB wollen ihre Fahrgäste vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen. Die Stadtbahnfahrer haben deshalb spezielle Vorgaben. Sie sollen an den Haltestellen Türen öffnen, damit Fahrgäste den Halte-Knopf nicht drücken müssen. Und: An den Endhaltestellen lassen sie die Türen länger offen, um die Bahn gut zu lüften. Die KVB arbeiten an einem Not-Fahrplan. Der tritt inkraft, wenn zu viele Fahrer krank werden.

Veranstaltungsabsagen

In Nordrhein-Westfalen werden bis auf Weiteres keine Messen mehr stattfinden. Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern sind in NRW bereits verboten.

Alle Bundesligaspiele sind für dieses Wochenende abgesagt. Auch der Fußball-Verband Mittelrhein stellt ab sofort den kompletten Spielbetrieb ein. Bis Mitte April wird es auf Verbands- und Kreisebene keine Spiele mehr geben.

Köln:

Über die bundesweiten Regelungen zum Coronavirus hinaus werden in Köln ab Mitternacht alle Restaurants und Gaststätten geschlossen. Bei Hochzeiten dürfen nur noch das Brautpaar und die Trauzeugen anwesend sein. Bei Beerdigungen nur Verwandtschaft ersten Grades. Alle Bürgerämter sind morgen und Mittwoch für den Publikumsverkehr geschlossen, teilte die Stadt mit.

Die Art Cologne wird auf den 19.-22. November verschoben. Die städtischen Museen, die städtischen Bürgerhäuser, die VHS, die Stadtbibliothek sowie die Rheinische Musikschule bleiben ab Samstag, 14. März 2020 bis einschließlich 19. April 2020 geschlossen. Sportplätze und Sportanlagen bleiben derzeit noch geöffnet.

Leverkusen:

Die nächsten zwei Spiele für die Fußballer von Bayer Leverkusen sind abgesagt worden. Das Auswärtspiel bei Werder Bremen am Montag hat die Stadt Bremen abgesagt. Sie erwartete - trotz des vorgesehenen Geisterspiels - mindestens 2.000 bis 3.000 Menschen rund um das Weserstadion. Ebenfalls abgesagt ist das Europaleague-Achtelfinalspiel am kommenden Donnerstag zwischen Leverkusen und den Glasgow Rangers. Die UEFA hatte wegen der Corona-Pandemie alle Europa-Pokalspiele in der kommenden Woche abgesagt. Wann die Begegnung nachgeholt wird, steht noch nicht fest.

Rhein-Erft-Kreis:

Die Krankenhäuser und Kliniken im Kreis bitten darum, Besuche am Krankenbett auf das Nötigste zu beschränken. So sollen Patienten vor dem Coronavirus geschützt werden. Maximal ein Besucher pro Patient pro Tag wäre wünschenswert, sagt beispielsweise das Bergheimer Maria Hilf Krankenhaus. Ein generelles Besuchsverbot oder Fiebertests am Krankenauseingang soll es im Rhein-Erft-Kreis aber nicht geben.

Bergisches Land:

Im Rheinisch-Bergischen-Kreis können Fahrgäste von Samstag an wegen des Virus nicht mehr vorne beim Busfahrer einsteigen. In Köln gilt das ab Montag (16.03.2020). Die Fahrerkabine und die ersten zwei Sitzreihen dahinter werden zudem abgesperrt.

Hinweis: Wegen der Fülle der Absagen können wir nur eine Auswahl treffen. Auch viele kleinere Vereine oder Verbände streichen oder verschieben ihre Veranstaltungen: Ein vollständiger Überblick wäre daher an dieser Stelle nicht zu gewährleisten.

Bürgertelefon zum Coronavirus: 0211 / 9119 1001

Das Bürgertelefon der Landesregierung zum Coronavirus hat eine neue Rufnummer: 0211 / 9119 1001.

Das Bürgertelefon ist montags bis freitags von 7.00 bis 20.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr geschaltet. Die Ansprechpartner beantworten allgemeine Fragen zum Corona-Virus und zur Vorbeugung. Bei medizinischen Fragen sollten sich Bürger an den Hausarzt wenden.

Aktuelle Informationen zum Coronavirus

Stand: 02.04.2020, 18:38